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Generations

Die Corona-Pandemie hat den Arbeitsalltag in Deutschland auf den Kopf gestellt und digitale Technologien zu einer unerlässlichen Voraussetzung für viele Unternehmen gemacht. Eine Herausforderung, vor allem für viele ältere Arbeitnehmer.

So zeigt der aktuelle State-of-Work-Report von Workfront, einem Adobe-Unternehmen*, dass die ältere Generation X (1965 bis 1980 geboren) öfters Schwierigkeiten in ihrem neuen Arbeitsalltag hat. So hat ein Viertel (26 Prozent) besonders Probleme mit den neuen Technologien (nur ein Fünftel mit 21 Prozent der Millenials).

Personalverantwortliche sollte vor allem bei diesen drei Erkenntnissen der Studie aufhorchen: 

  • Ältere Arbeitnehmer fühlen sich seit Beginn der Pandemie weniger dazu in der Lage, Ideen und Vorschläge zu kommunizieren (65 Prozent, Abnahme von 7 Prozent).
     
  • Die Hälfte fühlt sich durch schlechte Kommunikation mit ihren Kollegen in ihrer Arbeit beeinträchtigt.
     
  • Sie sind demotivierter als ihre jüngeren Kollegen (Unterschiede von 8 Prozent).

Ein Blick nach Großbritannien und die USA zeigt eine deutsche Sonderposition in der Einstellung der Mitarbeiter: Hier hat sich die GenX besonders gut mit den neuen Arbeitsbedingungen arrangiert und stellt heute sogar größere Anforderungen an die technische Ausstattung ihres Arbeitsplatzes als ihre jüngeren Kollegen und würde eine schlechte Ausstattung auch vermehrt mit einer Kündigung abstrafen. In Deutschland hingegen orientieren sich ältere Arbeitnehmer noch immer stärker an traditionellen Werten wie dem Gehalt, wenn es um ihre Wünsche und Anforderungen am Arbeitsplatz geht.

Millenials ist es hingegen deutlich wichtiger, dass sie sich bei ihrer Arbeit erfüllt fühlen—unabhängig davon, was am Ende des Monats auf dem Gehaltszettel steht (44 Prozent, GenX 35 Prozent). Des Weiteren fordern sie aktiv gute Technologie am Arbeitsplatz ein – mit Konsequenzen, falls diese Anforderungen nicht erfüllt werden:

  • 29 Prozent (Zunahme von 3 Prozent) haben bereits ein Stellenangebot aufgrund veralteter Arbeitsplatztechnologie abgelehnt, jedoch nur 16 Prozent der Gen X.
     
  • Fast ein Drittel (32 Prozent) hat sich bereits auf eine Stelle beworben, da sie von guter technischer Ausstattung gehört hatten - nur 19 Prozent der älteren Arbeitnehmer hält das für ein wichtiges Bewerbungskriterium.
     
  • 23 Prozent der jüngeren Arbeitnehmer haben schonmal ihren Job gekündigt, da sie sich durch die Technologie in ihrer Arbeit eingeschränkt gefühlt haben (GenX: 12 Prozent).

Neben spannenden Einblicken in die Generationsunterschiede bietet der aktuelle Report State of Work interessante Erkenntnisse zur veränderten Arbeitsweise durch Covid-19 und die komplizierte Beziehung, die Mitarbeiter zur Technologie haben.

Weitere Informationen:

Den vollständigen State of Work finden Sie hier.

*Mehr als 1000 Deutsche wurden kurz vor Covid-19 im Februar 2020 und dann erneut im Dezember 2020 befragt.

www.workfront.com/de
 


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