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Dass das Telefonieren mit dem Handy am Ohr und das Lesen sowie Schreiben von Nachrichten am Steuer gefährlich ist, ist bekannt. Allerdings wird die Gefahr zu oft unterschätzt oder verdrängt.

Henning Gajek vom Onlinemagazin teltarif.de erklärt: "Das Telefonieren oder Schreiben während der Autofahrt gehört leider zum täglichen Verkehrsgeschehen dazu. Daher will die Bundesregierung dem elektronischen Treiben im Auto ein generelles Ende bereiten." Verstöße könnten dann in Zukunft mit Bußgeldern zwischen 100 und 200 Euro belangt werden - sogar ein Fahrverbot für einen Monat steht im Raum.

Anlass für die neuen Regelungen ist, dass Handy-Besitzer, unter dem Vorwand ihr Endgerät auch als Navigationsgerät oder Wecker verwenden zu wollen, dieses beim Autofahren nutzen. Daher soll es in Zukunft keine Ausnahmen mehr geben. Das stellt für einige Nutzergruppen jedoch ein ernstes Problem dar. Denn selbst der Sprechfunk mit einem klassischen Mikrofon soll dann nicht mehr erlaubt sein. Dies wäre für Berufsfunker in Taxis, aber auch für die Besatzungen von Feuerwehrautos oder Rettungswagen, wo der Fahrer auch mal selbst funken muss, wenn sein Kollege gerade den Patienten betreut, verheerend. Gajek sagt: "Freisprecheinrichtungen und Sprachsteuerungen sollen Lösungen sein. Hierfür müssen die Fahrer kein Gerät in die Hand nehmen. Allerdings ist das Marktangebot noch unübersichtlich und nicht immer untereinander kompatibel."

Wichtig ist, dass die Autofahrer schon jetzt in ihrem Fahrzeug eine stabile Halterung fürs Smartphone und eine Freisprecheinrichtung anbringen. Gajek rät: "Eine Handy-Halterung sollte möglichst vor dem Kauf bei stehendem Auto ausgiebig erprobt werden, damit sie später während der Fahrt nicht ablenkt." Zudem sollten die Smartphone-Besitzer die Möglichkeiten und Grenzen der in vielen Handys bereits vorhandenen Sprachsteuerung in Ruhe ausprobieren. Dadurch lassen sich schon jetzt gesetzeskonform Nachrichten auch während der Fahrt verschicken. Gajek sagt abschließend: "Wenn die Anwender im Auto vernünftiger mit ihren Smartphones umgehen würden, wäre eine Verschärfung der Vorschriften vermutlich gar nicht nötig."

Weitere Details sowie den genauen Wortlaut des Entwurfs von der Bundesregierung lesen Sie hier.
 

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