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Was im Consumer-Bereich bereits erfolgreich etabliert ist, erobert jetzt auch industrielle Umfelder: Tablet-PCs erweisen sich in vielen Bereichen als sinnvolle Erweiterung der IT für Shopfloor- und Logistik- sowie Fahrzeug- und Outdoor-Einsätze. 

Allerdings lassen sich die Tablets für Privatanwender hierfür nicht einfach „zweckentfremden“. Tablet-PCs, die im industriellen Umfeld zum Einsatz kommen sollen, müssen nämlich für rauere Umgebungsbedingungen konzipiert sein.

Handlich, vielseitig, mobil und immer connected – der Siegeszug der Tablet-PCs ist nicht aufzuhalten. Und nicht nur bei Privatanwendern erfreuen sich die tragbaren PCs großer Beliebtheit – auch im industriellen Umfeld sind Tablet-PCs immer gefragter. Sie eignen sich hervorragend für Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten. In der innerbetrieblichen Warenlogistik helfen sie von der Warenannahme bis hin zum Versand. Im Transportwesen dienen sie zunehmend als zentrales Tool für das Auslieferungs- und Kundendienstmanagement. Überall dort, wo mobile IT-Unterstützung benötigt wird, können also leistungsstarke Tablet-PCs Abhilfe leisten und eine ganz neue Effizienz ermöglichen. 

Der Vorteil von Tablets gegenüber konkurrierenden Lösungen: Sie lassen sich via Multitouch-Touchscreen intuitiv und auch im Stehen oder Gehen bedienen – ganz im Gegensatz zu Notebooks. Gleichzeitig bieten Tablet-PCs deutlich mehr und flexiblere Funktionalitäten als andere dedizierte Handhelds. Dank mittlerweile auch hinreichender Datenbandbreite im Mobilfunk sind zudem alle relevanten Daten jederzeit auf dem Tablet-PC abrufbar, so dass dem Anwender alle wichtigen Informationen auf einem Gerät in Echtzeit zur Verfügung gestellt werden können. Dies ist ein wesentlicher Punkt mit dem Unternehmen ganz neue Einsatzszenarien schaffen können.

Vielseitig einsetzbar

Die Einsatzbereiche für Tablet-PCs sind im industriellen Umfeld vielfältig, weil ein derart mobiles Multitalent die Bedürfnisse verschiedenster Anwendungsfelder bedienen kann. 

  • Arbeitsaufträge können mobil schnell und gezielt verteilt und so besonders effizient abgearbeitet werden. Der Auftragsstatus ist in Echtzeit abrufbar. Auszuführende und durchgeführte Maßnahmen lassen sich jederzeit online in Echtzeit organisieren und lückenlos dokumentieren. Damit eignen sich Tablets perfekt für jeden Mitarbeiter, der unterwegs ist. Vom Wartungsmitarbeiter in der Fertigungshalle bis hin zu Außendienst-, Kurier-, Polizei- oder Rettungsdienst-Flotten.
  • Wartungsmitarbeiter können alle erforderlichen Systemdaten, Betriebsdokumente und Wartungs-/Reparaturschritte mitführen. Es sind alle Dokumentationen stets griffbereit. Reparaturarbeiten können mit Demo-Videos unterstützt werden, die auf dem großen Bildschirm perfekt anzusehen sind. Auch der direkte Austausch mit dem technischen Support ist dank des Tablet-PCs kein Problem mehr. Selbst Videokonferenzen sind möglich. Begleitende Informationen dienen natürlich auch dem Feuerwehrmann im Einsatz. Er kann die Brandmeldelinien beispielsweise bereits vor dem Eintreffen am Einsatzort digital einsehen. 
  • Ist ein Tablet-PC zudem mit einer Docking-Station für Fahrzeuge ausgestattet, kann das System auch im Auslieferungs- und Serviceflottenmanagement eingesetzt werden und Just in Time bei der Routenplanung helfen. Zusätzlich wird auch sichergestellt, dass das System für den Einsatz abseits vom Cockpit stets geladen ist, um vor Ort Checklisten auszufüllen, Daten auszulesen / manuell zu notiert und Lieferungen gegenzeichnen zu lassen.
  • Auf Flurförderzeugen erleichtert ein Tablet die Arbeit nicht nur dadurch, dass Lagerarbeiter ihre Route damit organisiert bekommen. Müssen sie aussteigen, um Ware zu scannen, können sie den Tablet-PC samt mobilem Scanner mitnehmen und alle notwendigen Eingaben an Ort und Stelle durchführen. Optimal wäre es für Logistik Tablet-PCs, wenn sie bereits einen Scanner integriert hätten. Dies würde nämlich lästige Kabel ersparen.

