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28.11.17 - 29.11.17
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KI AufmacherDie künstliche Intelligenz ist in allen Lebensbereichen fest verankert. Dennoch sind ethische und rechtliche Fragen für die Menschen ein Problem, weshalb es ihnen schwerfällt, die Vorteile dieser Technologie zu sehen.

Doch diesen Fragen wird sich bereits angenommen und Ralf Reich, Head of Continental Europe bei Mindtree, klärt, warum Nutzer auf die positiven Seiten blicken können.

„Hey XY, wie heißt der Song?“ – diesen Satz haben wir schon häufig gesagt oder gehört. Im Anschluss beantwortet meist das Smartphone die Frage und wir sind begeistert. Ganz intuitiv und selbstverständlich nutzen wir unsere mitdenkende Autokorrektur zum Verfassen von Texten. Egal ob uns Amazon die richtigen Produkte anbietet, der Fitness-Tracker uns an unseren wöchentlichen Lauf durch den Park erinnert oder Google direkt auf eingetippte Fragen antwortet, statt Webseiten rauszusuchen – alle diese Dinge basieren auf einer Technologie: der künstlichen Intelligenz (oder kurz: KI). Computer reden inzwischen nicht mehr nur in Science-Fiction-Filmen mit den Menschen und der Markt für KI-Anwendungen wächst beständig. 2017 beläuft sich das Marktvolumen bereits auf 1,25 Milliarden Dollar weltweit – Experten rechnen für 2025 sogar mit 36,8 Milliarden Dollar.

Künstliche Intelligenz hat den Alltag fest im Griff, die technischen Gehirne steuern schon viele Prozesse und Systeme eigenständig. Der technische Meilenstein hat Forscher und Entwickler begeistert: Drohnen fliegen und denken selbstständig und bald werden auch Fahrzeuge vollkommen autonom sein. Natürlich werfen diese neuen Technologien auch ganz neue Fragen auf, gerade beim autonomen Fahren scheiden sich die Geister. Wer übernimmt die Verantwortung bei einem Unfall? Muss der Hersteller haften? Wie verhält sich das Fahrzeug bei einer unvermeidlichen Kollision? Darf der Fahrer sich mit anderen Dingen beschäftigen, weil der Autopilot übernimmt? All diese Bedenken zeigen, dass die Gesellschaft nur langsam Vertrauen zur künstlichen Intelligenz entwickelt. So treten aber die Vorzüge von KI in den Hintergrund und die Technologie kann ihre Möglichkeiten vorerst nicht voll entfalten. Dabei können Arbeitsvorgänge merklich verbessert werden, wenn Algorithmen die bereits installierte Technik, wie etwa Überwachungskameras, für die Service-Optimierung eines Marktes nutzen.

Die Frage nach den Grundsätzen ist alt

Schon im Jahr 1942 stellte sich der amerikanisch-russische Schriftsteller Isaac Asimov die Frage nach der Verantwortung für Roboter. Mit der Kurzgeschichte Runaround veröffentlichte er drei Grundsätze zur Robotik: 1. Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder ihn Schaden nehmen lassen. 2. Ein Roboter muss den Befehlen des Menschen gehorchen. 3. Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, so lange die ersten beiden Gesetze nicht missachtet werden. Zu seiner Zeit waren Asimovs Gesetze natürlich noch ohne jeglichen Realitätsbezug aufgestellt worden. Inzwischen fragen sich aber Gesellschaft und Politiker gleichermaßen, wie sie einen rechtlichen Rahmen für die denkenden Maschinen aufbauen können.

Vorbereitung auf das Robo-Zeitalter

Um den neuen Problematiken des technischen Zeitalters zu begegnen, bereitet der Rechtsausschuss des EU-Parlaments einen Gesetzesentwurf vor. Dieser soll rechtliche und ethische Fragen sowie Unklarheiten im Umgang mit KI und Robotern regeln und klare Richtlinien schaffen. Doch allein schon aktuelle Weiterentwicklungen in Sachen Internet-Streaming oder Online-Geschäftsmodelle stellen den Gesetzgeber vor schwierige Herausforderungen. Die rasante Innovationskraft der Branche und den Fortschritt der Möglichkeiten von KI mit einzubeziehen ist dabei die größte Hürde. Ein eigens dafür eingerichtetes KI-Ministerium soll sich in Zukunft besser an die ständigen Neuerungen anpassen und schneller reagieren können.

