Anzeige

Wenn es nach Hwang Cheol Seong von der National University Seoul geht, sind Jacketts und T-Shirts die Datenspeicher der Zukunft. Ihm und seinem Team ist es gelungen, einen Datenspeicher in Stoff einzuweben.

Der Datenspeicherstoff benötigt keine Stromversorgung, um die eingelesenen Informationen sicher zu behalten, denn es handelt sich um einen Speichertyp namens Resistive Random-Access Memory (RRAM).

Widerstandsänderungs-Speicher

RRAMs speichern Daten nicht durch Ummagnetisieren von winzigen Bereichen, wie etwa auf einer Festplatte. Die Zustände "0" und "1" sind gekennzeichnet durch eine Änderung des elektrischen Widerstands, wenn eine Spannung angelegt wird. Ohne Spannung ist die entsprechende Region ein Isolator mit einem elektrischen Leiter. Das bleibt auch so, wenn die Stromversorgung ausgeschaltet wird. Speicher dieser Art werden noch nicht in großem Stil genutzt, sondern nur in Nischenanwendungen, weil noch Entwicklungsbedarf besteht.

Die Speicherkapazität ist gigantisch. Die US-Firma Crossbar entwickelt RRAMs, die Platz für ein Terabyte auf einem einzigen Chip haben. Dazu stapeln sie mehrere Speicher übereinander. Hwangs Speicher wird nicht an diese Leistung herankommen. Das war aber auch nicht sein Ziel. Er wollte eine bequeme Alternative für tragbare Datenspeicher entwickeln. Sein Speicherfaden besteht aus einer Seele, deren Zusammensetzung er verschweigt. Hauchdünnes Aluminium bildet die Hülle. Dazu kommen noch Kohlenstoffasern. Das dünne runde Sandwich lässt sich wie Baumwolle oder anderes Material verweben.

Datenspeicher-Kleidung waschbar

Bisher eingesetzte tragbare Elektronik darf nicht mit Wasser in Berührung kommen. Wenn die Kleidungsstücke gewaschen werden müssen, werden sie entfernt. Das kann eine ganz schön knifflige Arbeit sein. Hwangs Fäden sind dagegen feuchtigkeitsresistent. Zudem lassen sich die Speicherfäden auf normalen Webstühlen verarbeiten, sodass die Kosten im Rahmen bleiben. Wie viel die Herstellung der Fäden kostet, ist allerdings unbekannt.

www.pressetext.com


Weitere Artikel

Neue Awareness-Trainings für KMU

Trotz des steigenden Bedarfs nach Awareness-Schulungen waren solche Maßnahmen für den Mittelstand bisher kaum verfügbar. Mit „Awareness PLUS“, einer E-Learning-Plattform inklusive Phishing-Simulationen, will Securepoint diese Lücke schließen.
Intel

Intel investiert Milliarden in den Bau von zwei US-Chipfabriken

Intel baut für mehr als 20 Milliarden Dollar zwei Chipfabriken in den USA. Die Produktion auf Basis modernster Technologien in den Anlagen im US-Bundesstaat Ohio soll 2025 beginnen, wie der Halbleiter-Riese am Freitag mitteilte.
IT Security

SoSafe schließt Series-B-Runde über 73 Mio. US-Dollar mit Highland Europe

Der Cyber-Security Awareness-Anbieter SoSafe hat 73 Millionen US-Dollar in einer von Highland Europe geführten Series-B-Finanzierungsrunde erhalten.
Google

2,42-Milliarden-Strafe: Google legt Einspruch ein

Der Rechtsstreit um eine Wettbewerbsstrafe in Höhe von 2,42 Milliarden Euro gegen Google kommt vor das höchste Gericht der Europäischen Union.
TikTok

TikTok kokettiert mit kostenpflichtigen Abos

TikTok bestätigte, dass es mit kostenpflichtige Abonnements liebäugelt und damit womöglich den Weg für Content-Ersteller auf der Kurzvideoplattform frei macht, für ihre Inhalte Geld zu verlangen.
Genehmigung

Beschleunigung von Genehmigungsverfahren: Worten müssen Taten folgen

Die Bundesregierung berät auf ihrer Kabinettsklausur heute unter anderem über die im Koalitionsvertrag beschlossene kurzfristige Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren. Ein Kommentar von Bitkom-Präsident Achim Berg.

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.