Der erste Bitcoin-Kredit

Nur wenige Jahre nach Entstehung der beliebten Kryptowährung, kam auch der erste Kredit dafür auf. Mittlerweile kann man ein Darlehen für Bitcoin auf verschiedenen zentralen und dezentralen Plattformen bekommen. Doch jetzt folgt eine Neuheit: ein durch Bitcoin abgesicherter Kredit.

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Dieser wird von der Bank Goldmann Sachs vorgestellt. Was bedeutet der Fortschritt für die Krypto-Welt? Wie genau sieht dieser Kredit aus? Und was sollte man bei einer Kreditaufnahme beachten?

Die Kryptowährung Bitcoin

Bitcoin, kurz BTC, ist die wohl bekannteste Kryptowährung, die es auf dem Markt gibt. Seit 2013 kann man die virtuelle Währung kaufen. Kryptowährungen werden auf einer Blockchain gehandelt. Diese Technologie ist sehr sicher und wird daher für den Handel und die Verwaltung der virtuellen Währungen genutzt. Nur, wenn man im Besitz eines Wallets ist, kann man Krypto kaufen. Um mit Bitcoin Geld zu verdienen, hat man die Möglichkeit, die Coins wieder zu verkaufen. Das bietet sich an, wenn der Wert besonders hoch ist. Dieser variiert jedoch unvorhersehbar. Vor Kurzem erst erlitt der Bitcoin-Wert einen Absturz. Gesellschaftliche oder finanzielle Probleme, wie die Inflation, sind oft Gründe für einen solchen Absturz.

Der Bitcoin-Kredit von Goldmann Sachs

Mit dem Bitcoin gesicherten Kredit bringt das amerikanische Investmentbanking- und Wertpapierhandelsunternehmen Goldmann Sachs etwas auf den Krypto-Markt, was es in dieser Form noch nicht gibt. Bei dem Kredit kann man Bitcoins als Sicherheit hinterlegen. Das bedeutet, dass das Darlehen einzig und allein durch die Kryptowährung gedeckt ist. Es ist nicht lange her, dass Goldmann Sachs schon einmal mit der Krypto-Welt in Berührung gekommen ist. Zuletzt haben sie die erste OTC-Krypto-Transaktion in Form einer Bitcoin-Non-Deliverable-Option durchgeführt. 

Nach Veröffentlichung des Kredits hatte die Bank schnell ihren ersten Kunden. Dabei handelte es sich um die Krypto-Börse Coinbase. Die Börse hinterlegte einen Wert von ungefähr 4.500 Bitcoins bei dem Darlehen. Daraufhin erhielt sie Fiatgeld. Wie viel das jedoch war, ist nicht bekannt. Die Zusammenarbeit der traditionellen Bank und der Krypto-Börse bedeuten einen Fortschritt für die Krypto-Welt. So können sich die traditionelle Finanzwelt und die Krypto-Finanzwelt näherkommen. Und die virtuellen Währungen werden dadurch anerkannt und ernst genommen. Denn noch in jüngster Vergangenheit galten Kryptowährungen nur als angebliche virtuelle Währung. Mit dem neuen Fortschritt von Goldmann Sachs wird Krypto endlich als eine richtige Währung anerkannt. 

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Welche Finanzdienstleister gibt es?

Um eine Kreditaufnahme zu tätigen, gibt es zwei Arten von Handelsplattformen, auf denen man das tun kann. Dabei handelt es sich zum einen um die zentralen Finanzdienstleister. Diese besitzen eine Zentrale, wie z.B. eine Bank, an die man sich bei Fragen wenden kann. Auf einer zentralen Plattform gibt es also Ansprechpartner. Daher werden zentrale Finanzdienstleister auch für Anfänger empfohlen, die erste Schritte in die Krypto-Welt setzen wollen und noch Hilfe benötigen. Zum anderen gibt es die Möglichkeit, einen Kredit über eine dezentrale Plattform abzuschließen. Das bedeutet, der Handel vollzieht sich auf einer Blockchain. Auf DeFi-Lending-Plattformen kann ein Darlehen aufgenommen werden. Durch Smart Contracts wird dort eine Kreditaufnahme ermöglicht. Aufgrund der komplexen Struktur sollten dezentrale Plattformen nur von erfahrenen Nutzern gewählt werden. Außerdem werden Kredite auf DeFi-Lending-Plattformen in Stablecoins ausgezahlt und müssen selbstständig umgetauscht werden. Bei zentralen Anbietern erhält man die Auszahlung direkt in Euro.

Diese Konditionen sollte man beachten

Ein Kredit bringt viele Vorteile, aber auch einige Nachteile mit sich. Daher sollte man sich von einer Kreditaufnahme immer erst mit den Konditionen der Anbieter vertraut machen. Im Normalfall entspricht die Mindestlaufzeit eines Kredits drei Monate. Als Privatperson hat man zudem meistens fest Zinssätze. Es gibt jedoch auch manche Dienstleister, die variable Zinssätze anbieten. Für den ständigen Auf- und Abstieg des Bitcoin-Wertes, wäre dies die sicherere Option. Durch flexible Zahlungsrhythmen bekommen Kreditaufnehmer die Chance, ihre Coins auch zu einem späteren Zeitpunkt zurückzuzahlen. Das ist sehr hilfreich, wenn der Bitcoin mal wieder einen drastischen Absturz erleiden sollte. Zinsen müssen erst dann gezahlt werden, sobald der Wert wieder stabil ist. Im Gegensatz können Finanzdienstleister bei fallendem BTC-Wert aber auch einen sogenannten “Margin Call” ausrufen. Dann müssen Anleger eine Nachzahlung tätigen, ansonsten kann ihre Position liquidiert werden. 

Fazit

Es gibt bereits ein paar Möglichkeiten zur Aufnahme eines Krypto-Kredits. Jetzt gibt es noch eine mehr. Der Bitcoin gesicherte Kredit bedeutet einen großen Fortschritt für die Krypto-Welt. Durch die Zusammenarbeit von Goldmann Sachs und Coinbase vertieft sich die Verbindung der Fiat- und der Kryptowirtschaft. Bei einer Kreditaufnahme stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Ob man eine zentrale oder dezentrale Handelsplattform wählen sollte, hängt mit der Erfahrung des Nutzers zusammen. Ein Darlehen lohnt sich, wenn man seine Kryptowährungen nicht verkaufen, auf Kurse setzen und trotzdem liquid sein möchte. Zukünftig ist damit zu rechnen, dass es noch weitere Annäherungen der beiden Finanzwelten geben wird und die Krypto-Technologie weiter voranschreiten wird. 

Jacqueline Lehmann

Green Capital und Beteiligungen AG -

Managerin für Crypto Assets

Jacqueline Lehmann ist Managerin für Crypto Assets bei Green Capital und Beteiligungen AG. Sie ist Enthusiastin bezüglich Kryptowährungen und hat viel Erfahrung im Fintech Bereich. Durch zahlreiche Kenntnisse, die sie mit der frühen Investition in den Krypto-Markt erlangen konnte, hat sie bereits Schulungen zum Thema gegeben.
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