Hacker Stop

Forscher der University of Cincinnati und der University of Wyoming haben einen Algorithmus entwickelt, der Hardware vor Hacker-Angriffen schützt. Software ist durch verschiedene Sicherheitskontrollen zwar meistens gut gesichert, Hardware dagegen stellt eine große Schwachstelle dar.

Laut Forschungsleiter Mike Borowczak können Hacker die gesamte Software-Sicherheit umgehen, wenn Informationen aus der Hardware geleakt werden.

Selbst Autoschlüssel anfällig

"Cyber-Sicherheit ist die Voraussetzung einer erfolgreichen Digitalisierung, an deren Anfang wir stehen und die in zahlreichen Anwendungsgebieten in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft täglich voranschreitet. Die Gefährdungslage ist aber weiterhin hoch und vielschichtiger geworden. Wir beobachten eine neue Qualität der Bedrohung, die sich unter anderem auch durch entdeckte Schwachstellen in Hardware zeigt", meint Tim Griese vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik gegenüber pressetext.

Geräte wie Kabelboxen, Chips in Kreditkarten oder auch Autoschlüssel sind besonders anfällig. Das liegt an ihrem Design, sie sind sehr leicht und verbrauchen möglichst wenig Strom. Das Problem dabei ist laut Borowczak, dass nicht nur der Stromverbrauch minimiert wird, sondern auch die Sicherheit. Wird eine Kabelbox eingeschaltet, dekodiert und kodiert sie Herstellerinformationen, die mit der Sicherheit zu tun haben, was den Stromverbrauch erhöht. Anhand dieser Variationen im Stromverbrauch ensteht eine spezifische Signatur, die Hacker nutzen, um auf die Box zuzugreifen. Es ist dafür nicht einmal nötig, physischen Zugang zur Hardware zu haben, der Angriff kann aus fast 100 Metern Entfernung erfolgen.

"Wenn alles um uns herum smart wird, ist es nicht mehr harmlos, werden ein paar Daten gestohlen. Wenn Autos, Lifte oder sogar die Stromversorgung digital sind, bekommen Hacker-Angriffe eine ganz neue Dimension. Die Hardware wird auf Basis der Software immer intelligenter. Sie ist aber auch sehr schwer zu sichern. Für Normalverbraucher ist das aber nicht so ein Problem, weil Hacker sich nur selten die Mühe machen, über die Hardware anzugreifen. Über die Software ist das deutlich leichter", unterstreicht Josef Pichlmayr, CEO von IKARUS Security Software, im pressetext-Gespräch.

Stromverbrauch vereinheitlichen

Der vom Forschungs-Team entwickelte Algorithmus soll gegen Hardware-Attacken schützen. Er vereinheitlicht den Stromverbrauch der Hardware, sodass keine Signatur entstehen kann. Dadurch soll sicherere, automatisierte Hardware entstehen. Die Kosten hierfür sollen relativ gering sein, so die Wissenschaftler. Geräte, die den Algorithmus verwenden, verbrauchen nur um fünf Prozent mehr Strom als unsichere Hardware, heißt es abschließend.

www.pressetext.com
 


Newsletter Anmeldung

Smarte News aus der IT-Welt

Sie möchten wöchentlich über die aktuellen Fachartikel auf it-daily.net informiert werden? Dann abonnieren Sie jetzt den Newsletter!

Newsletter eBook

Exklusiv für Sie

Als Newsletter-Abonnent erhalten Sie das Booklet „Social Engineering: High Noon“ mit zahlreichen Illustrationen exklusiv und kostenlos als PDF!

 

Weitere Artikel

Cookies

Europäischer Gerichtshof sorgt für Datenflaute im Webtracking

Das Datendilemma ist perfekt. So manchem Online-Tracker bleibt der Cookie-Krümel derzeit im Hals stecken. Denn um erfolgreich zu sein, sind die meisten Unternehmen heute wesentlich darauf angewiesen, möglichst viele Daten über ihre Zielgruppe und deren…
Hacker

Einschätzung zur Hacker-Gruppe Sandworm

Bereits im Oktober 2019 fand in Georgien ein massiver Cyber-Angriff auf die staatlichen Institutionen und Medien des Landes statt. Großbritannien und die USA machen nun den russischen Geheimdienst dafür verantwortlich.
Facebook - Smartphone mit Kopfhörern

Lauschangriff: Facebook bezahlt für Stimmenaufzeichnungen

Facebook will seine Nutzer im Zuge des Programms "Pronunciations" für Stimmenaufzeichnungen bezahlen. Damit will der Social-Media-Gigant seine Spracherkennungssoftware verbessern.
SAP

SAP baut Führungsriege um - Zwei Vorstände gehen

Der Softwarekonzern SAP baut seine Führungsriege um. Zwei Vorstände gehen, die Ressorts bekommen zum Teil einen neuen Zuschnitt, die Bereiche Kundenzufriedenheit und Produktentwicklung werden deutlich gestärkt, wie das Walldorfer Unternehmen am Donnerstag…
e-trade

Online-Broker E-Trade: Milliardenübernahme durch Morgan Stanley

Die US-Investmentbank Morgan Stanley setzt mit der Milliardenübernahme des Online-Brokers E-Trade noch stärker auf das Geschäft mit der Vermögensverwaltung für Jedermann.
Infineon HQ

Frauenquote im Infineon-Aufsichtsrat steigt auf 50 Prozent

Infineon hat als drittes Dax-Unternehmen einen mit Frauen und Männern gleichermaßen besetzten Aufsichtsrat erreicht. Nach der Wahl von sechs Mitgliedern bei der Hauptversammlung am Donnerstag in München steigt die Frauenquote auf 50 Prozent.

Anzeige

Newsletter Anmeldung

Smarte News aus der IT-Welt

Sie möchten wöchentlich über die aktuellen Fachartikel auf it-daily.net informiert werden? Dann abonnieren Sie jetzt den Newsletter!

Newsletter eBook

Exklusiv für Sie

Als Newsletter-Abonnent erhalten Sie das Booklet „Social Engineering: High Noon“ mit zahlreichen Illustrationen exklusiv und kostenlos als PDF!