Anzeige

Online-Banking

Insgesamt haben Deutsche wenig Vertrauen in die Datensicherheit auf Online-Plattformen. Trotzdem übernehmen die Nutzerinnen und Nutzer auch immer noch zu wenig Eigenverantwortung durch eigene Sicherheitsmaßnahmen. 

  • Onlinebanken bekommen in Sachen Datensicherheit das meiste Vertrauen der Nutzerinnen und Nutzer (59,4 Prozent)
  • Nur jeder Dritte (32,1 Prozent) setzt auf Zwei-Faktor-Authentifizierung
  • Mehrheit der Deutschen (57 Prozent) nutzt verschiedene Passwörter und Anmeldedaten im Netz        

Das höchste Vertrauen mit rund 60 Prozent attestieren die Befragten mit Abstand Onlinebanking-Anbietern. Den Online-Services des Staates wie beispielsweise dem Online-Ausweis traut lediglich jeder Vierte (25,9 Prozent) zu, verantwortungsvoll mit den eigenen Daten umzugehen. Das ergab eine repräsentative Meinungsumfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des eco – Verbands der Internetwirtschaft e. V. 

Auch bei Onlineshopping-Portalen sind Nutzerinnen und Nutzer skeptisch: Nur 16,8 Prozent glauben an einen verantwortungsvollen Umgang mit ihren Daten in Onlineshops. Am wenigsten vertrauen die Deutschen sozialen Netzwerken, hier sehen nur 3,3 Prozent ihre persönlichen Daten in guten Händen. Knapp jeder Dritte (30,8 Prozent) Befragte sagt, er schreibe keiner der angegebenen Plattformen einen verantwortungsvollen Umgang mit seinen Daten zu.

Verschiedene Passwörter und Anmeldedaten für mehr Datensicherheit 

Obwohl das Vertrauen in vielen Bereichen gering ist, lassen viele Befragte die gebotenen Möglichkeiten, ihre Daten zu schützen, ungenutzt. Mit 57 Prozent nutzt zwar die Mehrheit der Deutschen unterschiedliche Passwörter und Anmeldedaten im Netz. „Viele Menschen verwenden jedoch immer noch die gleichen Zugangsdaten auf allen Plattformen und gefährden so ihre digitale Identität im Internet“, sagt Markus Schaffrin, Geschäftsbereichsleiter Mitgliederservices und Sicherheitsexperte des eco.

Mit 32 Prozent der Befragten nutzt nur ein Drittel eine 2-Faktor-Authentifizierung, wenn die Plattformen es anbieten. „Dies ist einer der sichersten Wege, um die eigenen Daten zu schützen“, erklärt Schaffrin. Er appelliert an Nutzer und Unternehmen zugleich: „Wir brauchen ein höheres Bewusstsein für die Sicherheit der eigenen Identität im Internet. Die 2-Faktor-Authentifizierung flächendeckend auf den Plattformen zu etablieren, ist dafür eine notwendige Voraussetzung“. Viele Nutzer kennen oder verwenden die Sicherheitsmethode jedoch noch nicht, obwohl sich dadurch ein stärkeres Vertrauen in die eigene Datensicherheit entwickeln könnte.

Je jünger die Nutzer, desto häufiger verwenden sie 2-Faktor-Authentifizierung 

Jüngere Personen haben eine stärkere Akzeptanz der sicheren Datenschutzmaßnahmen. Unter den 18-29-Jährigen verwenden bereits 41,5 Prozent die 2-Faktor-Authentifizierung. Allerdings ergreift ein kleiner Teil aller Befragten (14,4 Prozent) bisher noch gar keine Maßnahmen, um ihre Daten zu schützen. „Diese Nutzer sollten wir unbedingt für einen selbstbestimmten und sicheren Umgang mit ihrer digitalen Identität sensibilisieren“, schließt Sicherheitsexperte Schaffrin aus den Ergebnissen der eco Umfrage.

Das Meinungsforschungsunternehmen Civey hat im Auftrag des eco e. V. 2500 Personen zwischen dem 18.06 und dem 20.06.2020 befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für Personen, welche Online bestellen. Der statistische Fehler der Gesamtergebnisse liegt bei 3,3 Prozent.

www.eco.de
 


Artikel zu diesem Thema

WhatsApp Pay
Jul 31, 2020

Reality Check: Quo vadis WhatsApp Pay?

In Brasilien ist direkt nach der Einführung wieder Schluss und in Indien gibt es auch…
Mobile-Banking
Feb 06, 2020

Ist Mobile-Banking heute noch sicher?

Das 2-stufige Verifizierungsverfahren sowie Banking-Apps sind leider nicht mehr sicher!…
Online-Banking
Jul 17, 2019

5 Tipps für ein sorgenfreies Online-Banking

Es ist schnell und komfortabel, seine Finanzen online zu verwalten. Doch auch, wenn bei…

Weitere Artikel

Facebook

Datensicherheit bei Facebook: So können Sie das Risiko von Datendiebstahl verringern

Facebook-Mitglieder weltweit schreckten am Osterwochenende auf: Persönliche Daten von mehr als 530 Millionen Nutzer:innen sollen im Internet veröffentlicht worden sein. Darunter sollen auch Daten von rund sechs Millionen Menschen aus Deutschland sein.
Justitia

Warum IT-Experten härtere Regeln für Tech-Konzerne fordern

Die Corona-Pandemie dominierte im Jahr 2020 einen Großteil der Nachrichten und hat einen rasanten Digitalisierungsschub bewirkt. Damit kommt auch das Thema Datenschutz zurück auf die Tagesordnung. So wurde in Niedersachsen zuletzt der IT-Händler…
Post-Brexit Changes

Herkulesaufgabe Datenschutz: Datenaustausch zwischen EU und UK

Der Datenschutz stellt Unternehmen in der EU und Großbritannien vor große Herausforderungen. Sie sind darauf angewiesen, dass ein geregelter und sicherer Datenaustausch zwischen den Ländern bald gewährleistet wird. Vergleichbare Datenschutzverordnungen und…
Datenschutz

Bitkom zum Jahresbericht des Bundesdatenschutzbeauftragten

Aus Anlass der Veröffentlichung des Tätigkeitsberichts des Bundesdatenschutzbeauftragten (BfDI) erklärt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder:

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.