Die Liste der Nutzungsszenarien kann beliebig fortgesetzt werden. Aber bereits jetzt ist zu erkennen, dass der Einsatz von Tablet-PC im industriellen Umfeld und der Logistik viele Vorteile bietet. Was jedoch vor einer solchen Anschaffung unbedingt bedacht werden muss: Tablet-PCs müssen auf die speziellen Anforderungen des industriellen Einsatzes zurechtgeschnitten sein. Ein herkömmliches Consumer-Tablet einfach in seinem Einsatzzweck zu entfremden, ist in rauen Industrie-Umgebungen nicht ratsam.

Robust ist ein Muss

Um in Produktions- oder Lagerhallen und Fahrzeugen bestehen zu können, muss der Tablet-PC vor allem eins sein: robust. Vibrationen, Schläge gegen das Gehäuse und Stürze gehören zum Industrie-Alltag. Tablet-PCs des Consumer-Bereichs sind dafür nicht geschaffen und würden sehr schnell den Dienst quittieren. Besser ist also der Einsatz von ausdrücklich industrietauglichen Tablet-PCs. Diese sind im Idealfall zum einen verhältnismäßig leicht und zum anderen in der Lage, auch härteren Umgebungseinflüssen standzuhalten. Deshalb sind Konfigurationen aus leichtem und formstabilem Magnesium-Aluminium-Gehäuse mit zusätzlichen Silikonformteilen beispielsweise eine sehr passende Lösung. Ein bei Consumer-Tablets unüblicher Schutz nach IP65-Standard – auch für alle Schnittstellen – verhindert zudem das Eindringen von Staub und Wasser, was auch die Reinigung des Geräts erleichtert. Und selbstverständlich kommen bei industriellen Tablets auch keine rotierenden Festplatten sondern robuste, rüttelsichere Speicherkarten zum Einsatz.

Mobiles Systemdesign 

Ein professionelles Tablet sollte sowohl einen ganzen Arbeitstag halten, als auch handlich sein. Industrielle Designs kommen deshalb mit zwei Akkus daher. Diese können im HotSwap-Modus auch bei laufendem Betrieb ausgetauscht werden. So kann sichergestellt werden, dass ein Tablet-PC einen kompletten Arbeitstag lang funktionsfähig bleibt.

Nicht zuletzt entscheidet auch das (mobile) Schnittstellenangebot der Geräte über den Grad der Industrietauglichkeit. Auch hier unterscheiden sich die industriellen Tablets signifikant von consumernahen Tablets, denn sie bieten oft ein deutlich umfangreicheres Angebot. So sollten beispielsweise nicht nur mobile Kommunikationsschnittstellen wie WLAN und Bluetooth 2.0 bei jedem Gerät genauso zum Standard gehören wie UMTS/HDSPA für Bereiche ohne LTE-Netz.

