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ERP PuzzleIndustrie 4.0 ist das große Trendthema 2015: Was müssen sich Unternehmen darunter konkret vorstellen?

Das Interessante an Industrie 4.0 ist die Wahl des Begriffs. Die einen nennen es Industrie 4.0, andere sprechen von digitaler Transformation. Und die CeBIT 2015 beschrieb mit ihrem Motto d!conomy eine Mischung aus Digitalisierung und Economy. Doch egal welcher Begriff gewählt wird: Es geht stets um die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen. Dieser Umbruch verändert das gesamte gesellschaftliche Leben, also auch den für Deutschland so wichtigen Mittelstand. Wir merken, dass sich Strukturen und Wertschöpfungsketten in immer mehr Branchen verändern. Daher müssen sich Unternehmen gut überlegen, wie sie die zunehmende Digitalisierung von Prozessen und Arbeitsweisen am besten adressieren. Zuschnitt und Verteilung von Arbeit werden sich massiv verändern, darauf müssen Unternehmen auch ihre Mitarbeiter vorbereiten. Auch die Bundesregierung sieht die Digitalisierung übrigens als „eine der zentralen Gestaltungsaufgaben für Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik“. Hierbei gibt es noch großen Nachholbedarf.

Welche Herausforderungen kommen dabei auf mittelständische Unternehmen zu?

Die Digitalisierung ist Grundvoraussetzung für unsere künftige Wettbewerbsfähigkeit. Damit sie gelingt, müssen Geschäftslösungen durchdachter gekoppelt werden, um den größten Nutzen aus ihnen zu ziehen und mögliche Hürden besser abzuschätzen. Ein Hochlohn-Land wie Deutschland hat ohne digitale Technologien keine Perspektive. Diese Herausforderung kann nur mithilfe transformierter Geschäftsprozesse, strategischer Planung und gut verzahnter Architektur angegangen werden. ERP-Projekte werden heute oft noch auf der Grundlage alter Technologien durchgeführt. 80 Prozent der ERP-Systeme sind, unabhängig von den Marketingaussagen der Hersteller, in ihren Ursprüngen aus den 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Der Trend zur mobilen Applikation wird in dieser Welt des alten Silo-ERPs durch Schnittstellen und eigenentwickelte Produkte gelöst. Das hat aber neben der Notwendigkeit zur Beherrschung unterschiedlicher Technologien für das Anwenderunternehmen auch den elementaren Nachteil, dass die notwendigen Daten für den mobilen ERP-Prozess im alten ERP-Silo liegen und zur Bereitstellung mühsam individuelle Schnittstellen programmiert werden. Die dazu notwendige Geschäftslogik liegt nur in alter Technologie vor und wird dann oft aufwändig für die mobile Nutzung in moderner Technologie nachprogrammiert. Das ist langsam, teuer und individuell. Oder anders – auf Dauer nicht wartbar.

Künftige ERP-Szenarien haben Bedürfnisse, die in den klassischen Auswahlszenarien nicht erkannt werden. Hier müssen Unternehmen handeln! Ein Beispiel: In mehr als 80 Prozent aller Web-Shop-Implementationen wird die Ermittlung der korrekten Kundenpreise, von Mengen- oder Naturalrabatten für den Shop nachprogrammiert. Dabei ist Preisfindung seit jeher eine ERP-Domäne. Unternehmen sollten sich daher fragen: Kann ihr ERP-System die Preisfindung als Webservice zur Verfügung stellen? Warum haben die meisten E-Commerce-Lösungen eine eigenständige Gutscheinverwaltung, obwohl der Kunde über alle Kanäle gleich behandelt werden möchte? Wo – wenn nicht im ERP – soll eine zentrale Gutscheinverwaltung erfolgen? Wie kommen die Zahldaten der Marktplätze in die Buchhaltung? Wie ist die Bonität meiner Kunden? Warum kann ich meine Kunden nicht interaktiv über alle Kanäle ansprechen und konsistent behandeln? Auch wenn das Marketing der Geschäftssoftware-Anbieter anderes erzählt: Die einheitliche Lösung dieser in der Erkenntnis simplen Probleme verursacht aktuell die größten Schwierigkeiten und Kosten in laufenden Projekten.

Wie können Unternehmen die digitale Transformation besonders effizient strategisch adressieren?

Digitale Geschäftsmodelle benötigen zur erfolgreichen Umsetzung einen modernen Technologie-Stack. Den kann godesys liefern. Der digitale Wandel kann nur mit Lösungen und ERP-Systemen gelingen, die drei zentrale „C“ adressieren und einheitlich integrieren: Content, Communication und Commerce. Es kommt verstärkt auf hochwertige, zielgruppenspezifische Inhalte, eine durchdachte und gut verzahnte Kommunikation der verschiedenen Abteilungen und Akteure sowie eine Fokussierung auf die Unternehmensstrategie an. Nur ganzheitliche Lösungen gestatten es, den Wandel zu gestalten. Hier eine neue Software, dort eine mobile Strategie: Bei der digitalen Transformation geht es um mehr als technologische Veränderung. Stattdessen müssen Unternehmen ihre Geschäftsmodelle und Strategien anpassen und festlegen, wie sie künftig mit Kunden und Partnern interagieren. Vom digitalen Wandel werden einige Firmen profitieren, andere werden aber nicht mithalten können. Daher raten wir Firmen, ihre Strategie so anzupassen, dass sich Veränderungen problemlos realisieren lassen und eine stete Flexibilität und Agilität gewährleistet sind.

Was müssen ERP-Systeme leisten, um Unternehmen bei den Anforderungen von Industrie 4.0 zu unterstützen?

Sind Geschäftsmodell und Prozesse digital, bedeutet das, dass die Mitarbeiter mit ins Boot geholt werden und mitziehen müssen. Das wiederum heißt für Firmen: Sie sollten den digitalen Wandel so breit wie möglich anlegen. Sie müssen in Systeme investieren, die sich einfach und immer wieder neu anpassen lassen. Da Spezialisten immer teurer und seltener werden, sind neue Lösungen und Systeme vonnöten, die sich von digitalen Handwerkern, also Mitarbeitern, die sich mit der Software auskennen und mögliche Probleme idealerweise eigenständig beheben, bedienen lassen. Die meisten ERP-Systeme werden Anforderungen von heute nicht länger gerecht. Stehen Neuerungen, beispielsweise mobile Applikationen an, behilft sich so manches Unternehmen noch immer mit Schnittstellen und eigenständigen Technologien. Das ist nicht nur ineffizient, sondern sogar kontraproduktiv. Heutige ERP-Szenarien haben ganz andere Bedürfnisse. Deshalb sollten Unternehmen auf ein flexibles, anpassbares und kundenorientiertes ERP setzen. Um diese Anforderung zu adressieren, bietet godesys Anwendern Lösungen, die ihre Strategien problemlos in Geschäftsprozesse verwandeln. Mit einer herstellerunabhängigen, auf freien Standards (Open Source) basierenden und serviceorientierten Integrationsarchitektur (SOA) haben sie ein intelligentes Werkzeug, mit dem sie zeitnah auf neue Herausforderungen reagieren und sich dem digitalen Wandel stellen können. 

Godelef KühlGodelef Kühl, Gründer und Vorstandsvorsitzender, godesys AG

www.godesys.de

 

 

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