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Magische 3 Quelle Folienmagie 700

Bild: Folienmagie

Ob 3-Minuten-Regel oder Trikolon: So spielen Sie mit der 3 in Ihrer Rede oder Präsentation. Manche können nicht bis drei zählen, andere brauchen ewig und drei Tage und bekanntermaßen sind aller guten Dinge drei. Bestimmte Zahlen besitzen eine hohe Bedeutung – in unserer Sprache und in unserem Alltag. 

Sie sind präsent und begleiten uns in jedem Vortrag, bei Meetings und im Rahmen von Argumentationen. Warum ist das so? Und wie hilft Ihnen die so genannte Dreiersymbolik in der nächsten Präsentation?

Eins, zwei, drei – das kennen Sie. Ob von einer Aufzählung oder weil dreimal auf Holz geklopft wird, wenn wir etwas besonders bekräftigen wollen. Dreimal wird „Toi, toi, toi!“ gewünscht, dreimal lassen wir das Geburtstagskind hochleben. Vielleicht kommt Ihnen das Sprichwort in den Sinn, dass der Dritte sich freut, wenn zwei sich streiten. Und wer an Karneval im Rheinland denkt, ist schnell beim Dreigestirn – bestehend aus Prinz, Bauer und Jungfrau. Aller guten Dinge sind eben drei, wie eine Redensart sagt.

Warum ausgerechnet drei? Sie könnten ja dreimal raten...

Seit Jahrtausenden taucht diese mystische Zahl in fast allen Kulturen und Religionen weltweit auf. In der Bibel sind es die drei Weisen aus dem Morgenland, die dem Jesuskind drei heilige Gaben bringen. Nach dem Tod Jesu dauert es drei Tage bis zur Auferstehung. Und die Trinität (Dreifaltigkeit) wird von Gott Vater, Sohn und dem heiligem Geist gebildet. Im buddhistischen Glauben gibt es Trinatna und in der Götterwelt des antiken Griechenlands ist von drei Parzen, drei Grazien, drei Gorgonen und drei Furien die Rede. Selbst Apollos schöne Phytia saß auf einem dreibeinigen Stuhl. Und der gefürchtete Höllenhund Zerberus hatte drei Köpfe. Auch in der jüdischen Religion spielt dieser Zahlenwert eine große Rolle und findet sich in der Kabbala – der Geheimlehre – wieder.

In vielen Märchen spielt die Drei als versteckte Botschaft eine Rolle. Bei Rumpelstilzchen hat die Königin drei Versuche, um dessen Namen zu erraten. Meist haben die Protagonisten auch bei guten Feen drei Wünsche frei. Das ist nicht nur für einen kleinen Dreikäsehoch das Richtige. Im esoterischen Denken spricht man von „Körper, Geist und Seele“ und bei der Transaktionsanalyse geht es um das Erwachsenen-, Eltern- und Kinder-Ich.

Man spricht der Drei eine hohe beschützende Wirkung zu, sie steht für Stabilität. Wer sich je auf einen dreibeinigen Stuhl gesetzt hat, weiß warum. Und so banal es klingt: Jeder Vortrag und jede Präsentation besteht aus drei wesentlichen Abschnitten: Anfang, Mitte und Schluss.

Die Dreiersymbolik in der Präsentation

Die großen Redner der Antike haben die so genannte 3er-Regel (Trikolon) erfunden. Sie steht für drei Glieder, von denen rege Gebrauch gemacht wurde. Noch heute zählt sie zu den elementarsten Stilmitteln in Reden, Präsentationen und Texten. Dahinter verbirgt sich die grundlegende Gliederung in drei Teile: Einleitung, Hauptteil und Schluss. Bei der Argumentation können Sie die Pro- und die Contra-Argumente nach der 3er-Regel gestalten. Nennen Sie Vorteile, Nachteile und Abwägung – oder nach der philosophische Triade: These, Antithese und Synthese.

Die 3er-Regel funktioniert aber nicht nur als Ordnungsprinzip, sie kann noch viel mehr. Schon bei den alten Rhetorikern wurde der Trikolon noch mit weiteren Stilelementen verknüpft. Beliebt war und ist weiterhin die Kombination mit einer Steigerung (Klimax) wie etwa bei dem Werbe-Slogan: „Gut, besser, Paulaner.“ Die Klimax ist eine Reihung von Wörtern oder Sätzen, die eine steigende Aussagenintensität aufweisen und sich stufenartig erhöht. Dabei wird das weniger Wichtige zum Wichtigsten gesteigert oder das Kleinste zum Größten. Dadurch wird eine Aussage ungemein verstärkt, diese Dramaturgie erzeugt Spannung in der Präsentation. In der TV-Werbung klingt das so: „Mein Haus, mein Auto, mein Boot.“ Oder denken Sie an den einprägsamen Werbeslogan für eine berühmte Schokoladentafel im quadratischen Format: „Quadratisch, praktisch, gut.“ Das ist der beste Beweis dafür, wie mächtig das eingesetzte Stilmittel ist. Der auffallendste Effekt der Klimax steckt in der Steigerung der Spannung. Zusätzlich erfüllt sie die Funktion, eine Aussage schrittweise einleuchtender, beeindruckender und attraktiver zu machen.

Arbeiten Sie mit gleichen Wortanfängen (Alliteration) wie bei „Mars macht mobil.“ Eine Alliteration würzt Ihre Präsentation mit einer gewissen Sprachmelodie und ist für die Zuhörer leicht zu merken. Deshalb eignet sie sich speziell für Appelle, Botschaften oder Kernsätze. Der Sinn der 3er-Regel liegt zum einen in der Betonung der Aussage, die Wichtigkeit wird unterstrichen. Zum anderen hört sich eine Aufzählung von genau drei Elementen für den Zuhörer am „rundesten“ an, wie Forscher herausgefunden haben.

