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Huawei

Quelle: Dpongvit / Shutterstock.com

US-Präsident Donald Trump hat den chinesischen Huawei-Konzern auf eine schwarze Liste gesetzt, was harte Einbußen für das Geschäft bringt. Firmengründer Ren Zhengfei will dennoch gestärkt aus der Krise hergehen.

Huawei stellt sich wegen der US-Sanktionen gegen den chinesischen Konzern auf einen starken Geschäftsrückgang ein. Der Umsatz werde in den kommenden zwei Jahren jeweils um 30 Milliarden Dollar unter den Vorhersagen liegen, sagte Huawei-Chef Ren Zhengfei am Montag im südchinesischen Shenzhen. Allein das internationale Smartphone-Geschäft werde in diesem Jahr um 40 Prozent schrumpfen. Im vergangenen Jahr hatte der Netzwerk-Ausrüster und Smartphone-Anbieter umgerechnet gut 100 Milliarden Dollar Umsatz gemacht.

Die USA hatten Huawei im Mai auf eine schwarze Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen unterliegen. Trump begründete seine Schritte mit Sicherheitsbedenken gegen Technik aus China. Da die Vorwürfe bislang nicht konkret belegt wurden, sehen viele Experten die Sanktionen im Kontext des Handelskonflikts zwischen den USA und China.

Ren Zhengfei sagte, er habe nicht erwartet, dass die US-Regierung solche «extremen Maßnahmen» und «ein breites Spektrum von Maßnahmen» gegen Huawei ergreifen werde, einschließlich der Einschränkung der Zusammenarbeit des Unternehmens mit US-Universitäten.

Huawei werde aber in ein paar Jahren gestärkt aus seinen Schwierigkeiten hervorgehen, so der 74 Jahre alte Konzerngründer weiter: «Ich denke, wir können auf keinen Fall zu Tode geprügelt werden.»

Für Huawei wird die Luft durch die Einschränkungen dünner. US-Chiphersteller, die wichtige Zulieferer sind, können kaum noch Geschäfte mit den Chinesen machen. Zudem erschweren die US-Maßnahmen für Huawei den Zugang zum Google-System Android. Die Chinesen hatten deshalb angekündigt, ein eigenes Betriebssystem für Smartphones auf den Weg bringen zu wollen. Bis Mitte August werden nach einer Ausnahmegenehmigung zumindest bereits verkaufte Android-Smartphones mit allen Google-Updates versorgt. Der Internet-Konzern setzt sich laut einem Medienbericht für eine Verlängerung ein.

«Alle diese amerikanischen Unternehmen haben Geschäftsintegrität und Ethik», sagte Ren mit Bezug auf Zulieferer wie Google oder den US-Chiphersteller Qualcomm. «Die gegenwärtigen Rückschläge sind nicht auf die amerikanischen Unternehmen zurückzuführen, sondern auf unterschiedliche Sichtweisen bestimmter Politiker.»

Trotz der Krise werde Huawei seine Mitarbeiterzahl nicht wesentlich reduzieren, versicherte Ren Zhengfei. Eine «Geschäftskonsolidierung» sei aber im Gange.

Huawei ist der zweitgrößte Smartphone-Anbieter nach Samsung und spielt als großer Netzwerkausrüster eine wichtige Rolle beim Start des superschnellen 5G-Mobilfunks. Mit der Begründung, dass Huawei für Peking spionieren könnte, macht Washington Druck auf andere westliche Länder, keine Huawei-Technik beim 5G-Ausbau zu verwenden. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück.

Der Umsatz des Konzerns hatte im vergangenen Jahr noch deutlich um 19,5 Prozent auf umgerechnet rund 95 Milliarden Euro (721 Mrd Yuan) zugelegt. Der Gewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 25 Prozent auf umgerechnet rund 7,8 Milliarden Euro (59,3 Mrd Yuan). 

dpa
 


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