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DDoS

Es ist bekannt geworden, dass die UK Labour-Partei auf einer ihrer digitalen Plattformen Opfer einer ausgefeilten Cyberattacke im großen Stil geworden ist.

Eine Sprecherin der Partei gab an, der Angriff sei aufgrund ihrer widerstandsfähigen Sicherheitssysteme fehlgeschlagen und "man sei sich sicher, dass es zu keiner Datenschutzverletzung gekommen sei.“ Die Sprecherin lässt sich weiterhin zitieren: "Die Sicherheitsprozesse und Vorkehrungen haben für einige Zeit unsere Kampagnenaktivitäten verlangsamt. Inzwischen haben wir aber sämtliche Prozesse wiederhergestellt, und alles läuft mit üblicher Geschwindigkeit ab. Wir haben den Vorfall dem National Cyber Security Center gemeldet." Technologiejournalist Rowland Mathorpe sagt, dass es sich offensichtlich um eine DDoS-Attacke handelt 

Dazu ein Kommentar von Sam Curry, CISO des Sicherheitsspezialisten Cybereason:

DDoS wurde erfunden, um die Verfügbarkeit von Diensten lahmzulegen, Geschäftsprozesse zu unterbrechen oder um dem taktischen Gegner eins auszuwischen. Die meisten DDoS-Attacken sind nicht unbedingt besonders ausgefeilt, und mit den richtigen Produkten und Services kann man sie verhältnismäßig gut in den Griff bekommen. Allerdings sind die meisten Unternehmen und Organisationen nicht auf hoch-volumige Angriffe mit hohen Bandbreiten gegen ihr Netzwerk vorbereitet oder auf solche, die sich gegen die Anwendungsebene richten. DDoS-Attacken sind zudem berüchtigt dafür, dass sie sich nur sehr schwer einem bestimmten Angreifer oder Akteur zuordnen lassen; seien es böswillig agierende Hacker, eine Gruppe verstimmter Hacktivsten oder - im unwahrscheinlichsten Falle - eine Gruppe, die mit staatlicher Unterstützung agiert. 

Wir bewegen uns auf den Brexit zu, im Vereinigten Königreich stehen am 12. Dezember Wahlen an und in den USA die Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr 2020. Die offensichtlich fehlgeschlagene Attacke auf die Labour Partei erinnert uns alle ein weiteres Mal daran, dass wir alles daran setzen sollten noch widerstandsfähiger zu werden. Ob es sich um eine simple DDoS-Attacke handelt, die man für kleines Geld im Internet mieten kann, oder um eine groß angelegte Attacke im Gigabit-Bereich ist dafür größtenteils irrelevant. Was diesen konkreten Angriff auf die Labour Party anbelangt, ist es für Spekulationen noch zu früh, ob es sich dabei tatsächlich um einen Versuchsballon handelt. Wenn man aber an zurückliegende Desinformations-Kampagnen denkt, die sich gegen die Wahlen in UK, den USA, aber auch in anderen Ländern gerichtet haben, dann können wir uns getrost auf weitere Angriffe dieser Art auf politischer Ebene einstellen. Und das wieder und wieder. 

www.cybereason.com
 


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