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Der japanische Technologiekonzern Fujitsu erwägt bis März 2019, in Deutschland 490 Stellen, darunter auch Entwickler und Ingenieure, "sozialverträglich" zu streichen.

Einem Bericht der Tageszeitung "Nikkei" nach setzt das Unternehmen damit seinen in Europa bereits eingeläuteten Sparkurs konsequent fort. Zuvor hatte der IT-Konzern bereits in Großbritannien und Finnland 2.200 Stellen abgebaut. In Summe hat Fujitsu Technology Solutions 12.000 Beschäftigte.

Sozialverträgliche Lösung

Dem Bericht nach soll eine endgültige Entscheidung zum Stellenabbau erst getroffen werden, wenn das Management eine Einigung mit den Arbeitnehmervertretungen erzielt habe. Die Einsparungen sollen die Bereiche Information Technology System und die Entwicklung betreffen. Doch damit nicht genug: Auch die Bereiche Desktop-Computer-Entwicklung sowie Fertigung sollen später auf Rentabilität überprüft werden.

Die Pläne sollen bereits ausgearbeitet sein. So könnte Fujitsu noch im Oktober dieses Jahres seine PC-Sparte an den chinesischen Konkurrenten und Weltmarktführer Lenovo verkaufen, heißt es. Auch im Gespräch sei eine Option für ein Joint Venture. Lenovo soll in beiden Fällen zugesichert haben, die rund 2.000 Beschäftigten und Fertigungsanlagen zu übernehmen. Für die Restrukturierung hat Fujitsu aktuellen Informationen nach 432 Mio. Dollar bereitgestellt.

Komplettrückzug aus Paderborn

Die Japaner ziehen sich vom Standort Paderborn zurück, 580 Beschäftigte sind betroffen. Die Mitarbeiter wurden am 19. Oktober 2015 auf einer Betriebsvollversammlung informiert. Der Standort soll bis Ende Dezember 2016 aufgelöst werden, wie Sprecher Michael Erhard "Golem.de" sagte. "Es ist aber nicht so, dass 600 Mitarbeiter entlassen werden sollen. Es gibt unterschiedliche Maßnahmen von Altersteilzeit bis hin zum Wechsel an andere Standorte."

www.pressetext.com
 


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