Anzeige

Facebook Kryptowährung

Quelle: grejak / Shutterstock.com

Ein niederländisches Gericht hat Facebook dazu verdonnert, gefälschte Werbungen für Kryptowährungen von seiner Plattform zu entfernen.

Laut einer Klage des niederländischen Milliardärs und Fernsehproduzenten John de Mol hat das Social-Media-Unternehmen trotz wiederholter Anfragen zu wenig gegen Inhalte unternommen, die in seinem Namen und dem von anderen berühmten Personen ohne deren Zustimmung für Kryptowährungen werben.

Schaden für Nutzer und Kryptowährungen

"Jeder Internetbetrug ist einer gewissen Ökonomie unterworfen. Diese Werbungen zeigen bereits eine Wirkung, wenn nur relativ wenige Menschen davon getäuscht werden. Solche Fake-Anzeigen über Bots zu betreiben, ist leicht und billig. Der eigentliche Betrug kann unterschiedlich aussehen. Die Betreiber der Anzeigen sammeln manchmal Daten von Nutzern, in einigen Fällen bieten sie tatsächlich eine Kryptowährung an, in anderen handelt es sich um eine Fälschung. Diese Anzeigen schaden nicht nur den Nutzern, sondern auch neuen Kryptowährungen", erklärt Josef Pichlmayr, CEO von IKARUS Security Software, gegenüber pressetext.

De Mol zufolge erzeugen die Fake-Werbungen in seinem Namen hohe Verluste für Investoren. Das Gericht hat angeordnet, dass Facebook die betroffenen Anzeigen entfernt, andernfalls droht dem Unternehmen eine Geldstrafe von bis zu 1,1 Mio. Euro. Die Entscheidung wurde damit begründet, dass Facebook nicht argumentieren kann, es sei "lediglich ein neutraler Informationskanal und deshalb nicht zum Handeln verpflichtet". Das Unternehmen ist laut dem Urteil auch dazu verpflichtet, Informationen über die Betreiber von Fake-Werbungen offenzulegen, sofern sie über diese verfügen.

Auch im deutschsprachigen Raum Problem

Facebook denkt darüber nach, in Berufung zu gehen. Dem Unternehmen zufolge wurden die betroffenen Fake-Werbungen nämlich schon entfernt. "Dieses Urteil ändert nichts an unserem Engagement für die Entfernung dieser Werbungen. Sie haben absolut keinen Platz auf unserer Plattform und wir löschen sie, sobald wir sie finden", heißt es in einem Statement des Social-Media-Unternehmens.

Werbungen für Kryptowährungen, die den Namen von Prominenten fälschlich verwenden, sind auch im deutschsprachigen Raum zu finden. So fand der Digitalisierungsexperte Thomas R. Köhler eine Anzeige, die Red Bull-CEO Dieter Mateschitz dafür verwendete. "Spannend ist, dass diese Anzeigen über seriöse Adserver ausgeliefert wurden, in meinem Fall bei 'Zero Hedge'", so Köhler auf Nachfrage von pressetext.

www.pressetext.com
 


Newsletter Anmeldung

Smarte News aus der IT-Welt

Sie möchten wöchentlich über die aktuellen Fachartikel auf it-daily.net informiert werden? Dann abonnieren Sie jetzt den Newsletter!

Newsletter eBook

Exklusiv für Sie

Als Newsletter-Abonnent erhalten Sie das Booklet „Social Engineering: High Noon“ mit zahlreichen Illustrationen exklusiv und kostenlos als PDF!

 

Weitere Artikel

Apple

Apple löscht 30.000 Apps aus China-Store

US-Tech-Riese Apple hat am vergangenen Wochenende fast 30.000 Anwendungen aus seinem App Store in China entfernt. Davon waren etwa 90 Prozent Videospiele, wie eine Erhebung des Forschungsinstituts Qimai ergibt.
Twitter Hacking

Beispielloser Twitter-Hack: 17-Jähriger festgenommen

Gut zwei Wochen nach einer beispiellosen Hacker-Attacke auf Twitterkonten von Prominenten hat die Polizei einen 17-Jährigen als Hauptverdächtigen festgenommen. Gegen den «Drahtzieher» des Hacks lägen 30 Anklagepunkte vor, erklärte der Staatsanwalt Andrew…
TikTok

Microsoft bestätigt Interesse an Videoplattform Tiktok

Der Softwareriese Microsoft strebt eine Übernahme des US-Geschäfts und weiterer Aktivitäten der internationalen Videoplattform Tiktok an. Der Konzern teilte am Sonntag (Ortszeit) mit, trotz Bedenken von US-Präsident Donald Trump weiter Gespräche mit Tiktoks…
Digitalbranche

Konjunkturerholung in der Digitalbranche setzt sich fort

In der Digitalbranche hat sich im Juli die konjunkturelle Erholung nach dem tiefen Einbruch durch die Corona-Krise fortgesetzt. Der Index für die aktuelle Geschäftslage legte um 4,7 Zähler auf 15,8 Punkte zu. Noch stärker sind die Geschäftserwartungen…
Analyse

Nachfrage nach Ausbildungsangeboten für IT-Personal vervierfacht

Netwrix, ein Anbieter von Cybersicherheit, der Datensicherheit einfach macht, vermeldet die Veröffentlichung des Berichts “Netwrix IT Trends 2020": Es zeigt sich eine veränderte Realität, die mit einer krisenbedingten Neuausrichtung der IT-Prioritäten von…
Startup

Startups haben im Schnitt 20 Mitarbeiter

Startups haben sich in den vergangenen Jahren zu bedeutenden Arbeitgebern entwickelt. Im Durchschnitt hat ein Startup aktuell 21 Mitarbeiter.

Anzeige

Newsletter Anmeldung

Smarte News aus der IT-Welt

Sie möchten wöchentlich über die aktuellen Fachartikel auf it-daily.net informiert werden? Dann abonnieren Sie jetzt den Newsletter!

Newsletter eBook

Exklusiv für Sie

Als Newsletter-Abonnent erhalten Sie das Booklet „Social Engineering: High Noon“ mit zahlreichen Illustrationen exklusiv und kostenlos als PDF!