Wenn sich ethischen wie rechtlichen Fragen angenommen wird, können die Vorteile der neuen Technologien in den Mittelpunkt treten. Gerade die Vernetzung von KI mit bereits vorhandener Hardware wie den oben genannten Überwachungskameras bringt ganz neue Möglichkeiten für den Kundenservice mit. Bisher werden Kameras negativ als reines Mittel zur Überwachung wahrgenommen. Dabei können besonders die Endkunden davon profitieren, dass Maschinen immer intelligenter werden.

Wertvolle Hilfe

Im Online-Shopping hat sich das „Visual Commerce“ bereits etabliert. Es werden gleich mehrere Vorschläge für weitere Artikel gemacht oder Ergänzungen zum Artikel im Warenkorb vorgeschlagen. Der Kunde bekommt virtuellen Kundenservice, wodurch sein Kauf beeinflusst wird – meist zum Vorteil des Shops. In der Praxis des Einzelhandels ist das Äquivalent hierzu die Vermittlung zwischen Kunden und Mitarbeiter – etwa durch elektronische Augen. Betrachtet man den stationären Handel, werden Kameras dort bisher hauptsächlich genutzt, um Diebstähle zu verhindern. Speziell in großen Geschäften ist jedoch gleichzeitig zu beobachten, dass viele Kunden händeringend nach einem Mitarbeiter suchen, der ihnen bei ihrer Kaufentscheidung hilft. Mindtree hat hierfür Flooresense entwickelt. Nach dem Vorbild des Online-Shoppings eilt Hilfe zu dem Kunden – in Form eines Mitarbeiters.

Durch die Integration der KI in das Überwachungssystem des Geschäfts können unsichere Kunden ausfindig gemacht werden. Spezielle Videoanalysetechnologien und cloudbasierte Algorithmen untersuchen die Bilder der Kamera und die darauf zu sehenden Kunden. Bewegungsmuster und typische Gesten einer wartenden oder suchenden Person werden analysiert, selbst die Kaufwahrscheinlichkeit kann der Algorithmus mit der Zeit einschätzen. Nach einer Prognose benachrichtigt das System einen Mitarbeiter auf seinem Smartphone oder Pager über den Standort des Kunden und liefert alle relevanten Informationen gleich mit. So kann ein zuständiger Mitarbeiter die Fachabteilung aufsuchen und dem Interessenten mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das spart kostbare Zeit beim Verbraucher, lässt den Mitarbeiter seine Arbeit effizienter verrichten und bringt für beide ein positives Ergebnis. Auch aus dieser arrangierten Begegnung lernt die KI: durch Beobachtung kann sie den Verlauf der Hilfe abschätzen und ihre Prognosen und Empfehlungen für das nächste Mal anpassen. Künstliche Intelligenz ist damit ein wertvoller Vermittler zwischen kompetenter Beratung und nach Rat suchenden Kunden.

Fazit: KI ist besser, als man denkt

Der Umgang mit künstlicher Intelligenz mag in manchen Bereichen noch Hemmungen auslösen, aber oftmals ist sie schon längst Teil des täglichen Lebens. Sind die politischen und ethischen Rahmenbedingungen erstmal geklärt, kann KI sogar unsere tägliche Arbeit essentiell verbessern. Im Handel werden erste Modelle getestet, von denen am Ende nicht nur der Kunde profitiert, sondern auch der menschliche Mitarbeiter von seinem technischen Kollegen unterstützt wird.

Ralf ReichRalf Reich, Head of Continental Europe, Mindtree

www.mindtree.com

 

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