KI als Partner im Laboralltag

ChatGPT-Bericht: Wenn KI zum Forschungspartner wird

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Bildquelle: Tada Images / Shutterstock.com

Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend zu einem festen Bestandteil wissenschaftlicher Arbeit.

Ein aktueller Bericht von OpenAI zeigt, dass Forschende ChatGPT immer häufiger nicht nur als Werkzeug, sondern als aktiven Unterstützer in komplexen naturwissenschaftlichen und mathematischen Fragestellungen nutzen. Die Nutzung hat sich innerhalb eines Jahres deutlich intensiviert und spiegelt einen Wandel im Forschungsalltag wider.

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Wachsende Nutzung auf Forschungsniveau

Weltweit werden jede Woche mehrere Millionen Anfragen zu anspruchsvollen Themen aus Mathematik, Physik, Chemie, Biologie und Ingenieurwissenschaften an ChatGPT gestellt. Die Zahl der entsprechenden Nachrichten ist im Jahresvergleich um rund die Hälfte gestiegen. Parallel dazu nutzt eine stetig wachsende Gruppe von Forschenden die KI regelmäßig für Aufgaben, die klar auf Hochschul- und Forschungsniveau liegen. Damit wird deutlich: KI-gestützte Systeme sind längst nicht mehr nur Lernhilfen, sondern Teil professioneller wissenschaftlicher Arbeit.

Von der Recherche bis zur Simulation

In der Praxis zeigt sich der Einsatz von KI entlang nahezu aller Schritte des Forschungsprozesses. Sie unterstützt bei der Sichtung und Zusammenfassung wissenschaftlicher Literatur, hilft beim mathematischen Ableiten komplexer Zusammenhänge, beim Schreiben und Debuggen von Code sowie bei der Analyse großer Datensätze. Auch bei der Planung von Experimenten oder der Unterstützung von Simulationen wird KI zunehmend eingebunden. Statt isolierter Einzelaufgaben entsteht so eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine.

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Warum Forschung neue Werkzeuge braucht

Wissenschaftliche Erkenntnisse sind die Grundlage für medizinischen Fortschritt, technologische Innovation und wirtschaftliche Entwicklung. Gleichzeitig wird Forschung immer komplexer, während die Zahl der Menschen, die aktiv an neuen Erkenntnissen arbeiten, sehr gering bleibt. Nur ein Bruchteil der Bevölkerung trägt die Hauptlast wissenschaftlicher Grundlagenarbeit. Hinzu kommt, dass viele Arbeitsmethoden und Werkzeuge seit Jahrzehnten kaum grundlegend modernisiert wurden.

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Die Folgen sind spürbar: Trotz technologischer Fortschritte sinkt in vielen Bereichen die Produktivität der Forschung. Besonders deutlich wird dies in der Medizin, wo zwischen der Entdeckung eines Wirkstoffs und der Zulassung eines Medikaments oft mehr als ein Jahrzehnt vergeht. Diese langen Zyklen verzögern den Nutzen für Patientinnen und Patienten erheblich.

Beschleunigung durch intelligente Unterstützung

Hier setzt der Einsatz von KI an. Indem sie zeitaufwendige Tätigkeiten wie Informationsbeschaffung, Dokumentation oder erste Analysen übernimmt, kann sie Engpässe im Forschungsprozess reduzieren. Hypothesen lassen sich schneller formulieren, prüfen und verwerfen, während Forschende mehr Zeit für kreative und strategische Entscheidungen gewinnen. Auf diese Weise erhöht sich die effektive Kapazität einzelner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ebenso wie die von ganzen Teams.

Die Beobachtungen aus dem OpenAI-Bericht deuten auf einen grundlegenden Wandel hin: KI wird zunehmend zu einem kollaborativen Element im Forschungsalltag. Sie ersetzt keine wissenschaftliche Expertise, kann diese aber gezielt ergänzen und verstärken. Damit entsteht das Potenzial, wissenschaftliche Prozesse nicht nur effizienter zu gestalten, sondern auch den Fortschritt in zentralen gesellschaftlichen Bereichen spürbar zu beschleunigen.

Pauline

Dornig

Online-Redakteurin

IT Verlag GmbH

Pauline Dornig joined the IT Verlag team as an online editor in May 2020. (pd)
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