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Supply Chain

In vielen Branchen stehen die Schlagworte Digitalisierung und Industrie 4.0 als Synonyme für mehr Effizienz in Geschäftsabläufen. Häufig fällt in diesem Zusammenhang auch der Begriff Robotic Process Automation (RPA).

In der Logistikbranche aber – immerhin Deutschlands drittgrößtem Wirtschaftszweig – herrscht diesbezüglich noch einiges an Nachholbedarf. Wollen sie konkurrenzfähig bleiben, kommen Logistiker an der Digitalisierung der Supply Chain nicht vorbei.

Und doch dominieren in der Transport- und Logistikbranche nach wie vor manuelle Prozessabläufe. Dabei sind Aufgaben wie Track & Trace, die Erfassung von Rechnungsinformationen, Verwaltung von Zollformularen oder Einreichung von Liefernachweisen ressourcenintensiv und bergen ein hohes Potenzial für Fehler, die sich schlimmstenfalls sogar auf die gesamte Lieferkette auswirken können. Darüber hinaus führen manuelle Eingabeprozesse häufig zu einer verspäteten Auftragserfassung und wirken sich damit negativ auf Kundenbeziehungen aus. Auch Lieferverzögerungen und Umsatzeinbußen sind dann keine Seltenheit. Diese Zustände sorgen auch in der Belegschaft oft für Unzufriedenheit. So hat eine Studie von ABBYY ergeben, dass manuelle Eingabeprozesse und die Prüfung langer Dokumente zu den unbeliebtesten Tätigkeiten im Büro zählen. Ein Großteil der Befragten würde diese Aufgaben der Erhebung zufolge liebend gerne an Roboter abgeben, wenn sie die Möglichkeit hätten.

Der digitale Mitarbeiter kennt keinen Frust

Gerade in der Logistik gibt es unzählige monotone Arbeitsschritte bei der Dokumentenverarbeitung und Datenerfassung, die durch intelligente Automatisierungslösungen und integrierten KI-Technologien vereinfacht werden können. Diese monotonen, sich wiederholenden Aufgaben sind wie geschaffen für den Einsatz von RPA. Ein digitaler Mitarbeiter, also ein Roboter, ist in der Lage, Daten sofort zur Verfügung zu stellen. Auch erfolgt der Austausch von Informationen innerhalb verschiedener Systeme problemlos, schnell und fehlerfrei. Gleiches gilt für die Eingabe neuer Daten wie Kundeninformationen: ein Software-Roboter kann Daten kontinuierlich auf Aktualität und Richtigkeit prüfen. Ebenso ist es möglich, Daten aus Verträgen oder Produktinformationen automatisch zu erfassen und jederzeit verfügbar zu machen. Das Ergebnis: Wareneingänge und -ausgänge sowie Reklamationen lassen sich sofort bearbeiten und führen zu einem optimierten Workflow für Mensch und Maschine. Gleichzeitig steigt die Zufriedenheit nicht nur bei den Kunden, sondern auch intern bei der Geschäftsleitung, da sie immer mit den aktuellsten Zahlen operieren kann.

Ein einfaches Beispiel aus dem Logistikalltag erklärt das Funktionsprinzip von RPA. So kann ein Fahrer Dokumente für seine Fracht von unterwegs aus hochladen, online signieren und Unterschriften entgegennehmen. Die Daten werden über einen zentralen Server an ein Shared Services Center übergeben. Eine entsprechende Middleware versendet Statusmeldungen an die unterschiedlichen Logistiksysteme. Des weiteren ermöglicht eine Proof-of-delivery-Software die Erfassung und Einreichung von Lieferbelegen über mobile Geräte. Lieferanten wiederum können Abrechnungsprozesse direkt einleiten, indem sie Lieferbelege mit ihren Smartphones einfach abfotografieren und Daten so automatisch erfassen und in Echtzeit übermitteln.

Automatisierung schafft Mehrwert

Fest steht: Die Optimierung von Prozessen bei der Datenerfassung und -verarbeitung durch Automatisierungslösungen wie RPA ist für den Logistik-Bereich wie geschaffen. Schließlich arbeitet der digitale Mitarbeiter mit der Geschwindigkeit einer Maschine und steht darüber hinaus 24 Stunden zur Verfügung. Hinzu kommen eine hohe Präzision, extrem niedrige Fehlerraten und enorme Kosteneinsparungen. Und auch die Menschen haben Grund zur Freude: Mitarbeiter können sich auf soziale Interaktion und andere kreative Aufgaben konzentrieren, da die Dateneingabe automatisiert für sie abläuft. Aber nicht nur ihre Motivation und Zufriedenheit steigt im Arbeitsalltag, gleichzeitig werden Geschäftsbeziehungen verbessert und das Vertrauen der Kunden durch eine nahtlose digitale Supply Chain erhöht.

Markus Pichler, VP Global Partnerships and Alliances bei ABBYY

www.abbyy.com
 


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