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Coverstory Konica

Bild: Joerg Hartmann, Geschäftsführer Konica Minolta

Die Arbeitswelt in den Unternehmen wird immer komplexer. Einen Stillstand kann sich kein Unternehmen leisten. Joerg Hartmann, Geschäftsführer bei Konica Minolta in Deutschland und Österreich im Gespräch mit Ulrich Parthier, Publisher it management, über die vielfältigen Veränderungen der Geschäftswelt.

Herr Hartmann, Sie selbst sind jetzt seit einem Jahr bei Konica Minolta Geschäftsführer. Welche Veränderungen haben Sie erlebt, positiv wie negativ

Joerg Hartmann: Einmal abgesehen von Corona war das für mich eine Zeit, die ich als sehr positiv erlebt habe. Die schwierigen Monate seit März 2020 haben uns als Unternehmen sicher fokussiert und wenn wir uns am Anfang des Jahres vorgenommen hatten, uns noch mehr zu einer digitalen Company zu entwickeln, dann haben wir das schon wenige Monate später besser als jemals erwartet umgesetzt.

Konica Minolta hat also das erste halbe Jahr in der Corona-Krise gut überstanden? Wie schwierig war der Schritt ins Homeoffice? Und was wird das #newnormal der Zukunft sein?

Joerg Hartmann: Als Pionier in Sachen digitaler Transformation haben wir schon frühzeitig auf das Thema „Mobile Working“ gesetzt, sowohl intern als auch extern. Das kam uns natürlich im Frühjahr zugute, die Mehrheit unserer Mitarbeiter konnte einfach im Homeoffice weitermachen. Dass unsere Servicetechniker auch während des Lockdowns vor Ort bei Kundeneinsätzen tätig waren, beweist die Flexibilität unserer Organisation. Das #newnormal sehe ich für viele Unternehmen als hybride Arbeitsform – kreative Zusammenarbeit im Office, daily work – wo es möglich ist – als „Mobile Working“. In Zeiten von Corona bedeutet das natürlich Homeoffice.

In jeder Krise gibt es Gewinner und Verlierer. Wie hat Konica Minolta als weltweit agierendes Unternehmen auf die Krise reagiert?

Joerg Hartmann: Ich denke nicht, dass wir uns als typischen Gewinner bezeichnen können. Dennoch haben wir die vergangenen Monate, auch dank sinnvollem Einsatz von Kurzarbeit, gut gemeistert. Als Organisation, und das ist mir besonders wichtig, sehe ich uns auf jeden Fall als Gewinner. Nur ein Beispiel: Wir haben sehr schnell Tools für unsere Kunden zur Verfügung gestellt, die es Ihnen erlauben, Konica Minolta Systeme auch ohne Vor-Ort-Besuch eines Servicetechnikers im Fehlerfall selbst zu reparieren. Viele Kunden waren sehr dankbar, dass Firmenfremde nicht in das Unternehmen kommen mussten. Ohne die Corona-Krise hätten wir solche Unterstützungs-Tools, die auf Augmented Reality basieren, vielleicht vielleich erst viel später angeboten.

Für viele Ihrer Kunden waren die vergangenen Monate schwierig. Was benötigen diese am dringendsten?

Joerg Hartmann: Was die meisten Kunden benötigen ist das, was wir als den „intelligenten vernetzten Arbeitsplatz“ bezeichnen. Basis dafür ist eine vernünftige, stabile Netzwerkinfrastruktur, die mit einem soliden IT-Security- Konzept abgesichert wird. Im nächsten Schritt sollte dann überprüft werden, ob die Prozesse und Abläufe im Unternehmen auch tatsächlich für den „new way of work“ geeignet sind. Ob es, zum Beispiel, eine digitale Lösung gibt, die Unterschriften auf dem Papier ersetzen kann, wenn die Verantwortlichen nicht im Haus sind. Zudem muss auch die Unternehmenskultur überprüft werden, ob ein Modell der Vertrauensarbeit, wie im mobile work benötigt, auch tatsächlich im Unternehmen umgesetzt werden kann.

Das Anbieterbewertungsmodell von IDC MarketScape verschafft Anwendern einen Überblick über die Wettbewerbsfähigkeit von ITK-Anbietern. Nun ist ihr Unternehmen ja im aktuellen IDC MarketScape zu einem der weltweit führenden Unternehmen für Print-Transformation ernannt worden. Was kann sich der Leser darunter vorstellen? 

