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Alexa

Quelle: Zapp2Photo / Shutterstock.com

In Kalifornien wird zurzeit eine heiß diskutierte Gesetzesvorlage geprüft, die zu schlechten Nachrichten für alle Hersteller von smarten Lautsprechern werden könnte. Danach sollen Google, Amazon, Apple und Co künftig keinerlei Audioaufzeichnungen mehr von ihren Geräten speichern dürfen.

Auch eine Weitergabe der entsprechenden Daten an Dritte soll dadurch verhindert werden. Ausnahmen sind nur dann möglich, wenn User der Speicherung und Weiterverarbeitung ausdrücklich zustimmen, heißt es.

"Leute lesen Verträge nicht"

"Diese Gesetzesvorlage in den USA zielt im Prinzip auf etwas ab, das in der geltenden Datenschutzverordnung in Europa schon geregelt ist", stellt Hans Zeger, Obmann von Arge Daten, im Gespräch mit pressetext klar. In der EU dürften Smart-Speaker-Systeme demnach nur aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung oder einer ausdrücklichen Zustimmung des Nutzers betrieben werden. "Wenn ich mir eine Alexa oder Siri anschaffen will, schließe ich einen Vertrag ab. Darin steht, dass, um etwa die Leistungsfähigkeit des Produkts zu gewährleisten, Daten in der Cloud gespeichert oder an Dritte weitergegeben werden müssen", erläutert der Experte.

Das Problem dabei sei, dass sich die große Mehrheit der Konsumenten nicht mit den Details dieser Verträge auseinandersetzt. "Die Leute lesen das einfach nicht genau. Dabei sind das ganz wichtige Vertragsbestandteile", meint Zeger. Aber nicht nur bei den Nutzern solcher Geräte, auch bei den Herstellern sei in diesem Zusammenhang mehr Sensibilität nötig. "Diese Passagen müssen in den Vertragstexten klar hervorgehoben werden. Ich habe meine Zweifel, dass das tatsächlich auch gemacht wird", so der Datenschützer.

Jüngste Enthüllungen um Amazon

"Jüngste Enthüllungen über bestimmte Unternehmen, die Mitarbeiter beschäftigen, die über vernetzte Lautsprecher private Konversationen mithören, haben uns noch einmal stärker vor Augen geführt, warum es strengere Gesetze braucht, um unsere Privatsphäre zu schützen", zitiert "TechXplore" den kalifornischen Abgeordneten Jordan Cunningham, der den aktuellen Gesetzesentwurf eingebracht hat.

Hintergrund ist folgender: Vergangenen Monat war durchgesickert, dass Amazon seine Mitarbeiter aufgezeichnete User-Befehle mithören und sogar abtippen lässt, um die eigene Spracherkennung der Assistenz-Software Alexa zu verbessern. "Wir versehen nur eine extrem geringe Anzahl von Interaktionen einer zufälligen Gruppe von Kunden mit Anmerkungen, um die Nutzererfahrung zu verbessern", rechtfertigte sich der US-Handelsriese.

www.pressetext.com
 

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