Sicherheitslücke

Cisco warnt vor neuer Zero-Day-Schwachstelle in SD-WAN

Cisco
Bildquelle: Judith Linine /Shutterstock.com

Cisco meldet die aktive Ausnutzung einer Sicherheitslücke im Catalyst SD-WAN Manager. Angreifer können Dateien überschreiben und Root-Rechte erlangen.

Cisco hat eine neue Sicherheitslücke im Catalyst SD-WAN Manager gemeldet, die bereits aktiv für gezielte Angriffe ausgenutzt wird. Die Schwachstelle wird unter der Kennung CVE-2026-20262 geführt und als Problem mittlerer Schwere eingestuft. Angreifer sind in der Lage, speziell präparierte HTTP-Anfragen an einen betroffenen API-Endpunkt zu senden. Dadurch können beliebige Dateien auf dem zugrundeliegenden Betriebssystem erstellt oder bestehende Daten überschrieben werden.

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Cisco erklärte zu den möglichen Folgen für das betroffene System: „Diese Datei könnte später verwendet werden, um Root-Rechte zu erlangen.“ Für eine erfolgreiche Ausnutzung muss der Angreifer allerdings bereits über gültige Zugangsdaten verfügen, die mindestens Schreibrechte auf dem System beinhalten. Ob die Angreifer für die bisherigen Angriffe kompromittierte Zugangsdaten missbraucht oder die Schwachstelle mit anderen Sicherheitslücken kombiniert haben, ist bislang unklar.

Staatliche Reaktionen und Fristen zur Behebung der Cisco-Schwachstelle

Der Netzwerkausrüster stellte fest, dass die Schwachstelle im Rahmen von begrenzten Angriffen ausgenutzt wird. Dies deutet laut Experten auf eine sehr zielgerichtete Operation eines hochentwickelten, möglicherweise staatlich unterstützten Akteurs hin. Bislang gibt es keine öffentlich zugänglichen Informationen über die genauen Hintergründe oder die Identität der Angreifer.

Die US-Sicherheitsbehörde CISA hat CVE-2026-20262 in ihren Katalog der bekanntlich ausgenutzten Schwachstellen aufgenommen. Die Behörde wies Bundesbehörden an, die Sicherheitslücke bis zum 29. Juni zu schließen. Es handelt sich hierbei bereits um die achte Sicherheitslücke in SD-WAN-Produkten von Cisco, deren aktive Ausnutzung im laufenden Jahr festgestellt wurde. Anfang des Monats, am 4. Juni, wurde bereits die Schwachstelle CVE-2026-20245 als Zero-Day-Lücke gemeldet, für die der Hersteller nach knapp einer Woche Patches bereitstellte.

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(red)

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