Risikomanagement in der Medizin-IT

Automatisierte Mikrosegmentierungslösungen gegen den Personalmangel

Mikrosegmentierung von Zero Networks

Überlastete IT-Teams brauchen Sicherheit auf Knopfdruck. Warum agentenlose Mikrosegmentierungslösungen der Schlüssel zur schnellen Absicherung komplexer Healthcare-Infrastrukturen sind.

Keine Branche ist so massiv von Ransomware-Attacken betroffen wie der Healthcare-Sektor. Finanzielle Einbußen sind dabei nur ein Teil des Problems, da erfolgreiche Infiltrationen unmittelbar die Patientenversorgung gefährden können. Um laterale Bewegungen von Angreifern im Keim zu ersticken, rückt die feingliedrige Mikrosegmentierung in den Fokus der IT-Strategie.

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Das Ende der klassischen Perimeter-Sicherheit

Die herkömmliche Netzwerksegmentierung, bei der große Infrastrukturen lediglich in grobe Subnetze unterteilt werden, reicht im modernen Klinikalltag nicht mehr aus, berichtet Zero Networks. Einmal eingedrungene Angreifer können sich innerhalb dieser Segmente oft ungehindert von einem Client zum nächsten bewegen. Die Mikrosegmentierung setzt hier an, indem sie jeden einzelnen Workload, jede medizinische Anwendung und jedes Endgerät in einen isolierten Sicherheitsperimeter hüllt. Das Ziel ist eine cyberresiliente Architektur, die den Zero-Trust-Prinzipien folgt und Ransomware proaktiv blockiert.

„Es ist daher an der Zeit, dass die Branche einen neuen Ansatz für Cybersicherheit verfolgt, der nicht nur die Symptome eines Cyberangriffs behandelt, sondern präventive Maßnahmen ergreift. Anstatt sich auf veraltete Netzwerksicherheitsmaßnahmen zu verlassen, wenden sich die Cybersicherheitsexperten der Branche proaktiven Strategien zu, die Ransomware-Angriffe vereiteln, die Compliance optimieren und sensible Patientendaten schützen. Die Mikrosegmentierung gilt als die vielversprechendste Lösung für den Aufbau einer cyberresilienten Architektur, die Ransomware blockiert, laterale Bewegungen stoppt und Zero-Trust-Richtlinien erfüllt.“

Kay Ernst, Manager DACH-Region bei Zero Networks

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Die Sackgasse manueller Mikrosegmentierung

In der Vergangenheit scheiterten viele Mikrosegmentierungsprojekte an ihrer eigenen Komplexität. Herkömmliche Ansätze erfordern eine manuelle Erstellung und Pflege von Tausenden von Richtlinien. Jedes neue medizintechnische Gerät, das dem Netzwerk hinzugefügt wird, löst einen manuellen Konfigurationsaufwand aus. Diese Prozesse sind nicht nur ressourcenintensiv, sondern auch fehleranfällig. In einem dynamischen Umfeld wie einem Krankenhaus führt dies unweigerlich zu Sicherheitslücken oder, im schlimmsten Fall, zu unbeabsichtigten Zugriffsbeschränkungen, die lebenswichtige Systeme lahmlegen könnten.

Zudem belasten agentenbasierte Lösungen die Performance der Endgeräte. Da IT-Teams im Gesundheitswesen ohnehin unterbesetzt sind, ist die manuelle Verwaltung von Tagging und Gruppierung für große Organisationen praktisch unmöglich geworden. Moderne Lösungen müssen daher den Sprung von der manuellen Arbeit hin zur vollständigen Automatisierung schaffen.

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Worauf es bei der Evaluation ankommt

Eine effektive Lösung muss in der Lage sein, mindestens 85 Prozent des gesamten Netzwerks ohne manuellen Eingriff zu segmentieren. Dabei spielt die Benutzerfreundlichkeit eine zentrale Rolle: Ein „Set-it-and-forget-it“-Ansatz reduziert die Betriebskosten und entlastet das Sicherheitsteam.

Ein entscheidendes Merkmal moderner Mikrosegmentierungslösungen ist der Verzicht auf Software-Agenten. Dies ermöglicht eine schnelle Bereitstellung ohne komplizierte Konfigurationen an jedem einzelnen Endpunkt. Zudem muss die Lösung heterogen arbeiten, das heißt, sie sollte sowohl Cloud-Ressourcen als auch lokale Server und Clients unter einer zentralen Kontrollstelle vereinen. Ein oft übersehener, aber lebenswichtiger Punkt ist die Integration von Operational Technology (OT). Medizinische Großgeräte wie MRT-Scanner oder Dialysestationen benötigen denselben Schutz wie die klassische IT-Infrastruktur, erfordern jedoch oft spezielle Protokolle.

Just-in-Time-Zugriffsmodelle für mehr Sicherheit

Ein ordnungsgemäß segmentiertes Netzwerk führt langfristig zu einer Vereinfachung der Sicherheitsprozesse. Durch die Vermeidung von Single Points of Failure wird sichergestellt, dass die Verfügbarkeit der Systeme nahezu 100 Prozent beträgt. Moderne Ansätze setzen zudem auf kontinuierliche Segmentierung, bei der der Netzwerkzugriff automatisch überwacht und Berechtigungen in Echtzeit an die tatsächliche Nutzung angepasst werden. Dies beinhaltet auch Just-in-Time-Zugriffsmodelle, die Ports nur dann öffnen, wenn sie für eine spezifische Aktivität benötigt werden.

Letztlich geht es darum, die Angriffsfläche so weit zu reduzieren, dass ein Einbruch an einer Stelle nicht zum Kollaps des gesamten Systems führt. Für Kliniken ist dies der einzige Weg, um Compliance-Anforderungen dauerhaft zu erfüllen und gleichzeitig die Betriebskontinuität sicherzustellen. Die Wahl der richtigen Mikrosegmentierungslösung entscheidet somit darüber, ob die IT-Abteilung zum Enabler der digitalen Medizin wird oder zum Engpass in der Krisenbewältigung verkommt.

Lisa Löw

Lisa

Löw

Junior Online-Redakteurin

IT-Verlag

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