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Smart Home Security

Rund neun Millionen Haushalte in Deutschland sind nach Schätzungen des Statista Digital Market Outlooks bereits „smart“, das heißt vernetzt, zentral steuer- und programmierbar. Bis zum Jahr 2023 soll die Zahl der Smart Homes auf 13,5 Millionen steigen.

Die beliebtesten Geräte sind nach wie vor smarte Lautsprecher (Amazon Echo, Google Home etc.), aber auch Steuerknöpfe (Wandtaster, Drehknöpfe etc.) und Steckdoseneinsätze, mit denen man nicht-smarte Geräte zeitgesteuert automatisch ein- und ausschalten kann, werden gerne gekauft.

Doch mit dem Grad der Vernetzung des sogenannten Internet der Dinge (englisch Internet of Things oder IoT) steigen auch die Möglichkeiten für Cyberkriminelle, sich in Netzwerke einzuschleusen, um sensible Daten zu stehlen oder zu manipulieren, Nutzer auszuspionieren oder deren Geräte in ferngesteuerte Virenschleudern zu verwandeln.

Damit das smarte Zuhause nicht nur bequem, sondern auch möglichst sicher ist, sollten unbedingt die folgenden Security-Tipps beachtet werden.

1. Regelmäßige Updates

Wenn es um Cybersicherheit geht, ist die Aktualisierung von Software mittels Hersteller-Updates immer Regel Nummer eins. Updates bringen oft nicht nur neue Features und Verbesserungen, sondern schließen gefährliche Sicherheitslücken, durch die kriminelle Hacker in Ihr Netzwerk eindringen könnten. Achten Sie schon vor dem Kauf eines Smart-Home-Geräts darauf, dass der Hersteller Firmware-Updates über einen längeren Zeitraum zur Verfügung stellt. In der Regel werden Aktualisierungen automatisch heruntergeladen und installiert.

2. Sichern Sie Ihren Router

Der Router ist so etwas wie das Gehirn Ihres Smart Home. Er regelt den Datenaustausch zwischen den Geräten im WLAN und schützt Ihr lokales Netzwerk gleichzeitig vor Angriffen aus dem Internet. Prüfen Sie, ob Ihr Router über eine Firewall verfügt. Ist das der Fall, sollten Sie diese unbedingt aktivieren. Darüber hinaus sollten Sie das voreingestellte Passwort des Routers ändern und darauf achten, dass stets die aktuelle Firmware installiert ist. Ihr WLAN sollte unbedingt verschlüsselt sein. Ansonsten könnten sich Kriminelle spielend leicht Zugang auf Ihre Geräte verschaffen.

3. Standardpasswörter ändern

Voreingestellte Standardpasswörter für neue Geräte sind ein beliebtes Einfallstor für Cyberkriminelle. Noch leichter haben sie es nur, wenn es gar keinen Passwortschutz gibt. Deshalb sollten alle Geräte, die Sie zum ersten Mal ans Internet anschließen, mit einem langen, individuellen Passwort geschützt werden.

4. Verschlüsselte Kommunikation

Es kann vorkommen, dass Smart-Home-Geräte sensible Daten über das Internet verschicken. Etwa Informationen zu Ihren Bankkonten oder über Ihre Gesundheit. Deshalb ist es wichtig, dass Sie auf eine verschlüsselte Übertragung sensibler Daten achten, die ansonsten leicht von Kriminellen abgefangen und missbraucht werden können. Die Verschlüsselung sollte über HTTPS bzw. TLS erfolgen. Versichern Sie sich vor dem Kauf eines neuen Gerätes, dass es verschlüsselt kommunizieren kann.

5. Lokale Nutzung oder VPN

Viele Smart-Home-Geräte lassen sich bequem aus der Ferne steuern. Verbinden Sie Ihre Geräte aber nur dann mit dem Internet, wenn dies absolut notwendig ist. Ansonsten reicht es aus, sie über das lokale WLAN zu steuern. Denn was nicht mit dem Internet verbunden ist, kann von kriminellen Hackern auch nicht so leicht angegriffen werden. Wollen Sie dennoch in der Lage sein, von unterwegs Ihre Rollläden zu bedienen oder die Temperatur im Haus zu regeln, richten Sie ein Virtuelles Privates Netzwerk (VPN) ein. Ein VPN ist eine besonders gesicherte Verbindung, eine Art Tunnel, durch den Daten über das Internet in Ihr Heimnetzwerk gelangen. VPNs lassen sich mit modernen Routern problemlos einrichten. Verfügt Ihr Router nicht über diese Funktion, können Sie alternativ Ihren Computer mithilfe spezieller VPN-Software in einen VPN-Gateway verwandeln.

Ein vernetztes Zuhause ist bequem und verströmt einen Hauch von Science-Fiction. Allerdings steckt die Technologie rund um das Internet der Dinge noch weitestgehend in den Kinderschuhen. Sicherheitsaspekte haben für die Hersteller – und für viele Nutzer – bisher eine eher untergeordnete Rolle gespielt. Wer sein Heim zum Smart Home machen will, sollte sich der Gefahren bewusst sein und sich so gut wie möglich vor Eindringlingen aus dem Internet schützen.

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