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Soziale Netzwerke

Quelle: Zhur_Sa - Shutterstock.com

Soziale Medien wie Facebook, Instagram und Co. gewinnen immer mehr an Bedeutung – mehr als die Hälfte der Deutschen nutzt sie, in der jüngeren Zielgruppe der 16 bis 24 Jährigen sind sogar etwa 9 von 10 auf sozialen Netzwerken vertreten. Um ihre Zielgruppen auch auf diesem Wege zu erreichen, sehen sich inzwischen auch viele Unternehmen gezwungen, ein aussagekräftiges Profil anzulegen.

„Allerdings sollten sie sich vorher genau überlegen, welches Netzwerk am besten zu ihnen passt und welche Inhalte sie dabei kommunizieren wollen“, erklärt Mike Warmeling, Speaker und Erfolgstrainer aus Osnabrück sowie Gründer von Warmeling Consulting.

Qual der Wahl

Welche Plattform sich am besten für die Unternehmenskommunikation eignet, hängt stark von der eigenen Zielgruppe ab. Denn je nach Alter, Geschlecht, regionaler Herkunft und Interessen nutzt diese unterschiedliche soziale Medien. Auf Facebook und Youtube lässt sich beispielsweise eine sehr breite Masse erreichen, weil sich dort ein Querschnitt der Bevölkerung und somit Menschen aller Altersgruppen aufhalten. „Mithilfe von zielgerichteter Werbeschaltung lassen sich diese Gruppen bei Facebook nach verschiedenen Kriterien ansteuern. Da das Wachsen der organischen Reichweite oftmals lange dauert, bieten diese Ads eine schnelle Möglichkeit, um seine Sichtbarkeit zu erhöhen“, erklärt Mike Warmeling.

Bildlastige Medien wie Instagram und Snapchat eignen sich zur Ansprache einer jüngeren und größtenteils weiblichen Zielgruppe. Insbesondere Lifestylethemen rund um Fashion und Beauty erzielen hier eine hohe Reichweite. Werbung wird allerdings als lästig empfunden, deshalb sollte besser Influencer Marketing zum Einsatz kommen. Die Kurznachrichtenplattform Twitter stellt für die meisten Unternehmen nicht das optimale soziale Netzwerk dar, da dort hauptsächlich Prominente, Sportler und Nachrichtenkanäle hohe Followerzahlen erzielen. Wer im B2B-Bereich Kunden gewinnen will, sollte sich auf Business-Plattformen wie Xing und LinkedIn aufhalten. Diese eignen sich zusätzlich zum Employer Branding und zur Mitarbeitergewinnung.

Unterhaltung statt Werbung

Um eine hohe Reichweite zu erzielen, ist im Internet hauptsächlich Authentizität gefragt. Insbesondere Blicke hinter die Kulissen in Form von Fotos und Videos wecken Sympathien und lassen das Unternehmen menschlicher erscheinen. Plumpe Werbebotschaften kommen hingegen nicht gut an. Als Faustregel gilt: 80 Prozent informieren oder unterhalten und nur 20 Prozent verkaufen. „Sogenanntes Social-Media-Monitoring eignet sich, um relevante Themen und Trends der Zielgruppe zu identifizieren. Für Einsteiger gibt es zu diesem Zweck zahlreiche kostenlose Tools im Internet“, rät Mike Warmeling. Neben Text- und Bildpostings stellen insbesondere Videos das Medium der Zukunft dar, denn sie machen schon jetzt einen Großteil des Online-Traffics aus. Wer Videos auch auf seiner Homepage einbindet, kann seine Position im Google-Ranking zudem erheblich steigern.

Die optimale Videolänge liegt dabei unter 2 Minuten. Da im Internet die Emotionen häufig hochkochen, sollte sich jedes Unternehmen außerdem auf einen möglichen Shitstorm vorbereiten und schon vorab klären, wie in diesem Fall verfahren werden soll. Eine sachliche und ehrliche Kommunikation stellt dabei häufig die beste Strategie dar und oftmals beruhigt sich die Lage nach wenigen Tagen wieder. Abschließend gibt der Experte noch einen grundsätzlichen − aber dennoch häufig missachteten − Tipp: „Wer einen Social-Media-Account besitzt, sollte ihn auch nutzen. Dazu gehören regelmäßiges Posten, etwa zwei- bis fünfmal pro Woche, aber auch der enge Kontakt zu den Nutzern. Denn diese erwarten, dass ihre Kommentare und Nachrichten schnell beantwortet werden.“

Mike Warmeling, Speaker und Erfolgstrainer aus Osnabrück sowie Gründer von Warmeling Consulting, www.warmeling.consulting


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