Bitkom-Umfrage

KI als Chef? Jeder Dritte hält das für realistisch

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Künstliche Intelligenz verändert den Arbeitsalltag in Deutschland spürbar. Laut einer aktuellen Bitkom-Umfrage halten viele Beschäftigte nicht nur ihre eigene Tätigkeit, sondern auch die Rolle ihrer Vorgesetzten für durch KI ersetzbar. Gleichzeitig wächst der Einsatz von KI-Anwendungen in Unternehmen deutlich.

KI könnte laut Beschäftigten sogar Führungskräfte ersetzen

Künstliche Intelligenz wird von vielen Erwerbstätigen inzwischen als ernstzunehmender Faktor für den Arbeitsmarkt betrachtet. Besonders bemerkenswert ist dabei der Blick auf Führungskräfte. 29 Prozent der Beschäftigten in Deutschland sind überzeugt, dass ihre Vorgesetzten durch KI ersetzt werden könnten. Die eigene Position sehen viele hingegen etwas sicherer. Nur 23 Prozent halten ihre eigene Tätigkeit für weitgehend durch KI ersetzbar. Dennoch zeigt die Umfrage deutlich, dass die Diskussion um KI und Arbeitsplätze längst in den Unternehmen angekommen ist.

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Für die repräsentative Befragung im Auftrag des Bitkom wurden 1.003 Personen ab 16 Jahren in Deutschland befragt, darunter 550 Erwerbstätige.

KI verändert bereits den Stellenmarkt

Die Auswirkungen von KI auf Beschäftigung sind laut den Befragten bereits sichtbar. 22 Prozent geben an, dass in ihrem Unternehmen Stellen nicht mehr nachbesetzt oder sogar abgebaut werden, weil KI entsprechende Aufgaben übernimmt. Damit rückt die Debatte um Automatisierung, KI-gestützte Arbeitsprozesse und den digitalen Wandel stärker in den Fokus. Besonders Unternehmen mit Fachkräftemangel setzen zunehmend auf KI-Technologien, um Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten.

Susanne Dehmel aus der Geschäftsleitung des Bitkom verweist in diesem Zusammenhang auf die demografische Entwicklung. In den kommenden Jahren werde es in Deutschland mehr Arbeit als Arbeitskräfte geben. KI könne dabei helfen, die entstehende Arbeitskräftelücke zu schließen.

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Viele Beschäftigte nutzen bereits KI-Anwendungen

Auch im Arbeitsalltag wächst die Verbreitung von KI-Anwendungen deutlich. 38 Prozent der Erwerbstätigen erhalten laut Umfrage bereits Zugriff auf entsprechende KI-Werkzeuge ihres Arbeitgebers. 27 Prozent nutzen diese Anwendungen aktiv. Weitere 11 Prozent haben zwar Zugang zu KI, setzen die Tools bislang jedoch nicht ein. Gleichzeitig berichten 31 Prozent, dass ihr Arbeitgeber keine KI-Anwendungen bereitstellt.

Weitere 26 Prozent sind unsicher, ob im eigenen Unternehmen überhaupt KI-Lösungen angeboten werden. Das zeigt, dass viele Unternehmen beim Thema KI-Einführung und Kommunikation noch Nachholbedarf haben.

Unternehmen müssen Beschäftigte auf KI vorbereiten

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass KI die Arbeitswelt zunehmend verändert. Neben Effizienzsteigerungen und Automatisierung rücken deshalb auch Weiterbildung, Qualifizierung und Transparenz stärker in den Mittelpunkt.

Unternehmen und Politik stehen laut Bitkom vor der Aufgabe, Beschäftigte gezielt auf die KI-gestützte Arbeitswelt vorzubereiten. Entscheidend wird dabei sein, welche Aufgaben künftig von Menschen übernommen werden und wo KI-Systeme Prozesse unterstützen oder automatisieren können.

Hinweis zur Methodik:

Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.003 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt, darunter 550 Erwerbstätige. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 8 und KW 11 2026 statt. Die Gesamtumfrage ist repräsentativ. Die Fragestellungen lauteten: „Inwieweit treffen die folgenden Aussagen auf Sie zu?“ und „Bietet Ihr Unternehmen eine KI für Mitarbeitende an?“.

(vp/Bitkom)

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