Joerg Hartmann: Die Anfänge von Konica Minolta liegen im Bereich der Fotografie und in den fast 150 Jahren unseres Bestehens haben wir uns ständig damit auseinandergesetzt, wie wir mit unserem Know-how unsere Kunden und deren Kunden bestmöglich unterstützen können. So haben wir im Lauf der Jahre Medizintechnik und Drucksysteme in unser Programm aufgenommen und sind heute ein weltweit agierender IT-Konzern mit Angeboten im Bereich Security, Voice-over-IP, Enterprise Content Management, Outsourcing von Geschäftsprozessen und spezifischen vertikalen ERP- und CRM-Lösungen. Diese ständige Bereitschaft zum Wandel zeichnet Konica Minolta aus. Das wird uns auch immer wieder bestätigt, in diesem Jahr erzielten wir Top-Platzierungen als bestes Systemhaus Deutschlands und als bester Managed Service Provider. Und eben auch die Bestätigung des IDC MarketScape, wo in der Auszeichnung festgehalten wird, dass „…...Kunden, die nicht nur eine Aktualisierung ihres Drucker-/MFP-Portfolios, sondern eine Vision von der Entwicklung des Arbeitsplatzes in die Zukunft wollen, Konica Minolta in Betracht ziehen sollten“.

Immer bedeutender wird in Organisationen die Security-Komponente. Jetzt in der Krise und in der Zukunft: Wie wird sich das Arbeiten verändern? Und: Wie stellen wir sicher, dass Unternehmen ganzheitlich gesichert sind?

Joerg Hartmann: Konica Minolta sichert seine MFPs mit bizhub SECURE ab. Diese Services enthalten Sicherheitsfunktio wie Zugriffssteuerung und -kontrolle ebenso wie Festplattenverschlüsselung oder automatisiertes Löschen gespeicherter Daten. Aber für uns ist das erst der Anfang: Wir bieten umfassende „Endpoint Protection“-Leistungen, die nicht nur mobile Endgeräte, sondern auch Workstations und Server vor Malware-, Trojaner- oder Ransomware-Befall schützen. Dazu überprüfen wir die Netzwerk-Security und helfen, eine funktionierende Balance zwischen Sicherheit, Flexibilität, Innovation, Komfort und Geschwindigkeit zu erreichen. Und wenn einmal doch etwas passiert, kann eine von uns erstellte IT-Notfallplanung den möglichen Schaden minimieren. Schließlich sollten auch unbewachte Gebäude nicht vergessen werden, hier können wir mit Video Security Services hohe Sicherheit bieten

Beim Thema Umwelt kommen wir zwangsläufig auf die Aspekte Green IT und Nachhaltigkeit. Welche Rolle spielen die für ihre Kunden wie für das Unternehmen Konica Minolta?

Joerg Hartmann: Ich bin davon überzeugt, dass Nachhaltigkeit für Unternehmen der Schlüssel zu einer sicheren und erfolgreichen Zukunft ist. Nachhaltiges Wirtschaften und Umweltschutz sind schon lange wichtige Handlungsfelder bei Konica Minolta, die in unserer Eco Vision 2050 verankert sind. Beispielsweise sind wir in der FTSE4Good-Indexreihe, einem der bekanntesten Indizes der Welt em für verantwortungsbewusstes Investieren, seit 17 Jahren in Folge vertreten.

Zu guter Letzt noch ein Ausblick – Was wird sich verändern, was wird bleiben?

Joerg Hartmann: Ich habe zuvor schon den intelligenten vernetzten Arbeitsplatz als das neue Modell erwähnt, das „Mobile Working“ und eine hybride Arbeitswelt beinhaltet, die es auch ohne Corona als treibende Kraft noch geben wird. Er bedingt auch, dass sich Unternehmen digital transformieren und die Chancen, die darin liegen, wahrnehmen. Schließlich werden Unternehmen noch viel mehr auf Sicherheit achten müssen, die ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie werden wird. In all diesen Bereichen begleiten wir schon heute viele unserer mehr als 30.000 Kunden in Deutschland und sind ein geschätzter Partner bei diesen Themen

Herr Hartmann, wir danken für das Gespräch!

Joerg Hartmann, Geschäftsführer
Joerg Hartmann
Geschäftsführer, Konica Minolta

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