Anzeige

Digitale Identität

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor in Unternehmen, die sich während der Covid-19-Pandemie den veränderten Umständen – dem sogenannten „New Normal“ – angepasst haben, ist ein zukunftssicherer Ansatz zur digitalen Identität.

Als Vice President IoT & Technology Partnerships bei ForgeRock hat Gerhard Zehethofer die Ausnahmesituation, in denen sich Unternehmen nach wie vor befinden, hautnah miterlebt.

Er erklärt, warum das Management von digitalen Identitäten während Remote Arbeit so wichtig war und auch in Zukunft bleiben wird: „Der plötzliche Übergang zu massenhaftem Remote-Arbeiten hat zu einer explosionsartigen Zunahme ungesicherter Home Office-Arbeitsplätze geführt und viele IT-Abteilungen vor riesige Probleme bei der Skalierung gestellt.

Vorteile in Krisensituationen

Die Unternehmen, die bereits vor dem Lockdown über ein starkes Identitäts- und Zugangsmanagementsystem (IAM) verfügten, hatten einen klaren Vorteil in der Krisensituation. Denn sie hatten bereits die Grundlagen geschaffen, um die Identität der Belegschaft und den Zugang aus der Ferne sicher und geschützt zu verwalten. 

Ein effektives IAM-System führt dazu, dass Unternehmen die Steuerung und Entscheidungen darüber, welche Mitarbeiter Zugang zu welchen Anwendungen und Daten haben, zentral verwalten und verfolgen können. Das Risiko von unbefugten Zugriffen verringert sich so nachweislich. Ein IAM-System macht es außerdem einfacher, Sicherheitslücken zu schließen, indem die Authentifizierung verstärkt wird – entweder durch biometrische, kontextbasierte oder andere Multifaktor-Verfahren.

Die drei Dimensionen

Moderne IAM-Systeme unterstützen hier in drei Dimensionen: Sie sind modular und skalierbar aufgebaut und können an gesteigerte Anforderungen leichter angepasst werden als monolithische Systeme. Sie ermächtigen Unternehmen außerdem, die Vorlieben ihrer Kunden zu erkennen und bieten basierend darauf automatisiert maßgeschneiderte Lösungen für jeden Einzelnen. Zuletzt geben moderne Systeme dem Konsumenten zusätzliche Freiheiten, etwa beim Schutz der persönlichen Daten oder der Art der Authentifizierung. Eine weitere Veränderung, die durch die Krise angetrieben wird, ist auf Verbraucherseite zu beobachten: 

Wir haben Kunden, die über Nacht von einem Anstieg der Aktivitäten auf ihren digitalen Kanälen von bis zu 300 Prozent berichten. Technisch ist das eine Herkulesaufgabe, denn die Unternehmen müssen sowohl einen sicheren als auch einen performanten Zugang bei dramatisch gestiegener Last sicherstellen. Wir alle erwarten, dass unsere Transaktionen zügig und sicher abgewickelt werden. Ist das nicht der Fall, steigt die Unsicherheit und das Vertrauen in das jeweilige Unternehmen schwindet. Im schlimmsten Fall muss der Kunde nochmal alle Daten eingeben und ist danach immer noch unsicher, ob die Ware doppelt oder gar nicht bestellt wurde.

Es ist wahrscheinlich, dass das „New Normal“ in vielen Lebensbereichen von Dauer sein wird. Schon jetzt beabsichtigen beispielsweise 82 Prozent der Befragten einer kürzlich durchgeführten Gartner-Umfrage, Remote Work teilweise zuzulassen, auch wenn die Mitarbeiter prinzipiell an ihren Arbeitsplatz zurückkehren dürfen. Die richtige digitale Identitätsplattform wird als strategische Initiative hierbei von entscheidender Bedeutung sein.“

Gerhard Zehethofer, Vice President IoT & Technology Partnerships
Gerhard Zehethofer
Vice President IoT & Technology Partnerships, ForgeRock
(Bildquelle: ForgeRock)

Artikel zu diesem Thema

Cyber Security
Feb 18, 2021

Auch technisch versierte Unternehmen sind vor Sicherheitslücken nicht gefeit

CD Projekt, Entwicklerstudio hinter Rollenspiel-Blockbustern wie der Witcher-Serie und…
Feb 15, 2021

Mehr Sicherheit und bessere User Experience durch Integration von Verhaltensbiometrie

Biometrische Authentifizierungslösungen werden immer häufiger eingesetzt. Neben…
Cyber Security
Jan 05, 2021

New Normal, New Challenges - IT-Security & IAM 2021

Auch wenn für die weltweite Corona-Krise mit den Impfungen eine Lösung in Sicht ist, das…

Weitere Artikel

Spyware

Pegasus-Projekt: Wie kann man sich gegen die Spyware schützen?

Hunderte Journalist:innen und Oppositionelle sind Opfer der israelischen Spyware Pegasus geworden. Die Software kann unbemerkt auf die Smartphones der Zielpersonen installiert werden – mit verheerenden Folgen.
Cyber Security

Cybersecurity aktuell: Was wir heute von gestern für morgen lernen können

Der enorme Anstieg von Ransomware-Angriffen zeigt einmal mehr, wie verwundbar noch viele IT-Systeme in Unternehmen sind. Bis heute treffen zahlreiche Firmen nicht die richtigen Maßnahmen, um sich vor Cyberkriminellen effektiv zu schützen.
IT Sicherheit

Schwerwiegende Sicherheitslücke in Druckern von HP, Xerox und Samsung

Die Sicherheitsforscher von SentinelLabs, der Research-Einheit von SentinelOne, haben einen seit sechzehn Jahren bestehenden schwerwiegenden Fehler in HP-, Xerox- und Samsung-Druckertreibern entdeckt und dazu einen Forschungsbericht veröffentlicht.
Cybersecurity

So gestaltet sich mehrstufiger IT-Schutz

Arbeitet man in einem kleinen Unternehmen wird eine wichtige Sache oft vergessen: Computersicherheit. Da der Fokus mehr darauf liegt, Aufträge zu bekommen und zu erfüllen, rückt das Thema IT-Schutz eher in den Hintergrund.
Insider-Threats

Insider-Threats durch übermäßige Berechtigungen

Das Knacken des Codes, das Besiegen eines Endgegners oder das Entdecken eines verlorenen Schlüssels – all das sind Möglichkeiten, in Videospielen aufzusteigen.

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.