IT-Fachkräftemangel nimmt zu: Kompetente Mitarbeiter finden wird zum Problem

Seit Jahren entwickelt sich die Suche von Unternehmen nach kompetenten Mitarbeitern zu einem immer größeren Problem. Der Fachkräftemangel ist nicht nur in der traditionellen Industrie spürbar. Auch IT-Spezialist:innen werden rar und stellen Unternehmen vor großen Herausforderungen.

Zahl der nicht zu besetzenden Stellen steigt

Eine vom Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (kurz Kofa) im Oktober 2021 erstellte Analyse hat gezeigt, dass es zu diesem Zeitpunkt im Bereich IT etwa 28.700 Stellen gab, die sich nicht mit entsprechend qualifizierten Arbeitslosen besetzen ließen. Die genannte Zahl der offenen Stellen entsprach laut der Studie damals einem Anteil von ca. 53 Prozent.

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Die Zahlen des Bitkom e. V. sind noch alarmierender, denn laut einer Befragung von über 850 Unternehmen aus allen Branchen stieg die Zahl der freien Stellen im Jahr 2021 sogar auf 96.000, was einen Anstieg um 12 Prozent innerhalb eines Jahres bedeutete. Fast zwei Drittel aller Unternehmen sahen für das Ende des Jahres 2021 einen IT-Fachkräftemangel voraus und prognostizierten für die Zukunft eine weitere Verschärfung der Situation.

Aus dieser Situation ergibt sich die berühmte Notlage bezüglich einer fortschreitenden Digitalisierung. Diese kann nur durch die erforderlichen Fachkräfte vorangetrieben werden.

Externe Unterstützung bei der Rekrutierung von IT-Fachkräften

Die Hürde für viele Firmen besteht darin, dass interne Ressourcen oftmals überfordert sind mit der aktuellen Aufgabenstellung einer erfolgreichen Rekrutierung von Mitarbeitenden. Der beschleunigte Wandel des Arbeitsmarktes hat die lang funktionierende Verwendung von passiven Ausschreibungen mit der Nichtbesetzung von Stellen bestraft. “Unternehmen müssen sich von einem starren Anforderungsmuster lösen. Die meisten Tools und Anwendungen entwickeln sich so schnell, dass man sich natürlich sehr einschränkt, wenn man zum Beispiel nach einem MS Azure Cloud Architect mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung sucht.” so Philipp Riedel, CEO bei Avantgarde Experts.

Personaldienstleistungen können dabei unterstützen sich im hart umkämpften Bewerbermarkt zu bewähren. Unternehmen wie Avantgarde Experts bieten Unternehmen und Bewerbern gleichermaßen eine Plattform, auf der nach IT-Fachkräften Suchende und Bewerber:innen zueinanderfinden. Auffällig ist der Wunsch nach spezifischen Kenntnissen, um möglichst Lösungen für heute zu finden. “Tatsächlich kommen viele Unternehmen mit vergleichbar utopischen Vorstellungen auf uns zu. Wir beraten hier sehr oft unsere Kunden zunächst einmal zu Ihrem tatsächlichen Bedarf, bevor wir geeignete Kandidat:innen vorschlagen.”

Sehr detaillierte Stellenausschreibungen, die nicht nur die harten Fakten aufzählen, sondern auch Soft-Skills thematisieren. Es sollen Menschen an Unternehmen verschiedenster Branchen vermittelt werden, die nicht nur von ihren Fachkenntnissen her passen, sondern dem Suchenden Unternehmen auch als Mensch gefallen. Ein junges Team aus Recruiting-Fachleuten übernimmt bei einem solchen Personaldienstleister die Aufgabe, die passenden Persönlichkeiten zusammenzuführen und IT-Fachkräften neue Arbeitsverhältnisse anzubieten. Dazu können Bewerber:innen auf der Plattform ihre Vorteile und Einstiegsbereiche nennen, sich auf Freelancer-Projekte bewerben, sich zu freien Studentenjobs informieren oder einfach eine Initiativbewerbung verfassen.

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Wer sich an Personaldienstleister wendet

Die Erfahrung zeigt, dass sich eher Unternehmen an Externe wenden, die nicht über eine größere Personalabteilung verfügen. Oft nehmen Geschäftsführende oder Fachabteilungsleitende Kontakt auf nach eigenen Versuchen.

Diese IT-Fachkräfte sind am begehrtesten

Im Grunde werden sämtliche Berufsfelder innerhalb des Bereichs IT gesucht. Besonders häufig halten Unternehmen Ausschau nach folgenden Spezialist:innen:

  • Software-Entwickler:innen
  • Programmierer:innen
  • IT-Administrator:innen
  • Informatiker:innen
  • IT-Sicherheitsexpert:innen

Die Zeit drängt

“Die Gefahr, dass eine Gruppe junger agiler Gründer:innen die Position von etablierten Playern am Markt durch die Abbildung eines digitalen Geschäftsmodells ins Wanken bringt, ist für viele sehr präsent. Im Gegensatz zu vor 15 Jahren braucht heute jedes Unternehmen IT Expert:innen – und den meisten Unternehmen ist das heute (auch im Gegensatz zu früher) längst bewusst”.

Überlastung des Personals und ein Hemmen des Unternehmenswachstums sind nur einige Nachteile, wenn gewisse Positionen nicht besetzt werden. “Der Grad an Digitalisierung in einem Unternehmen generell – nicht nur in der IT-Branche – wirkt sich enorm auf die Attraktivität eines Arbeitgebers aus. Arbeitnehmer:innen erwarten heute ganz selbstverständlich ein modernes Arbeitsumfeld mit innovativen Strukturen und Prozessen.”

Der Mangel an IT-Fachkräften ist vor allem dem Anstieg des Bedarfs an diesen Berufsgruppen geschuldet. Der IT-Bereich hat sich in den letzten Jahren extrem weiterentwickelt und kommt in nahezu jeder Branche zum Einsatz. Mit der Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnik geht der Wunsch nach vertieftem Detailwissen einher, was zu einem weiteren Bedarfsanstieg führt. Die Verhandlungsposition der Informationstechniker wandelt sich noch immer zum Wohle der Arbeitnehmenden, die sich mit Bedacht eine der vielen offenen Stellen aussuchen können.
 

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