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Computer Ärger

Die Corona-Pandemie hat für einen Digitalisierungsschub gesorgt, das bestätigt die Mehrheit der deutschen Unternehmen (85 %), aber: Wenn es um den Einsatz neuer Tools für produktives Arbeiten und Kommunikation geht, fehlt es den Mitarbeitern in 43 Prozent der Unternehmen an Kenntnissen, wie diese Tools zu nutzen sind.

Ein Drittel (32 %) der Beschäftigten in deutschen Firmen empfindet die vorhandenen Tools als zu kompliziert. Zu diesem Ergebnis kommt der „People & Technology Report 2022“ von Markteffect im Auftrag von Fellowmind.

„Wir erleben derzeit einen digitalen Wandel, der – natürlich auch getrieben durch die Corona-Pandemie – in erster Linie von Technologien geprägt ist“, erklärt Adelhard Türling, Geschäftsführer von Fellowmind Germany. „Aber entscheidend sind immer noch die Menschen, die es zu motivieren und zu befähigen gilt, neue Tools und Systeme zu nutzen. Hier sehen wir die größte Herausforderung der Digitalisierung und zugleich das größte Potenzial, um Unternehmen erfolgreich zu transformieren. Dies gelingt nur, wenn man smarte Lösungen mit passionierten Menschen zusammenbringt.“

Die Top 3-Herausforderungen in Europa

Ein Mangel an speziellen IT-Fähigkeiten im Unternehmen (27 %), Widerstand gegen organisatorische Veränderungen (26 %) und das Fehlen einer klaren Strategie (23 %) sind die größten Herausforderungen, die europäische Unternehmen von der digitalen Transformation ihres Geschäfts abhalten. Dem People & Technology Report 2022 ging eine Befragung von mehr als 3.000 IT- und Business-Entscheidern in sechs europäischen Ländern voraus, die zeigte: 49 Prozent der Befragten investieren in Tools für die Online-Kollaboration. Darüber hinaus schult mehr als ein Drittel der Befragten ihre Mitarbeiter, um den digitalen Wandel voranzutreiben. 31 Prozent stellen digitalaffine Führungskräfte ein, um für die Zukunft gerüstet zu sein.

Deutsche Unternehmen investieren in „Remote Work and Communication“

Bei der Investition in neue Technologien steht bei knapp der Hälfte der deutschen Unternehmen (47 %) eine bessere interne Remote-Zusammenarbeit im Vordergrund, dicht gefolgt von der Möglichkeit, auch mit Kunden über die Distanz besser interagieren zu können (40 %). Kein Wunder, dass deutsche Unternehmen im letzten Jahr vor allem Geld für Videokonferenz-Lösungen (43 %) und Tools für Customer Relationship Management (CRM) sowie Customer Engagement (36 %) in die Hand genommen haben – und mit diesen Investitionen auch über dem europäischen Durchschnitt liegen.

Weitere Ergebnisse der Studie für Deutschland

  • Nach Ansicht der deutschen Unternehmen gehört die Corona-Pandemie neben Cyber Security zu den größten Innovationstreibern auf dem Markt. Investitionen in Cloud-Lösungen, Chatbots, Hardware und Videokonferenz-Lösungen sind die Folge.
     
  • Vor Beginn der Pandemie waren nur 10 Prozent der deutschen Unternehmen vollständig für Remote Work ausgerüstet. Nur in Dänemark (6 %) und Finnland (9 %) war man schlechter vorbereitet.
     
  • Fast die Hälfte der deutschen Unternehmen (49 %) nutzt mittlerweile Videokonferenzen für die Kundenkommunikation. Hier liegt Deutschland gegenüber den anderen europäischen Ländern weit vorn. E-Mail (69 %) und Telefon (59 %) bleiben aber die häufigsten Kommunikationskanäle.
     
  • Um die Kundenkommunikation zu verbessern, setzt mehr als ein Drittel der deutschen Unternehmen (35 %) auf Künstliche Intelligenz (KI). Weitere 38 % planen den Einsatz von KI-Tools höchstwahrscheinlich in den kommenden 12 Monaten. Kleinere Unternehmen bis zu 50 Mitarbeitern sind bei Investitionen in KI eher zurückhaltend: Fast die Hälfte investiert nicht in KI und plant dies auch nicht (48 %). Vorreiter in Sachen KI sind dänische und finnische Unternehmen.
     
  • Rund ein Viertel der deutschen Unternehmen (26 %) sieht Mitarbeiterschulungen als entscheidend für die Sicherung eines künftigen Wettbewerbsvorteils an, um die digitale Transformation zu fördern.
     
  • 43 Prozent der deutschen Unternehmen nutzen bereits Videos oder Webinare, um Wissen über Prozesse und Arbeitsmethoden zu sichern und an neue Mitarbeiter weiterzugeben. Weitere 25 Prozent planen, dies zu tun.

www.fellowmindcompany.com 


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