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Cloud Security

Das Hasso-Plattner-Institut hat eine Datenschutzlücke in der HPI Schul-Cloud geschlossen. 

«Wir wurden vom Saarländischen Datenschutzbeauftragten auf eine potenzielle Lücke hingewiesen, über die es Hackern offenbar möglich war, sich illegal einen Account in der HPI Schul-Cloud anzulegen», sagte Instituts-Direktor Prof. Christoph Meinel. Das HPI habe diese Missbrauchsmöglichkeit sofort behoben und die Lücke geschlossen. 

Nach Angabe des Instituts konnten sich Unberechtigte über einen allgemeinen Einladungs-Link als vermeintliche Schulangehörige bei dem System anmelden und dabei Vor- und Nachnamen von Anwendern einsehen. Der verdächtige Nutzer habe in dem Schul-System eine Gruppe erstellt und versucht, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte in dieses Team einzuladen. «Nach allem was wir wissen, sind lediglich Vor- und Nachnamen von Lehrkräften und Schülern einer teilnehmenden Schule im Saarland illegal abgegriffen worden, aber es sind keine Daten missbraucht worden», sagte Meinel.

Im Rahmen der weiteren Analyse identifizierte das HPI insgesamt 13 Schulen, bei denen vermutlich unberechtigte Registrierungen stattgefunden haben. «Sieben Schulen befinden sich in der Instanz der HPI Schul-Cloud, sechs in der Brandenburger Schul-Cloud. Davon war bei sieben Schulen die Option aktiviert, dass Schüler Teams erstellen können.» Vier der 13 Schulen seien Testschulen von Projektpartnern ohne Schülerdaten gewesen.

Im Rahmen des Vorfalls wurde das HPI auch auf eine kleinere Datenschutzlücke in seinem Ticketsystem hingewiesen, in dem Fehlermeldungen oder Verbesserungsvorschläge von Nutzern erfasst wurden. «Das Ticketsystem der HPI Schul-Cloud war so konfiguriert, dass die Einträge in einem bestimmten Bereich von jedem eingesehen werden konnten. Das ist bei Open-Source-Projekten durchaus üblich, um eine maximale Transparenz in der Entwicklung zu gewährleisten.» Da das Ticketsystem aber schon vor dem Hinweis geschlossen worden sei, habe man an dieser Stelle keine weiteren Maßnahmen ergriffen.

Die HPI Schul-Cloud wird vom Bundesbildungsministerium finanziell gefördert und derzeit vor allem in Brandenburg, Thüringen und Niedersachsen sowie in etlichen deutschen Schulen im Ausland eingesetzt. Ende März kündigte das Ministerium an, den Zugang zu dem System bundesweit zu öffnen. 

dpa


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