Genauso wichtig sind nämlich auch physikalische Schnittstellen. Beispielsweise zum Anschluss von bedarfsgerechter Peripherie wie Barcodeleser, Webcams, Drucker und Festplatten oder an herstellerspezifische Interfaces von Geräten, Maschinen und Anlagen. USB-Support sollte also mindestens gegeben sein. Und je mehr von Hause aus integriert ist, desto geringer der Aufwand für die Applikationsspezifische Integration und desto höher der Nutzen. Eine industrietaugliche Dockingstation, ideal auch für den Betrieb an der Fahrzeugbatterie geeignet, sollte das Featureset abrunden. Diese sollte so ausgelegt sein, dass sie sich sicher verriegeln lässt, sodass der Tablet während der Fahrt nicht verrutschen kann. Wichtig ist hier auch, dass die I/O Anschlüsse für z.B. Rückfahrkamera oder Schlüsselschalter über Steck-Schraubverbinder ausgeführt werden, damit sie rüttelfest und langzeitstabil sind.

Kompatible und offene Software

Die meisten Tablets für Privatanwender nutzen Android oder iOS. Das sind für viele industriellen Anwender keine Alternativen. Bei der Anschaffung von Industrie-Tablet-PCs ist es deshalb auch wichtig darauf zu schauen, welches Betriebssystem unterstützt wird. Industrielle Tablet-PCs lassen sich am leichtesten in die bestehende IT-Landschaft integrieren, wenn sie die auch dort gängigen OSs unterstützen – bei den meisten Unternehmen also Windows oder Linux.

Auch Maschinen- und Anlagenbauer brauchen Tablet-PCs als mobile Benutzerinterfaces, die zu den eigenen Applikationen passen. Viele HMIs sind dabei bei komplexeren Maschinen und Anlagen auf x86er Technologie basierend umgesetzt. Der abgesetzte Tablet-PC sollte es deshalb auch sein. So kann bereits vorhandene Software auch auf der neuen mobilen Hardware genutzt werden. Das spart enorm Entwicklungskosten und sichert die bereits getätigten Investitionen langfristig.

Industrie-Tablet mit Dockingstation

Ein Tablet-PC, der alle genannten Kriterien berücksichtigt ist der Penta Ultra-10 mit Intel Atom N2600-Prozessor. Einzigartig macht ihn der integrierte Scanner sowie sein Docking-Interface für Flottenfahrzeuge, Gabelstapler und Flurförderzeuge sowie mobile Maschinen. Damit ist der Tablet sowohl als mobiles System als auch als GUI und Managementtool in Fahrzeugen einsetzbar. Die passende Dockingstation eignet sich sogar für den Offroad-Einsatz. Hierfür bietet sie eine robuste Arretierung des Tablets, sodass er universall einsetzbar wird. Auch diese Vielfalt an Interfaces sucht seinesgleichen. Für den Datenaustausch bietet der wartungsarme Ultra-10 WLAN, UMTS/HDSPA, Bluetooth 2.0 sowie 2 x USB 2.0 und Ethernet. Für die Datenspeicherung setzt der Ultra-10 auf robuste CFast SATA II-Speicherkarten. Er bietet ein projiziert-kapazitives, tageslichttaugliches 10-Zoll-Touch-Display und zwei Hot-Swap-fähige Akkus. Die Akkustandzeit reicht für einen vollen Arbeitstag. Die integrierte „intelligent Smart Touch Control“ (iSMT) sorgt dafür, dass Funktionen, die der Anwender nicht benötigt schnell und einfach abgeschaltet oder angepasst werden können, um die Akkus zu schonen. Das robuste, komplett geschlossene IP65 Gehäuse schützt die Technik zuverlässig und lässt sich sogar komplett desinfizieren, was für Rettungsdienste von großem Interesse sein kann. Der Tablet-PC unterstütz sämtliche Windows Versionen sowie Linux.

Softwaresupport für Echtzeitbetriebssysteme wie VxWorks oder QNX auf Anfrage. Wer es etwas noch etwas kompakter braucht, kann auch den kleinen Bruder Ultra-8 einsetzen. Er hat ein 8,4-Zoll-Touch-Display und bietet vergleichbare Features jedoch nur einen Akku und ist mit Intel Atom-Prozessor Z510 oder Z530 bestückt.

Paul Wierobski, Penta ADLINK Technology GmbH

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