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CFODiese vier Fähigkeiten helfen dem CFO (Chief Financial Officer) zum strategischen Partner der Geschäftsführung zu werden – und zum nächsten Anwärter auf den Chefsessel.

Dynamischere Märkte mit völlig neuen Geschäftsmodellen setzen CEOs unter Druck, Entscheidungen schneller, globaler und datengestützt zu treffen. Alleine kann kein CEO diese Aufgabe mehr stemmen – er wird den CFO fortan noch stärker mit einbinden. Fortschritte in der Technologie machen die rein administrative Buchhaltung ohnehin obsolet – kreatives und strategisches Denken ist nun auch in der Finanzabteilung gefragt. Der CFO wird zum Finanz-CEO.

Auf dem Weg dorthin kommt der Finanzvorstand nicht umhin, vier essenzielle Fähigkeiten und Fertigkeiten auszubauen. Nun gilt es, sich fortzubilden und Technologie zum eigenen Vorteil einzusetzen. Dann steht dem Finanzvorstand nicht nur die Zukunft offen, sondern auch der CEO-Posten selbst: Knapp die Hälfte (47%) der befragten CEOs nannte in einer KPMG-Studie den CFO als Anwärter auf den Thron.

1. Navigation

Unternehmen segeln heute in einem Meer aus Daten – mit dem CFO als Navigator: CFOs und ihre Teams müssen in Zukunft Daten über Kunden, Märkte und die Konkurrenz verstehen und in einen sinnvollen Zusammenhang mit den Finanzen des Unternehmens bringen können. Analysetechniken und vorausschauende Modellberechnung (Predictive Modelling) werden zum Standard gehören, um bessere Vorhersagen zu treffen. Der CFO muss dabei mit Echtzeiteinsichten in Unternehmenszahlen ebenso aufwarten wie mit strategischen Vorschlägen – etwa im M&A-Bereich – die er auf Basis seiner Zahlenübersicht erarbeitet.

2. Kommunikation

Der CFO der Zukunft wird extrovertierter sein. Er wird sich für die Herausforderungen anderer Abteilungen stärker interessieren und den Austausch suchen, etwa in Form von Arbeitserfahrung im Marketing oder Vertrieb. Dies ist nicht nur förderlich für seine Karriere, sondern stärkt vor allem auch seine Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen. In Zukunft wird es entscheidend für ihn sein, auch „Nicht-Finanzexperten“ Zusammenhänge zu erläutern: Statt zu zeigen, wie ein Quartal gelaufen ist, soll der CFO vielmehr Finanz- und Unternehmensperformance aussagekräftig und allgemeinverständlich darstellen und internen wie externen Stakeholdern präsentieren können.

3. Strategie

Wer Erfahrungen sammelt und im Datenmeer mit Leichtigkeit navigiert, der kann kritisch und global denken. Derart gewappnet, kann der CFO leichter nachvollziehen, wie fundamentale Umwälzungen und Wandel am Markt das eigene Geschäftsmodell beeinflussen. Er beurteilt Risiken und mögliche Auswirkungen auf die Finanzen des Unternehmens, um in die richtigen Innovationen zu investieren. Dafür muss er Risiken eingehen – und auch wenn diese kalkuliert sind, gehört dies traditionell nicht zu den beliebten Herausforderungen eines CFOs. Daher ist es umso wichtiger, dass er sich auf seine globale Übersicht über alle Zahlen im Unternehmen verlassen kann, um die Risikokalkulation fundiert durchzuführen und richtig abzuwägen.

4. Führungsstärke

Offen dafür zu sein, Risiken einzugehen, ist ein Schlüssel zur Führungsrolle – die Basis dafür bilden Wissen und Erfahrung. Neben dem eigenen Fachwissen und der erwähnten Datenübersicht sollte der CFO sich als Grundlage für risikoreiche Entscheidungen also ein umfangreiches Wissen über betriebliche Abläufe, Marktdynamik, Innovation und Transformation im Unternehmen aneignen. Mit diesem breiten Fundament kann der CFO seinen Geschäftssinn schärfen und gewissermaßen „mit der CEO-Kappe“ denken. Er findet so Wege, neues Kapital zu erschließen, plant Expansionen und hat die besten Karten, dem CEO zu gegebener Zeit nachzufolgen.

Christoph KulChristoph Kull leitet bei Workday als Geschäftsleiter Vertrieb und Marketing DACH ganzheitlich die Geschäfte in dieser Region. Er verfügt über mehr als 17 Jahre Erfahrung in der Software Branche. Vor seiner jetzigen Position bei Workday war er acht Jahre bei SAP als Vice President Database & Technology DACH sowie in verschiedenen anderen Führungsrollen im Vertrieb tätig. Davor gründete und leitete Herr Kull eine Management Beratungsfirma (alsus).
 


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