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EU-FlaggeDie mit 25. Mai 2018 in Kraft tretende europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bereitet vielen Unternehmen Kopfzerbrechen. Denn mehr als die Hälfte befürchtet, die Vorgaben nicht fristgerecht umsetzen zu können.

Multi-Cloud-Lösungen helfen, diese Herausforderung dennoch zu bewältigen, wie Crisp Research und Nutanix im Rahmen eines Presse-Roundtables in München erörtert haben. Eine ohnehin anstehende Modernisierung der Unternehmens-IT vorzuziehen, ist also eine potenzielle Chance in Sachen DSGVO-Compliance.

Dringlicher Datenschutz

Bei der DSGVO stehen Datensicherheit und Datenschutz im Vordergrund. "Den meisten Unternehmen ist zwar bewusst, wie wichtig das ist, aber sie haben noch nicht genug umgesetzt", erklärt Ekkard Schnedermann, Senior Analyst bei Crisp Research, vor Ort im Gespräch mit pressetext. Gerade hohe potenzielle Geldbußen - je nach Art des Verstoßes bis zu 20 Mio. Euro oder vier Prozent des Umsatzes - haben ihm zufolge dazu beigetragen, dass Führungskräfte das Thema ernst nehmen. Doch die Zeit drängt zunehmend und die Aufgabe wird nicht unbedingt leichter.

"Es erinnert mich an das Jahr-2000-Thema", meint Schnedermann. Denn die wirkliche Komplexität des Problems und damit der tatsächliche Aufwand der Umsetzung wird vielen Unternehmen erst nach und nach bewusst. Für 28 Prozent der Unternehmen wird es dabei richtig eng: Ihnen mangelt es noch an Awareness zum Thema, von tatsächlichen Lösungsansätzen ganz zu schweigen. Ob wie zum Jahrtausendwechsel auf den Stichtag die große Erleichterung folgt, darf also bezweifelt werden.

Besser gleich modernisieren

Der Analyst betont indes, dass die DSGVO auch als konkreter Anlass für eine IT-Modernisierung verstanden werden könnte. Denn laut Crisp Research wollen in den nächsten Jahren 42,6 Prozent der Unternehmen ohnehin stärker auf Hybrid- oder Multi-Cloud-Lösungen setzen. Den Übergang schon jetzt anzugehen und dabei auf DSGVO-Compliance zu achten, könnte also vermeiden, innerhalb weniger Jahre zwei Großprojekte angehen zu müssen.

Allerdings sehen Entscheider hier ausgerechnet Datenschutz und Datensicherheit als größte Herausforderungen. 62,7 beziehungsweise 49,3 Prozent der Befragten haben diese Themen in einer Crisp-Studie 2015 genannt. Die vermeintlich hohe Komplexitätshürde folgte mit 25,3 Prozent schon deutlich abgeschlagen auf Platz drei. Auf den ersten Blick scheinen Multi-Cloud-Übergang und fristgerechte DSGVO-Compliance also vermutlich schwer unter einen Hut zu bringen.

Anwendungsorientierte Hilfe

Mehr als die Hälfte der Unternehmen plant laut aktuellen Crisp-Daten, Tools von Drittanbietern einzusetzen, um komplexe Cloud-Umgebungen zu verwalten. Diese können auch helfen, das Thema Datenschutz wirklich in den Griff zu bekommen. Davon ist Dheeraj Pandey, Gründer und CEO von Nutanix, überzeugt. "Einer der Schlüssel dazu ist anwendungsorientierte Automatisierung", erklärt er in München gegenüber pressetext. Das ermögliche durch Regeln sicherzustellen, dass Prozesse nur dort laufen, wo sie es auch dürfen - die Verarbeitung kritischer Daten beispielsweise nur in einer DSGVO-konformen Umgebung und nicht etwa in einer Public Cloud außerhalb der EU.

"Wie bringt man Sicherheit und Anwenderfreundlichkeit unter einen Hut?" Das ist Pandey zufolge eine Kernfrage in der Entwicklung bei Nutanix. Hier bewähre sich das anwendungsorientierte Design, bei dem technische Lösungen und Regeln getrennt bleiben. "Man muss alles verschlüsseln können und überall Zwei-Faktor-Authentifizierung anbieten können", erklärt der Nutanix-Chef. Was von all den technischen Möglichkeiten für die Sicherheit bei einem Rollout wirklich zum Einsatz kommt und wie, richtet sich dann nach den Anforderungen des Kunden, was die Einhaltung anwendbarer rechtlicher Rahmenbedingungen umfasst.

Weitere Informationen:

Fotos zur Veranstaltung stehen unter https://fotodienst.pressetext.com/album/3637 als Download zur Verfügung.

www.pressetext.com
 

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