Noch 3 Regeln

1. Die 3-Sekunden-Regel: Wenn Sie einen Artikel lesen, entscheidet sich in den wenigen Augenblicken und anhand der Schlagzeile, ob Sie weiter lesen. Ganz ähnlich in der Werbung: Stehen wir bei einer Werbeunterbrechung sofort auf, um unser Bier zu holen – oder warten wir noch einen Moment? Das hängt davon ab, was in den ersten drei Sekunden der Werbung passiert. Oder beim Buch-Kauf: Auch hier entscheiden die ersten Sekunden oft, wie wir das Cover finden – ob wir vielleicht noch kurz hineinblättern. Solche Entscheidungen fällen wir aus dem Bauch heraus in den ersten Sekunden. Das gilt auch für Ihre Präsentationen und Vorträge. Beginnen Sie also mit einem starken Start. Mit einer kurzen und knackigen Einleitung ziehen Sie das Publikum sofort auf Ihre Seite.

Am Anfang ist die Aufmerksamkeit am größten. Enttäuschen Sie Ihre Teilnehmer nicht mit langweiligen Einleitungen. Jeder Schauspieler, jeder Musiker, jede gute Referent weiß, wie entscheidend der erste Auftritt ist. Der Augenblick des ersten Eindrucks entscheidet, ob das Publikum mitgeht oder eine Mauer der Ablehnung baut.

Besonders wichtig ist der erste Satz. Von ihm hängt es oft ab, ob das Publikum den Redner mag, ob es berührt ist von dem Gesagten und ob es bereit ist, dem Redner in seinen Ausführungen zu folgen.

2. Die 3:30-Regel: Einen ersten Eindruck bilden wir uns binnen der ersten drei Sekunden. Interessiert uns die Sache, wenden wir weitere 30 Sekunden auf, um unsere Meinung zu festigen. Die ersten drei Sekunden sprechen das Gefühl an – der erste Eindruck entsteht spontan. Die folgenden 30 Sekunden spielen sich vor allem im Kopf ab: Der Zuhörer befasst sich inhaltlich mit dem Angebot, um festzustellen, ob der erste (gute) Eindruck bleibt.

3. Die 3-Minuten-Regel: Kommunikationswissenschaftler und Wahrnehmungspsychologen haben herausgefunden, dass die Aufmerksamkeit bei Reden nach drei Minuten rapide abnimmt. Ist das Thema bis dahin nicht getroffen oder wird keine Kernbotschaft erkannt, gehen die Gedanken im Publikum eigene Wege.

Meine 3 Top-Tipps:

Erstens: Gliedern Sie Ihre Präsentation in 3er Blöcke

Die Zuhörer können Ihrer Präsentation gebannt folgen, wenn Sie in Ihrem Aufbau 3er-Blöcke bilden. Nutzen Sie in der Gliederung zum Beispiel folgenden Muster: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Suchen Sie sich dafür ein charakteristisches Ereignis und bauen Sie eine Vorher-Nachher-Story auf. Oft passt ein Bezug zur aktuellen Situation. Auf diese können Sie hinleiten, die aktuelle Situation erklären und auf mögliche Entwicklungen. Dieser Ansatz eignet sich auch für Stegreif-Reden. Bei Ihrer Argumentation eignet sich die 3er-Regel für Vorteile, Nachteile, Abwägung. Diese Einteilung ist besonders für den Diskussionsteil Ihrer Präsentation geeignet. Runden Sie im dritten Teil durch die Nennung von Vor- und Nachteilen das Gesagte ab.

Zweitens: Nennen Sie nur drei Beispiele

Dahinter steckt die Kunst der Selbstbeschränkung. Viele Redner denken, sie müssten alles erzählen, was sie über das Thema wissen. Das Nennen von vielen Zahlen, Daten und Fakten, Fällen oder Beispielen geht meist auf Kosten der Analyse einzelner Schwerpunkte und lässt die Aufmerksamkeit der Zuhörer schnell schwinden. Daher meine Empfehlung: Wenden Sie bei der Fallanzahl die 3er-Regel konsequent an. Wenn Sie mit Beispielen oder Stories für einen Sachverhalt arbeiten, suchen Sie sich drei besonders wichtige aus und stellen diese genau vor. Das ist für Ihre Zuhörer interessanter – sie behalten die drei Beispiele besser im Kopf als wenn Sie zehn Dinge aufzählen.

Drittens: Benutzen Sie maximal drei Bullet-Points

Aufzählungszeichen töten oft genug die Aufmerksamkeit der Zuhörer. Wer nicht aufmerksam ist, kann sich auch nichts merken. Wenn Sie also Ihr Publikum nicht “erschießen” möchten, sollten Sie mit so wenig Aufzählungspunkten wie möglich auskommen. Die maximale Anzahl heißt also: drei pro Folie.

In diesem Sinne: „Aller guten Dinge sind drei!“ Denn man muss manche Dinge drei Mal machen, damit sie klappen. Viel Erfolg dabei.

Günter von Pritzbür

Uwe-Jürgen Günter-von Pritzbuer ist Visualisierungsexperte und Vertriebsprofi für emotionale Kommunikation. Er kreiert maßgeschneiderte emotionale Präsentationen für Trainer, Speaker und Manager und überarbeitet bereits bestehende Präsentationen. Daneben bietet er auch Präsentationscoaching an. Er hat sich seit mehr als 20 Jahren auf die Bereiche Verkauf und Führung spezialisiert. 

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