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BusinessmanFrüher maß man den Erfolg eines Chief Information Officers (CIO) daran, ob er den Laden am Laufen hielt. Seine Aufgabe bestand darin, die Funktionsfähigkeit des IT-Systems aufrechtzuerhalten und einen reibungslosen Betrieb sicherzustellen.

Im digitalen Zeitalter hingegen werden CIOs mehr und mehr auch zu Innovationsmanagern. Die IT erfüllt nicht mehr nur unterstützende Funktionen, sondern treibt die Erschließung neuer Märkte und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle maßgeblich voran.

CIOs geraten damit in einen gefährlichen Zwiespalt: Sie müssen einerseits ihren früheren Aufgaben nachkommen und dafür sorgen, dass IT-Systeme leistungsfähig, zuverlässig und sicher bleiben. Andererseits sehen sie sich dem Druck ausgesetzt, Innovationen immer schneller zu verwirklichen. Grund sind die neuen Marktanforderungen: Nicht nur das Anspruchsdenken der Kunden ist gestiegen, sondern auch die Geschwindigkeit, mit der Unternehmen agieren und neue Produkte entwickeln. Das beste Beispiel liefert die Software-Entwicklung, wo DevOps und agile Methoden es möglich gemacht haben, die Dauer typischer Release-Zyklen von ursprünglich mehreren Monaten auf heute wenige Tage zu reduzieren.

Klar ist: Wer mit der neuen Geschwindigkeit nicht mithalten kann, geht unter. Klar ist aber auch: Überstürztes Vorgehen birgt stets die Gefahr, dass etablierte Sicherheits-, Performance- und Verfügbarkeitsstandards auf der Strecke bleiben. Einer aktuellen Umfrage zufolge, die Micro Focus in Zusammenarbeit mit Ponemon durchgeführt hat, leidet die IT-Sicherheit in 62 Prozent der Unternehmen unter der hohen Innovationsgeschwindigkeit.

Wie können CIOs das Dilemma lösen? Wie sollen sie ihre neue Rolle interpretieren? Auf vier Kernkompetenzen kommt es an:

Innovation vorantreiben

Obwohl die Betreuung etablierter Systeme weiterhin ihre Kernaufgabe bleibt, stehen CIOs in der Pflicht, den Innovationsprozess in ihrem Unternehmen federführend zu gestalten. Diese Rolle fällt ihnen zu, weil sie oftmals die einzigen sind, die sowohl die Erfordernisse des Unternehmens als auch aufkommende technische Trends kennen und verstehen. Sie verfügen außerdem über zwei wertvolle Fähigkeiten: Erstens besitzen sie Erfahrung darin, technische Antworten auf wirtschaftliche oder organisatorische Herausforderungen zu entwickeln. Zweitens wissen sie, wie man technische Neuerungen implementiert, ohne dabei etablierte Prozesse aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Schneller liefern

Ein guter CIO denkt in zwei Dimensionen: Er hat die langfristige strategische Ausrichtung im Blick, trifft aber auch kurzfristig wirksame taktische Entscheidungen. Um das Tagesgeschäft zu unterstützen, konzentriert er sich auf solche Neuerungen, die einen unmittelbaren Mehrwert schaffen. Solche „Quick Wins“ stärken auch seine eigene Position im Unternehmen und machen deutlich, dass der von ihm eingeschlagene Kurs der richtige ist.

Trends evaluieren

Ob Cloud, Big Data oder das Internet der Dinge. Wann immer ein CIO mit einem neuen Trendthema konfrontiert wird, sollte er sich folgende Grundfrage stellen: Was bringt das meinem Unternehmen? Oft kann er so auf spannende Business Cases stoßen, manchmal aber auch nicht. In solchen Fällen ist es seine Aufgabe, rechtzeitig die Notbremse zu ziehen. Er muss verhindern, dass sein Unternehmen in leere Versprechungen investiert, zugleich aber auch sicherstellen, dass kein wichtiger Trend verschlafen wird. Hat der CIO ein wichtiges Innovationsfeld erkannt, steht er anschließend vor der Herausforderung, die neue Technik in die bestehende IT-Landschaft zu integrieren.

Pragmatisch sein

CIOs, deren Innovationsstrategie vorsieht, dass zunächst mal eine Planierraupe durch das Rechenzentrum fährt und die vorhandene IT dem Erdboden gleichmacht, haben keine Aussicht auf Erfolg. Ein kompletter Neustart ist aus wirtschaftlichen Gründen zumeist unmöglich, in funktionierenden Unternehmen aber auch gar nicht sinnvoll, da hierunter der unmittelbare Geschäftserfolg fast zwangsläufig leidet. Innovation bedeutet nicht immer, die größten und teuersten Ideen zu verwirklichen. Oft geht es darum, IT-Lösungen zu finden, die das kleinstmögliche Risiko bergen, schnell zu implementieren sind und sich sofort bezahlt machen.

Chief Information Officer, heutzutage gerne auch mal Chief Innovation Officer, die diese vier Kernkompetenzen mitbringen, schaffen den Spagat zwischen Innovation und Sicherheit. Ihre neue Rolle verlangt ihnen einerseits visionäre Voraussicht ab, andererseits aber auch eine gesunde Portion Pragmatismus. Ein guter CIO muss in der Lage sein, etablierte Prozesse zu schützen und gleichzeitig Raum für Weiterentwicklung zu schaffen. Seine Aufgabe ist, zwischen neuer und alter Technologie eine Brücke zu bauen.

www.microfocus.de
 

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