Anzeige

Fortnite

Quelle: Pryimak Anastasiia - Shutterstock.com

Die Auseinandersetzung zwischen den «Fortnite»-Machern und Apple geht inzwischen weit über das populäre Online-Spiel hinaus und könnte die Gewichte in der Spielebranche verschieben. In den Konflikt hineingezogen wurde nun auch die Grafik-Technologie der Entwicklerfirma Epic Games, die von diversen anderen Apps genutzt wird.

Epic beantragte am Montag (Ortszeit) eine einstweilige Verfügung, um zu verhindern, dass Apple der Firma zum Monatsende den Zugang zu seinem Entwicklerprogramm kündigt. Damit werde Epic die Möglichkeit verlieren, seine Grafik-Technologie Unreal Engine weiter für den Einsatz auf iPhones und iPads anzupassen, argumentierte die Firma. Dauert der Streit länger an, könnten App-Entwickler statt Unreal auf Konkurrenz-Produkte wie die Grafik-Software des Rivalen Unity umsteigen.

Der Streit entbrannte ursprünglich um die Verteilung der Einnahmen bei In-App-Käufen auf iPhones und iPads. Apple nimmt von Anbietern eine Abgabe von 30 Prozent bei Käufen innerhalb von Apps auf seinen iPhones und iPads. Das gilt seit der Einführung des App Stores 2008. Bis auf wenige Ausnahmen müssen Inhalte in Apps über Apples System laufen. Epic bot vergangene Woche die Möglichkeit an, virtuelle Artikel in «Fornite» günstiger bei der Spielefirma selbst zu kaufen - und die App wurde von Apple prompt von der Plattform verbannt. Epic hatte umgehend eine 60-seitige Klage parat.

Apple teilte am Montag mit, der Konzern werde keine Ausnahme für Epic machen. Man würde die Firma zwar gern als Teilnehmer des Entwicklerprogramms behalten. Aber: «Das Problem, das Epic für sich selbst geschaffen hat, kann leicht aus der Welt geräumt werden, wenn sie ein Update ihrer App einreichen, das wieder den Richtlinien entspricht, denen sie zugestimmt haben und die für alle Entwickler gelten.»

Epic platzierte den alternativen Kaufweg auch in der Android-App, flog daraufhin aus Googles Download-Plattform Play Store und verklagte den Internet-Konzern ebenfalls. Auf Android-Smartphones können Apps allerdings auch aus anderen Quellen geladen werden.

dpa


Newsletter Anmeldung

Smarte News aus der IT-Welt

Sie möchten wöchentlich über die aktuellen Fachartikel auf it-daily.net informiert werden? Dann abonnieren Sie jetzt den Newsletter!

Newsletter eBook

Exklusiv für Sie

Als Newsletter-Abonnent erhalten Sie das Booklet „Social Engineering: High Noon“ mit zahlreichen Illustrationen exklusiv und kostenlos als PDF!

 

Weitere Artikel

IT-Job

Unternehmen können offene IT-Stellen nur schwer besetzen

Unternehmen in Deutschland fällt es immer schwerer, offene Stellen für IT-Experten zu besetzen. Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) der Firmen berichteten von Schwierigkeiten, IT-Fachkräfte einzustellen, teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden…
Konflikt Unternehmen

Konflikt zwischen United Internet und Telefónica eskaliert

Der Streit über die Kosten zur Nutzung des Mobilfunknetzes von Telefónica Deutschland (O2) durch den Konkurrenten 1&1 Drillisch verschärft sich. 1&1 und dessen Mutterkonzern United Internet werfen der Tochter des spanischen Konzerns Telefónica vor, die Kosten…
WeChat

Richterin stoppt Vorgehen der US-Regierung gegen WeChat

Die chinesische Kommunikations-App WeChat wird vorerst für amerikanische Nutzer verfügbar bleiben. Eine Richterin in Kalifornien setzte die Sanktionen der US-Regierung am Sonntag mit einer einstweiligen Verfügung aus.
TikTok- Trump

Trump billigt Tiktok-Deal - Neue Firma in Texas

Die Zukunft der Video-App Tiktok in den USA scheint gesichert, nachdem Präsident Donald Trump einen Deal zwischen dem chinesischen Eigentümer Bytedance und US-Unternehmen gebilligt hat. Das weltweite Geschäft von Tiktok komme in eine neue Firma mit Sitz in…
Mobilfunk

Deutschlands Firmen setzen immer stärker auf eigene Mobilfunknetze

Die Nachfrage nach eigenen 5G-Mobilfunknetzen kommt unter deutschen Firmen allmählich in Schwung. Inzwischen hätten 74 Unternehmen ein lokales Spektrum zur Eigennutzung bekommen, teilte die Bundesnetzagentur auf Anfrage mit. Das sind deutlich mehr als im…
Cyberkriminalität

Wie der Südwesten gegen Cyberkriminalität vorgeht

Mit der steigenden Mediennutzung verlagert sich ein erheblicher Teil an Straftaten immer weiter in den virtuellen Raum und dafür braucht die Polizei Spezialisten. Das Innenministerium Baden-Württemberg geht davon aus, dass die Straftaten im Bereich Cybercrime…

Anzeige

Newsletter Anmeldung

Smarte News aus der IT-Welt

Sie möchten wöchentlich über die aktuellen Fachartikel auf it-daily.net informiert werden? Dann abonnieren Sie jetzt den Newsletter!

Newsletter eBook

Exklusiv für Sie

Als Newsletter-Abonnent erhalten Sie das Booklet „Social Engineering: High Noon“ mit zahlreichen Illustrationen exklusiv und kostenlos als PDF!