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Mit der Aufteilung physischer Hardware in virtuelle Maschinen, hat der Softwarehersteller VMware den Grundstein für den Megatrend Cloud Computing gelegt. Nun will das US-Unternehmen seine Kunden mit in die Wolke nehmen. Doch wie lassen sich unternehmenskritische Daten und Applikationen sicher in die Cloud umziehen?

VMware kennt die Bedenken großer und mittelständischer Unternehmen, mit der Cloud die Kontrolle über ihre IT zu verlieren. Der aktuelle Ansatz für Business-IT im Jahr 2012 ist deshalb ein privates Cloudmodell, mit der Rechenzentren auch intern die flexible Cloudtechnologie nutzen können.
 
Obwohl es allgemeiner Konsens ist, dass die Zukunft der IT im Cloud Computing liegt, sind sich viele Unternehmen, Systemhäuser und IT-Provider noch nicht einig darüber, welcher Ansatz der Beste ist. Seitens der Reseller stellt sich die Frage, ob sie die Cloud-Services großer Anbieter unverändert weiterverkaufen sollen. Oder sie modifizieren und dann als eigene anbieten? In den Aufbau von Rechenzentren investieren und eigene Dienste anbieten? Oder einen Mix dieser drei Möglichkeiten zur Verfügung stellen?
 
Viele wissen noch nicht, welchen Weg sie einschlagen möchten. Ein paar haben begonnen, eine Ansammlung unterschiedlicher Cloud-Services anzubieten, jedoch ohne eine klare Strategie oder einen Ansatz zu formulieren. Aber nicht nur den Anbietern, sondern auch vielen Unternehmen fällt es schwer, sich für einen bestimmten Cloudansatz zu entscheiden. Während einige unkritische Daten in die Cloud auslagern, haben es viele nicht eilig. Sie suchen nach einer Cloudlösung, die ihre individuellen Bedürfnisse und Unternehmensziele bestmöglich abbildet. Sie müssen den Mehrwert der Cloud – eine effizientere, flexiblere IT bei gleichzeitiger Kostenersparnis – nachvollziehen können.
 
Vielen Vertriebspartnern ist dabei nicht klar, dass sie bisher schon eine Art von Cloud Computing angeboten haben – die Virtualisierung. Jeder, der mit einer Virtualisierungssoftware seine Server zu einem einzigen Datenzentrum konsolidiert hat, um eine effizientere, kosteneffektive und skalierbare virtuelle IT-Umgebung zu schaffen, hat bereits eine Private Cloud implementiert. Das Ziel war in diesem Fall nicht die schrittweise Migration von Daten  auf eine hybride Cloudinfrastruktur, sondern die interne Nutzung für Unternehmensmitarbeiter.
 
Ergebnisse zählen
 
Für die Kunden von Cloud Computing-Services zählen in erster Linie die Ergebnisse und nicht so sehr die zugrunde liegenden Technologien oder Konzepte. Derzeit sind noch nicht alle Unternehmen gewillt, den Schritt von der Virtualisierung beziehungsweise der Private Cloud zu externen Providern zu gehen. Doch die Entscheidung für das Cloud Computing-Modell – ob Private, Public oder Hybrid Cloud – sollte nicht die originäre Handlungsgrundlage bilden. Sie ist zwar das Ziel, doch bis dahin gibt es viele praktische Zwischenschritte, die finanzielle und operative Vorteile mit sich bringen und einen Mehrwert für die Unternehmen schaffen. Diese Phasen eignen sich vor allem zur Konsolidierung von Anwendungen und Ressourcen, zur Effizienzsteigerung und Kostenreduktion, bessere Servicequalität für unternehmenskritische Anwendungen, Erhöhung der geschäftlichen Flexibilität – also überall dort, wo IT eine strategische Rolle erfüllt.
 
In den letzten zwölf Monaten haben viele Kunden ihre unternehmenskritischen Virtualisierungsapplikationen verdoppelt. Laut einer Studie von Gartner werden 76 Prozent aller großen Unternehmen bis Ende 2012 eine private Cloud-Strategie verfolgen. 2015 wird bereits mehr als die Hälfte der weltweit 1.000 Enterprise-Unternehmen auf externe Cloud Computing-Dienste angewiesen sein. Diese Entwicklung wird nicht über Nacht passieren. Die Kunden möchten ihre Bedürfnisse und Optionen genau abschätzen und prüfen. Im Moment scheint es für IT-Manager noch zu riskant, zu früh und zu viel in die Cloud auszulagern, denn: Die direkten und indirekten Kosten beim Scheitern der Cloudlösung wären immens.
 
Stattdessen ist damit zu rechnen, dass Unternehmen weiter verstärkt auf Virtualisierung setzen werden, um noch mehr Flexibilität, Skalierbarkeit und Kostenreduktion zu erhalten. Dafür benötigt man ein detailliertes, sorgfältiges Projektmanagement sowie das technische Know-how und ein Verständnis dafür, wie Unternehmen mit ihrer virtualisierten IT-Infrastruktur einen größtmöglichen Vorteil aus den Clouddiensten ziehen können. Mit diesem Verständnis im Gepäck können Anbieter ihren Kunden bei jedem Schritt der Reise in die Cloud zur Seite stehen.
 
Das System- und Beratungshaus Fritz & Macziol etwa bietet seinen Kunden eine Vielzahl an Möglichkeiten, ihre Rechenzentren von einem konventionellen Computermodell in eine Private Cloud zu transformieren. Aus eigener Erfahrung bei der Umstellung auf Cloud Computing sagt Martin Drissner, Brandleader Virtualization & Cloud Solutions: „Die richtige Basis-ITArchitektur ist am Anfang das Wichtigste. Damit vermeidet man eine Überversorgung und kann den Nutzern weiterhin eine optimale Performance bieten. Die technische Basis für die Implementierung einer Cloudumgebung ist ein hoher Virtualisierungsgrad, idealerweise von hundert Prozent. Nur so stellt man sicher, dass die Ressourcen den relevanten Benutzergruppen zugeteilt sind. Trotzdem sollte klar sein, dass Unternehmen im Gegensatz zu anderen IT-Projekten einige grundlegende Bedingungen treffen müssen, bevor sich eine Cloudumgebung aufsetzen lässt. Die vorrangige Frage ist, bis zu welchem Punkt ein Unternehmen bereit ist, bewährte Abläufe aufzugeben und sich im Sinne des neuen, modernen „IT as a Service-Modells“ zu öffnen.“
 
Eine natürliche Entwicklung
 
Wie die meisten Technologien wird auch die Umsetzung von Cloud Computing einige Zeit dauern. Die Kunden benötigen hierbei sowohl Ermutigung als auch Bestätigung; Reseller brauchen die Kompetenz und die Unterstützung ihrer Partner. Alle müssen geduldig, methodisch und professionell an die Sache herangehen. Dann werden die Reseller positive Ergebnisse erzielen und – noch wichtiger – ihre Kunden halten, sowie neue aufbauen. All das ist möglich, wenn individuelle Kundenbedürfnisse und Unternehmensziele optimal berücksichtigt werden.
 
Ralf Gegg, Partner Director CEMEA bei VMware  
 
Diesen Artikel lesen Sie auch in der it management , Ausgabe 1/2-2012.
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