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Bild: TY Lim / Shutterstock.com

Bei der Social-Media-Plattform Facebook ist es nach eigenen Angaben erneut zu einer Datenpanne gekommen. So seien bei der Entwicklung und Erprobung einer neuen Funktion  Datenschutzeinstellungen bei rund 14 Millionen Nutzern verändert worden. 

Damit seien Beiträge, die  zwischen dem 18. und 28. Mai 2018 erstellt wurden, ungeachtet der Privatsphäreeinstellungen der  Betroffenen, beim Verfassen standardmäßig auf öffentlich gestellt und somit für jedermann sichtbar  gemacht worden. Nach Informationen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)  sind auch deutsche Nutzerinnen und Nutzer betroffen.

Dazu erklärt BSI-Präsident Arne Schönbohm: "Dieser Vorfall macht erneut deutlich, dass Unternehmen die Sorgfaltspflicht für die Daten ihrer Kunden deutlich ernster nehmen müssen. Es darf nicht sein, dass neue Funktionen, die im Live-Betrieb getestet werden, die Privatsphäre der Menschen gefährden. Deutlich wird auch, wie schnell die Zahl der Betroffenen in solchen Fällen in die Millionen geht. Diese Entwicklung wird sich mit der zunehmenden Digitalisierung weiter beschleunigen und ist ein klarer Indikator dafür, dass auf dem Gebiet der Informationssicherheit deutlich mehr getan werden muss. Um die Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher noch besser vertreten zu können,  müssen dazu auch die zuständigen Datenschutz- und Informationssicherheitsbehörden angemessen  gestärkt werden."

Das BSI hat eine Stellungnahme bei Facebook eingefordert. Facebook hat daraufhin gegenüber dem BSI  erklärt, dass die irrtümlich öffentlich gestellten Inhalte wieder zurückgesetzt wurden und damit nur noch eingeschränkt sichtbar sind. Betroffene Nutzer würden zudem seit gestern beim Einloggen  auf die Datenpanne hingewiesen. Dennoch fordert Facebook seine Nutzer auf, ihre  Datenschutzeinstellungen nochmals zu überprüfen.

Das BSI wird dieses Thema zum Gegenstand seiner Gespräche mit der Bundesbeauftragten für den  Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) in der kommenden Woche und auch den  Verbraucherschutzzentralen machen, um weitere Maßnahmen zu erörtern. 

bsi.bund.de

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