Netzwerkautomatisierung

KI übernimmt zunehmend im Netzwerk das Kommando

Die Kombination aus Netzwerkautomatisierung und Netzwerkanalyse liefert tiefere Einblicke in Leistung, Auslastung, Sicherheit und Ressourcenzuweisung. Die automatisierte Netzwerkanalyse hilft den Technikern, Probleme schneller zu lösen, als das mit manuellen Tools und Vorgehensweisen möglich wäre. Generell sorgt die Automatisierung manueller Aktualisierungen und Änderungen dafür, dass die Einführung und Bereitstellung von Diensten und Anwendungen beschleunigt und die Netzwerkleistung optimiert werden.

Automatisierung der Befehlszeilenanweisungen

Ein Großteil der Arbeit eines Netzwerkingenieurs umfasst die syntaxspezifischen Schlüsselwörter und Phrasen im CLI-Bereich, die je nach Änderung oft mehrmals wiederholt werden. Diese manuelle Durchführung von Konfigurationsaufgaben ist ineffizient und fehleranfällig. Einigen Branchenberichten zufolge sind menschliche Fehler für mindestens 40 Prozent der Netzwerkausfälle verantwortlich – manche Schätzungen gehen sogar von 80 Prozent aus. Die Netzwerkautomatisierung ersetzt manuelle Befehlszeilenanweisungen zum Konfigurieren von Netzwerkgeräten.

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Netzwerkautomatisierung sichert Konfigurationskonformität

Sie ist der effizienteste Weg, um ein Netzwerk abzubilden, zu konfigurieren, bereitzustellen und zu verwalten. Denn eine Netzwerk-Automatisierungsplattform überwacht Netzwerkressourcen bei der Bereitstellung und überprüft, ob ein Netzwerk eine Konfigurationsanforderung verarbeiten kann, bevor sie implementiert wird. Sie stellt Konfigurationskonformität sicher und garantiert damit, dass alle Netzwerkgeräte und Dienste wie vorgesehen ausgeführt werden. Sie sammelt alle wichtigen Netzwerkdaten zu Geräten, Netzwerktopologie/-verkehr und Diensten, ermöglicht damit Echtzeit-Einblicke in das aktuelle und zukünftige Netzwerkverhalten und gewährleistet die Einhaltung von SLAs. Netzwerkautomatisierung ist in Verbindung mit Netzwerkvirtualisierung besonders nützlich für Umgebungen, in denen ungeplante Nutzungsspitzen auftreten, da ein automatisiertes Netzwerk diese Belastungen bewältigen kann, indem der Netzwerkverkehr automatisch an Server in weniger betroffenen Bereichen des Netzwerks umgeleitet wird.

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Technologien der Netzwerkautomatisierung

Eine intelligente Netzwerkautomatisierung setzt auf Tools der Künstlichen Intelligenz (KI) wie Machine Learning (ML) und Big Data und ermöglicht nicht nur eine optimale Netzwerkkonfiguration, sondern auch die Fernüberwachung und -verwaltung von Tausenden von Netzwerk-Edge-Standorten und verbundenen Geräten. Big Data ermöglicht die Analyse von Metadaten, die in prospektiven Empfehlungen für den Netzwerkbetrieb münden. Mit Hilfe von ML lassen sich Netzwerkanomalien erkennen, Ursachen analysieren und Netzwerke so konfigurieren, dass sie in bestimmten Szenarien eigenständig Maßnahmen zur Vermeidung von Netzwerkproblemen in einem geschlossenen Regelkreis ergreifen, noch bevor diese überhaupt auftreten.

Denn ein wesentlicher Vorteil der Nutzung von KI-Tools im Rahmen der Netzwerkautomatisierung liegt darin, dass Muster in der Netzwerkleistung und -nutzung erkannt werden können, die normalerweise nicht verwendet wurden. Das Aufspüren von langfristigen Trends ermöglicht es Unternehmen, betriebliche Effizienzgewinne zu lokalisieren und die Verfügbarkeit von Netzwerkdiensten zu erhöhen. Selbstüberwachende, selbstverwaltende und selbstheilende Netzwerke ermöglichen eine dynamische Anpassung der Ressourcenzuweisung und des Stromverbrauchs, wodurch teure Technikereinsätze reduziert werden.

Größe und Komplexität von Netzwerken zwingen zur Automatisierung

Vorbei sind die Zeiten, in denen der Mensch die direkte Kontrolle über das Netzwerk hatte und Änderungen in den Produktionsnetzwerken über die Befehlszeilenschnittstelle vornahm. Der Mensch ist immer noch involviert, aber er hat nur noch die Kontrolle über die Verbesserung des Automatisierungsprozesses, anstatt sich mit den einzelnen Aufgaben zu beschäftigen. Durch die Automatisierung von Netzwerk- und Sicherheitsanwendungen und die Anwendung eines gemeinsamen Netzwerkvirtualisierungsmodells im gesamten Netzwerk lassen sich manuelle Aufgaben leichter automatisieren. Angesichts der zunehmenden Größe und Komplexität von Unternehmensnetzwerken ist die Netzwerkautomatisierung die einzige Möglichkeit, das Unternehmensnetzwerk zu verwalten, die Verfügbarkeit aufrechtzuerhalten und es dem IT-Team zu ermöglichen, sich auf andere Aufgaben zu konzentrieren.

Milad Safar

Weissenberg Group -

Managing Partner

Milad Safar ist Managing Partner der Weissenberg Group, die er 2013 zusammen mit Marcel Graichen gegründet hat. Seit Beginn seiner Berater-Tätigkeit entwickelte er für namhafte Konzerne Lösungen zur Optimierung von Prozessen durch den Einsatz von IT-Systemen. Schwerpunktmäßig beschäftigt sich Milad Safar mit den Themen Digitalisierung, Robotic und Künstliche Intelligenz,
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