Anzeige

Anzeige

Home Office

„Große Aufregung – der erste Tag im Homeoffice steht an und Sie sind hochmotiviert. Ach, du schöne neue Arbeitswelt, denken Sie sich, was eröffnest du uns nur für ungeahnte Möglichkeiten. Aber Moment: Haben Sie etwa Ihren Kalender im Büro vergessen?

Das Passwort für das E-Mail-Konto klebt auch noch als Zettel am Bildschirm und wo ist eigentlich diese eine furchtbar wichtige Datei nochmal abgespeichert? Wenn Sie sich beim Lesen dieses Szenarios nickend wiedererkannt haben, geht es Ihnen wahrscheinlich wie einem Großteil der Deutschen mit Bürojob. Im Jahr 2013 belächelten viele Angela Merkel für die Bemerkung, das Internet sei für uns alle Neuland, doch wie gut sich das Urteil der Kanzlerin auch heute noch – zumindest auf den Bereich Arbeit – übertragen lässt, machte vor allem die Corona-Pandemie deutlich. Erheblich weniger Menschen entscheiden sich in diesem zweiten Lockdown für den Arbeitsplatz zu Hause. Zu viele technische Unannehmlichkeiten brachte die erste Erfahrung hervor. Jahrelanger Entwicklungsrückstand im Bereich Digitalisierung sowie bei Kompetenzen für dezentrales Arbeiten holen Unternehmen und ihre Mitarbeiter eben nicht über Nacht auf. Doch gerade die steigende Verbreitung von Covid-19 an Arbeitsplätzen bietet Anlass zum Handeln und macht eine schnelle Rückkehr ins Homeoffice notwendig.        

Für das Allgemeinwohl an den Küchentisch

Wer hätte es für möglich gehalten, dass bloßes Zuhausebleiben eines Tages Leben retten würde? Dennoch fällt die neue Devise zumindest für das Thema Heimarbeit unter das Motto ‚leichter gesagt als getan‘: Denn weder möchte der Chef auf die volle Arbeitskraft seines Mitarbeiters verzichten noch will Letzterer sich permanent mit Komplikationen wie schlechter Verbindung oder mangelnder Organisation herumschlagen. Beides steht natürlich im Verhältnis zueinander und gelingt nur mithilfe klar ausgearbeiteter digitaler Strukturen. Sei es das regelmäßige Nutzen von Videokonferenzen über den firmeneigenen Zoom-Account, die dezentrale Aufgabenverteilung durch CRM- sowie Instant-Messaging-Software oder die simple Speicherung aller relevanten Dokumente und Daten in eine für alle erreichbare Cloud – der Schritt aus dem Büro will nachhaltig vorbereitet sein. Hatten Unternehmen vor dem ersten Lockdown noch sehr wenig Zeit, sich der neuen Situation anzupassen, stellte nun der vergangene Sommer eine Möglichkeit zur Weiterentwicklung dar. Wer sich und seine Mitarbeiter nun noch immer nicht gewappnet sieht, sollte dies schnell ändern: Die Forderungen aus Politik und Gesellschaft nach einer Homeoffice-Pflicht werden mit jedem Tag lauter.

Last-Minute-Digitalisierung

Damit die Belegschaft nicht plötzlich vor verschlossenen Bürotüren steht und in ihren eigenen vier Wänden aufgrund von schlechter Vorbereitung nichts weiter tun kann, als Däumchen zu drehen, müssen eventuell betroffene Unternehmen das Thema spätestens jetzt angehen. Eine Möglichkeit, kurz vor Toresschluss noch die wichtigsten Dokumente zu digitalisieren, bietet das Scannen. Mit geringem Aufwand lassen sich relevante Papiere so für alle sichtbar und zugänglich machen – vorausgesetzt, die restliche Infrastruktur ist durch dezentrale Speicherung auf Remote Work ausgelegt. Sollen nicht nur klassische Hardcopys erstellt, sondern sogar Informationen und Daten aus dem jeweiligen Dokument extrahiert und automatisch weiterverarbeitet werden, bieten sich Softwareoptimierungen für die büroeigenen Multifunktionsgeräte an. So zeigen sich handelsübliche MFPs in der Lage, ein ganzes Büro per Knopfdruck Homeoffice-fit zu machen. Wo die Corona-Pandemie bereits als Digitalisierungs-Katalysator gearbeitet hat, müssen Unternehmen den nächsten Schritt nun selbst gehen. Dass Homeoffice auch abseits der aktuellen Situation deutliche Vorteile für Arbeitnehmer und -geber bereithält, gilt mittlerweile als hinlänglich bewiesen – doch müssen die technologischen Voraussetzungen gegeben sein. Wer jetzt damit beginnt, sich dieses Fundament zu bauen, profitiert auch noch lange nach der Pandemie davon.“         

Myrko Rudolph, Geschäftsführer
Myrko Rudolph
Geschäftsführer, exapture GmbH

Artikel zu diesem Thema

Rechenzentrum
Feb 11, 2021

Homeoffice und Online-Handel lassen Rechenzentren sprießen

Mit der Schließung von Geschäften, Schulen, Büros und Kinos hat die Corona-Pandemie der…
Supply Chain
Feb 10, 2021

Bei der Digitalisierung der Supply Chains kommen verstärkt Vor-Ort-Dienstleister zum Zug

Die Digitalisierung der Lieferketten hat im vergangenen Jahr pandemiebedingt deutlich an…
Zoom
Jan 21, 2021

US-Studenten bei Zoom-Calls oft kamerascheu

Viele US-Studenten wollen bei Zoom-Calls für Lehrveranstaltungen ihre Kameras nicht…

Weitere Artikel

Freelancer

Selbstständig als IT-Experte und Steuern: Das ist wichtig

Bei IT-Spezialisten, die sich selbstständig machen beziehungsweise als Freelancer aktiv sind, ist es nicht anders als mit anderen Branchenexperten auch: Sie möchten ihre Kernkompetenzen und ihre Umsätze fokussieren, sich aber möglichst wenig mit Regelungen…
Führungskraft

Pool an qualifiziertem Personal verkleinert sich zunehmend

In leitender Position ein Unternehmen zu führen und mitzugestalten erfordert Passion und einen starken Durchsetzungswillen, der in der heutigen Gesellschaft scheinbar immer mehr an Bedeutung verliert.
Home Office

Remote Work: Drei von vier Deutschen sind gegen Bürozwang

Mehr als ein Jahr nach dem Beginn des ersten bundesweiten Lockdowns möchten viele Arbeitnehmer nicht mehr zu ihrer früheren Arbeitsweise zurückkehren. Das ergab eine neue Studie von Okta, Anbieter von Cloud-Lösungen für das Identity und Access Management, und…
Leader

Agil führen, aber wie?

Wer die Schlüsselkompetenzen erfolgreicher Unternehmer oder Führungskräfte analysiert, stellt fest, dass sich sechs Fähigkeiten und Herangehensweisen herauskristallisieren, die den Erfolg agiler Führungspersönlichkeiten ausmachen. Aber auch moderne…

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.