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Entsorgung

Ob ausrangierte Smartphones, Laptops oder der alte Fernseher: Elektro-Altgeräte werden häufig in Schubladen, Kellern und auf Dachböden aufbewahrt oder falsch entsorgt. Dabei muss Deutschland den Anteil der gesammelten und recycelten Altgeräte dringend steigern: 65 Prozent hat die EU vorgegeben - aktuell wird nur eine Quote von rund 45 Prozent erreicht.

„Das liegt aber nicht daran, dass wir in Deutschland zu wenige Sammelstellen für Altgeräte haben. Sondern daran, dass Verbraucher oft nicht wissen, wie und wo sie Altgeräte fachgerecht entsorgen und ihre Daten sicher von ihren Geräten löschen können. Auch nicht alle Unternehmen wissen, was sie bei der fachgerechten Entsorgung von Altgeräten beachten müssen“, sagt Melissa Kühn, Expertin für Nachhaltigkeit. Zum internationalen E-Waste-Day am 14. Oktober 2020 hat der Digitalverband Bitkom Zahlen und Tipps zur fachgerechten Entsorgung von Elektroschrott in Deutschland zusammengestellt:

  • Ausrangierte Elektrogeräte können über örtliche Recyclinghöfe entsorgt werden. Auch alle großen Hersteller und Händler nehmen Elektroschrott zurück. Das Elektro- und Elektronikgerätegesetz verpflichtet zudem Händler und Online-Händler mit einer Laden- bzw. Lagerfläche von mehr als 400 Quadratmetern zur Rücknahme von Altgeräten. Ist die Kantenlänge des Altgeräts kleiner als 25 Zentimeter, müssen es Händler auch dann zurücknehmen, wenn der Verbraucher kein neues Gerät kauft.
     
  • Insbesondere bei Smartphones fällt vielen Bundesbürgern die Trennung schwer: Jeder fünfte Bundesbürger (21 Prozent) hebt seine ausrangierten Geräte ausnahmslos auf. Weit mehr als 100 Millionen alter Handys und Smartphones schlummern in Schubladen und Schränken, Tendenz steigend. 58 Prozent der Smartphone-Nutzer geben laut einer Bitkom-Studie an, sich immer das neueste Modell zu kaufen. Entsprechend jung sind die Geräte, die derzeit im Einsatz sind: Jeder Zweite (51 Prozent) hat sein Smartphone innerhalb der vergangenen zwölf Monate gekauft. „Wichtig ist, dass ausrangierte Handys und Smartphones auf keinen Fall in den Hausmüll gehören. Funktionsfähige Geräte sollten gespendet, weiterverkauft oder dem Hersteller zurückgegeben werden um die Umwelt zu schonen. Defekte Geräte müssen fachgerecht entsorgt werden“, betont Bitkom-Referentin Kühn.
     
  • Vor der Entsorgung: Daten sichern. Vor der Weiter- oder Rückgabe ausrangierter Handys oder auch Tablets und Laptops sollten Nutzer private Daten wie das Adressbuch, Nutzerprofile von sozialen Netzwerken, Online-Banking-Zugänge oder auch Fotos und Videoclips löschen. Wichtig: SIM-Karte und ggf. SD-Karte nicht vergessen.
     
  • Oft lohnt sich auch eine Reparatur: Neben der gesetzlichen Gewährleistung bieten die meisten Hersteller von Elektronikprodukten wie Smartphones, Tablets oder Laptops eine freiwillige Garantie an. Darüber hinaus gibt es eine große Bandbreite an Reparaturmöglichkeiten, etwa durch den technischen Onlinesupport, Vor-Ort-Reparatur, zentrale Reparatur beim Hersteller (Einsendung defekter Geräte) oder zertifizierte Reparaturcenter. 
     
  • Brennpunkt Batterie: In einer Vielzahl von alltäglichen Geräten wie auch Smartphones sind Lithium-Ionen-Akkus verbaut. Landen diese aus Unachtsamkeit oder Unwissen fälschlicherweise im Haushaltsmüll, können sie durch Beschädigungen zu gefährlichen Brandauslösern werden. Tipp: Keine defekten, beschädigten, verformten oder aufgeblähten Batterien und Akkus verwenden. Altbatterien und Altakkus werden nicht im Hausmüll entsorgt, sondern in den Sammelboxen im Handel oder bei kommunalen Sammelstellen wie Recyclinghöfen.
     
  • Hersteller und Händler von Elektrogeräten sind verschiedenen Gesetzen zur Umsetzung der WEEE-Richtlinie (WEEE = Waste of Electrical and Electronic Equipment) verpflichtet. Damit werden auch die Rücknahme und Entsorgung der Elektroaltgeräte sowie deren Finanzierung geregelt. Der weee-full-service unterstützt Unternehmen bei diesen Verpflichtungen mit europaweiten Compliance-Lösungen für Elektrogeräte, Batterien und Verpackungen. 

www.bitkom.org


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