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IT-Unternehmen

valantic und techconsult haben Ende 2020 über 200 deutschsprachige Unternehmen aus allen Branchen gefragt: Wie hat die Corona-Pandemie die Digitalisierungsvorhaben und Projektprioritäten verändert?

Mit dem Ergebnis: Anfangs ging es vor allem darum, die Geschäftstätigkeit zu sichern und die Gesundheit der eigenen Mitarbeiter zu schützen. Der digital Workplace im Homeoffice, eine sichere Kommunikation und flexible, transparente Logistikprozesse waren wichtig. Langfristig hat Corona, so eines der Ergebnisse der Umfrage, dringend notwendige Change-Prozesse beschleunigt. 46 Prozent der Umfrageteilnehmer haben neue, vorher nicht geplante Projekte gestartet, unter anderem aus den Bereichen Supply Chain Management, E-Commerce, Prozessoptimierung und Automatisierung. 

Die Corona-Pandemie hat deutschsprachige Unternehmen gezwungen, ihre IT-Projekte und Digitalisierungsinitiativen zu re-priorisieren. Das Virus hat die IT-Roadmap der über 200 von valantic und techconsult befragten Unternehmen gehörig durcheinandergewirbelt. In der Reaktion auf neue Herausforderungen stechen in deutschsprachigen Unternehmen die Optimisten aber deutlich die Pessimisten aus. 46 Prozent der Umfrageteilnehmer haben geschäftsrelevante IT-Projekte gestartet, die vorher nicht geplant waren. 37,6 Prozent haben sich dafür entschieden, weniger drängende Projekte erst einmal zu verschieben und nicht mit hoher Priorität anzugehen. Aber nur 23,8 Prozent neigen dazu, bestimmte IT-Vorhaben auf unbestimmte Zeit ganz auf Eis zu legen. Studienteilnehmer waren IT-Leiter, IT-Fachbereichsleiter und Entscheidungsträger, die mit der Umsetzung digitaler Projekte aus den Bereichen SAP, Logistik, E-Commerce, Customer Experience und Business Analytics befasst sind.

Eine deutliche Mehrheit der Umfrageteilnehmer geht die Herausforderungen der Krise aktiv an. 46 Prozent investieren in neue Digitalisierungsprojekte, die vor Corona nicht auf der Agenda standen (Quelle: valantic).

 

Eines der Hauptziele der re-priorisierten IT-Roadmaps besteht darin, den Mitarbeitenden flexible und moderne Arbeitsweisen – zum Beispiel Home-Office, sichere Video-Konferenzen und gemeinsames Arbeiten an Dokumenten – zu ermöglichen, um die Geschäftstätigkeit unterbrechungsfrei sicherzustellen. Generell spielen eine höhere Flexibilität und Sicherheit eine größere Rolle als vor Corona und den damit einher gehenden neuen Arten des Wirtschaftens. Demgegenüber ist das klassische Ziel der Umsatzsteigerung durch Digitalisierung, der Top-Treiber aus Vor-Corona-Zeiten, zunächst einmal in den Hintergrund getreten. Unter dem Druck der Pandemie mussten neue Herausforderungen schnell und effizient gemeistert werden.

Der Vorher-Nachher-Vergleich zeigt: In der Krise gelten Kosteneinsparungen - anstelle von Umsatzsteigerungen - und der Erhalt der Geschäftsfähigkeit als die wesentlichen Treiber von Digitalisierungsvorhaben (Quelle: valantic).

 

Aufschlussreich ist, welche Maßnahmen im IT-Umfeld als hilfreich erachtet werden, um nach der Krise auch mithilfe externer IT-Dienstleister das Business wieder voll hochfahren zu können und für zukünftige, ähnliche Krisen besser gewappnet zu sein. 41,3 Prozent der Umfrageteilnehmer wollen ihre Präsenz im kontaktlosen Online-Geschäft verstärken. Ein Grund dafür dürften die hohen Steigerungsraten sein, die der Online-Verkauf in den letzten Monaten für sich verbuchen konnte. B2C- und B2B-Kunden nutzen digitale Vertriebskanäle intensiver als noch vor einem Jahr. 40,8 Prozent der Befragten haben sich vorgenommen, ihre betrieblichen Abläufe zu optimieren oder mit Technologien wie Robotic Process Automation zu automatisieren. Das kommt auch der betrieblichen Performance zugute, die 38,5 Prozent in Zukunft steigern wollen.

Corona-Gewinner: Supply Chain Management, Blockchain und Digital Twins

Corona hat deutschsprachige Unternehmen nicht nur unter Druck gesetzt, sondern hat auch ein Umdenken und Weiterdenken ausgelöst. Einen großen Sprung nach oben hat das IT-Business-Thema Supply Chain Management gemacht. Firmen wünschen sich eine transparente Lieferkette end-to-end, die alle wichtigen KPIs enthält, sodass auf drohende Engpässe oder Ausfälle schon im Vorfeld reagiert werden kann und Schäden vermieden werden.

Noch relativ junge Technologien wie der digitale Zwilling (digital Twin), der realwirtschaftliche Prozesse und Lösungen digital und kostengünstiger simuliert, und die Blockchain erhalten mehr Aufmerksamkeit als vor Corona und haben an Relevanz gewonnen. Deutschsprachige Unternehmen denken intensiver darüber nach, wie sie von diesen Technologien profitieren und ihre Geschäftsziele schneller erreichen können.

Erfolgsfaktor: klare Digitalisierungsstrategie für die kommenden Jahre

Die Mehrheit der deutschen Unternehmen hat jedoch noch keine klare Digitalisierungs-Roadmap für die kommenden Jahre. Lediglich 26,1 Prozent setzen eine vorhandene Roadmap bereits um, 29,4 Prozent arbeiten an ihrer Erstellung. 12,4 Prozent stecken noch in der Planung und 7,8 Prozent haben noch gar keinen Gedanken an Digitalisierung verschwendet. Das könnte sich in Zukunft rächen, denn einige hastige Adhoc-Maßnahmen schaffen noch kein smartes, digitalisiertes Unternehmen, das in der Lage ist, zukünftige Herausforderungen und Krisen souverän zu meistern. Unternehmen, die ihre digitale Transformation konsequent umsetzen, profitieren dagegen von produktiveren Arbeitsprozessen, effizienteren Wertschöpfungsketten und erwirtschaften bessere betriebswirtschaftliche Kennzeichen.

Die vollständige Studie können Sie unter diesem Link herunterladen. 

www.valantic.com

 


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