Anzeige

RPA

Viele RPA-Projekte bringen nicht den gewünschten Erfolg. Ein Hauptgrund ist die Vernachlässigung des „P“ in RPA, meint Signavio. Wichtigste Ziele beim Einsatz von Robotic Process Automation (RPA) sind die Zeit- und Kosteneinsparung, die Reduzierung manueller Tätigkeiten und die Qualitätssteigerung. Doch der erwünschte Erfolg bleibt bei vielen Unternehmen aus. Was sind die Gründe?

ung. Doch der erwünschte Erfolg bleibt bei vielen Unternehmen aus. Was sind die Gründe?

Ein Kardinalfehler besteht in der Auswahl der Prozesse, die automatisiert werden sollen, schließlich ist nicht jeder Prozess für eine RPA-Anwendung geeignet. So können Aufgaben oder Entscheidungen, die menschliche Erfahrung und Expertise erfordern, mit aktuellen RPA-Tools nicht automatisiert werden. Das Anwendungsgebiet heutiger RPA-Lösungen ist beschränkt auf repetitive und methodische Aufgaben, bei denen Entscheidungen regelbasiert erfolgen können.

Doch selbst wenn die richtigen Prozesse ausgewählt werden, lauern noch etliche Gefahren: So sind die zu automatisierenden Prozesse oft nicht dokumentiert, nicht standardisiert und nicht optimiert. Startet ein Unternehmen dann mit einer schnellen RPA-Umsetzung, geht es die Gefahr ein, auch Prozesse mit Schwachstellen zu automatisieren. Die historisch gewachsene Entscheidungslogik innerhalb der Prozesse wird ebenfalls häufig automatisiert, ohne zu überprüfen, ob sie noch aktuelle Anforderungen erfüllt. Im schlimmsten Fall steigt die Fehlerquote durch die Automatisierung rapide an und Unternehmen erreichen genau das Gegenteil: Steigende Kosten!

Die Aufgabe bei jeder RPA-Implementierung muss somit lauten: Geschäftsprozesse zunächst analysieren, anschließend optimieren und erst dann automatisieren.

Gerrit de Veer„Im Hype rund um Robotik und Automatisierung zeigt sich die Tendenz, die Relevanz von Prozessen zu vergessen. Das Scheitern von RPA-Projekten liegt in der Regel in dieser Nichtberücksichtigung begründet“, erklärt Gerrit de Veer, Senior Vice President MEE von Signavio. „Die Notwendigkeit, Prozesse vor der Automatisierung zu optimieren, macht den Einsatz einer modernen Prozessmanagement-Lösung zur Grundvoraussetzung einer erfolgreichen RPA-Implementierung.“

RPA ist einer der größten Treiber der Unternehmenstransformation, ebenso wichtig ist aber eine Software-Lösung, die die Unternehmenstransformation durch eine Erhöhung der Prozesstransparenz und eine Förderung von Wissensaustausch, Zusammenarbeit und Engagement unterstützt – und als solide Basis für die Standardisierung und Harmonisierung aller geschäftlichen Aktivitäten fungiert. Eine moderne BPM-Lösung sollte dabei eine zentrale Modellierung, Optimierung und Ausführung von Geschäftsprozessen bieten und Technologien für Prozess- und Entscheidungsmanagement, Process Mining und Customer Journey Mapping umfassen.

RPA-Tools bieten zwar spannende neue Möglichkeiten zur Verbesserung der Prozessperformance, eine effektive Nutzung ist aber nur gewährleistet, wenn sie im Kontext vorhandener Methoden zur Prozessverbesserung eingesetzt werden. „Mit anderen Worten: Wenn ein Unternehmen über eine RPA-Einführung nachdenkt, muss immer der Prozess an erster Stelle stehen“, so de Veer. „Und das heißt, dass ein RPA-Erfolg ohne BPM-Basis eine reine Illusion bleibt.“

www.signavio.com/de


Newsletter Anmeldung

Smarte News aus der IT-Welt

Sie möchten wöchentlich über die aktuellen Fachartikel auf it-daily.net informiert werden? Dann abonnieren Sie jetzt den Newsletter!

Newsletter eBook

Exklusiv für Sie

Als Newsletter-Abonnent erhalten Sie das Booklet „Social Engineering: High Noon“ mit zahlreichen Illustrationen exklusiv und kostenlos als PDF!

 

Weitere Artikel

Prozess

So beseitigen Unternehmen Prozessengpässe

Wenn Unternehmen im Zuge der digitalen Transformation Prozesse optimieren – oder bestenfalls vollständig automatisieren – wollen, stoßen sie früher oder später auf Begriffe wie Business Process Management (BPM) und Robotic Process Automation (RPA). Viele…
Industrie 4.0

Industrie 4.0 braucht mehr Sicherheit

Die Digitalisierung revolutioniert die Fabriken. Industrie 4.0-Technologien und -konzepte wie Machine Learning, Analytics und Predictive Maintenance charakterisieren die smarte Fabrik. Sie bilden die Basis für Wertschöpfung und neue Geschäftsmodelle. Dazu…
Industrie 40

Den Wirkungsgrad von Projekten erhöhen

Die aktuelle Bitkom-Studie zu Industrie 4.0 zeigt es: Die Zahl der Unternehmen, deren Geschäftsmodell durch die Digitalisierung beeinflusst wird, steigt rasant weiter, zuletzt von 59 Prozent im Jahr 2018 auf 65 Prozent im Jahr 2019 und inzwischen auf 73…
Industrie 4.0

Industrie 4.0 und Sicherung des IoT

Industrie 4.0 beschreibt die vierte industrielle Revolution – eine Industrie, die auf dem Internet der Dinge (IoT) basiert. Im Kern umfasst Industry 4.0 die Anpassung oder Individualisierung von Produkten, welche unter den Bedingungen einer hochflexiblen…
Datenbrille

4 Kriterien für die Auswahl von Datenbrillen

Datenbrillen sind heute zumindest in der Industrie keine Seltenheit mehr und in vielen Bereichen im Einsatz. In der Ausbildung, beim Training, im Warenlager, in der Assemblierung, bei der Produktion oder auch bei der Wartung von Maschinen sowie später vor Ort…
RPA

Vertrauen in RPA wächst

Blue Prism veröffentlichte die Ergebnisse seiner jährlichen globalen Umfrage in einem Bericht mit dem Titel "The Impact of a Digital Workforce on Business Agility & Survival", der neue Einblicke in die Zukunft der Arbeitswelt liefert.

Anzeige

Newsletter Anmeldung

Smarte News aus der IT-Welt

Sie möchten wöchentlich über die aktuellen Fachartikel auf it-daily.net informiert werden? Dann abonnieren Sie jetzt den Newsletter!

Newsletter eBook

Exklusiv für Sie

Als Newsletter-Abonnent erhalten Sie das Booklet „Social Engineering: High Noon“ mit zahlreichen Illustrationen exklusiv und kostenlos als PDF!