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Anca Dragan 500

Bild: Noah Berger

Was ein Roboter tut oder nicht wird von einem Algorithmus bestimmt. In der Regel führt er gemäß dieser Handlungsanweisung unermüdlich seine Aufgaben durch – und nur die. Störungen im Umfeld, Abweichungen von der vorgegebenen Aufgabe können jedoch zum Problem werden. 

In dem Labor von Anca Dragan agieren die Roboter nicht isoliert, sie teilen die Umwelt mit Menschen und müssen ihre Handlungen mit ihnen koordinieren. „Wir arbeiten daran, wie Autos die Straße mit menschlichen Fahrern und Fußgängern teilen, wie Roboter zuhause mit uns arbeiten und wie mobile Roboter um uns herum navigieren können“, erzählt sie.

Die Fähigkeit zur Kommunikation ist dabei eine Schlüsselkompetenz; sie ist wichtig, um Konflikte zwischen Mensch und Roboter zu vermeiden. „Konflikte entstehen aus einem Mangel an Transparenz über die Absichten des anderen“, sagt Dragan. Sie und ihre Kollegen wollen Robotern nicht nur beibringen, ihre Absichten und Fähigkeiten besser auszudrücken. Anhand von Vorhersagemodellen menschlichen Verhaltens sollen sie auch befähigt werden, menschliche Handlungen vorauszusehen. Ein neuer Forschungsansatz, den sie verfolgt, geht noch weiter. Der Roboter wird nicht mehr für eine bestimmte Aufgabe programmiert, sondern soll selbst erkennen, was die Menschen von ihm wollen, ohne dass diese das bereits formuliert hätten.

Anca Dragan ist in Braila in Rumänien geboren, an der Jacobs University hat sie von 2006 bis 2009 Computer Science studiert. „Damals hätte ich mir nie vorstellen können, einmal an einer der besten Universitäten der Welt forschen zu dürfen. Das Studium an der Jacobs University hat mir dies ermöglicht, ich hatte tolle Lehrer, es war das Fundament für meine spätere Karriere.“

Und das nicht nur in akademischer Hinsicht. Der Kontakt zu vielen Kommilitonen ist geblieben, obwohl sie auf der ganzen Welt verstreut sind. „Aus ihnen wurden Freunde fürs Leben, sie sind wie eine Familie für mich. Es hat etwas Magisches auf einem überschaubaren Raum wie dem Campus der Jacobs University mit Menschen aus über 100 Nationen zu leben.“ Auf Konferenzen trifft sie sogar auf ehemalige Professoren.

Geholfen hat ihr ein Vorbild: Aurora Simionescu. Die Astrophysikerin ist ebenfalls Rumänin, hat ebenfalls an der Jacobs University studiert und arbeitet inzwischen als Professorin für die Japanische Weltraumbehörde, die Japan Aerospace Exploration Agency. „Sie hat mit gezeigt, was möglich ist, und dass die Jacobs University ein großartiger Startplatz ist“, erzählt Anca Dragan, die nach ihrer Zeit in Bremen in die USA übersiedelte, um an der Carnegy Mellon University in Pennsylvania zu promovieren. Im Alter von 27 Jahren wurde sie Professorin in Berkeley, am Fachbereich für Electrical Engineering and Computer Sciences.

Als vielfach ausgezeichnete Wissenschaftlerin ist Anca Dragan inzwischen selbst ein Vorbild geworden, insbesondere für jüngere Frauen. Die sind rar in ihrem Fachgebiet, das von Männern dominiert wird. Sie zu fördern, ist ihr wichtig. Deshalb gibt sie in Berkeley Vorlesungen für Frauen, versucht sie für künstliche Intelligenz, Algorithmen und Mathematik zu begeistern – und nicht nur sie. Anca Dragan kooperiert auch mit Schulen der Region, will die Schüler an das Thema heranführen, ganz unabhängig von ihrem Geschlecht.

In der Robotik gehe es nicht darum, den nächsten Terminator zu bauen, sondern Werkzeuge zu entwickeln, die den Menschen helfen, meint sie. Deshalb könne es nicht richtig sein, dass die Entwickler dieser Werkzeuge nur aus einem kleinen Teil der Bevölkerung stammen mit einem begrenzten Erfahrungsschatz. Die Diversität, die Vielfalt vom Geschlecht, Rasse, Hintergrund und Meinungen sei zentral für den Erfolg ihrer Arbeit, sagt Anca Dragan. „Wir brauchen die unterschiedlichen Perspektiven.“  

jacobs-university.de

ancadragan.com

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