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Mainframe

Mainframe-Wissen gehört nicht zur Standardausbildung

Grundsätzlich ist IT-Fachkräftemangel eine Herausforderung, mit der sich IT-Leiter und Recruiting-Verantwortliche fast aller Unternehmen konfrontiert sehen. Wenn ausgebildete Fachkräfte am Markt schwer zu finden sind, begibt man sich näher zur „Quelle“: Unternehmen gehen direkt an die Universitäten, nutzen Absolventenmessen, Vorträge und Kooperationen, um IT-Nachwuchskräfte zu rekrutieren. Im Fall von Mainframe-Spezialisten verschärft sich allerdings diese Herausforderung nochmals, denn dieses Wissen wird nicht flächendeckend gelehrt. Cobol, die ursprüngliche Programmiersprache, in der die seit Jahren erfolgreichen Anwendungen programmiert sind, gehört nicht mehr zur Ausbildung. IT-Studierende kommen mit dem Thema Mainframe kaum in Berührung. Es gibt in Deutschland nur wenige Universitäten mit entsprechenden Lehrstühlen und auch der nötigen (teuren) technischen Ausstattung – die Universtäten in Leipzig, Frankfurt und Tübingen sind hier zu nennen. Weiterbildungen werden eher in Zusammenarbeit mit Mainframe-Herstellern oder Fördervereinen wie dem Academic Mainframe Consortium angeboten.

Neue Wege in der Ausbildung von Young Professionals

Talentsuche, spezifische Weiterbildung und vor allem auch die intensive Einarbeitungsphase – dafür fehlen in den Unternehmen oft die Ressourcen. Doch die Zeit drängt und die Mainframes sind als Rückgrat der IT-Transaktionen systemkritisch. Hier hilft ein ganzheitliches Modell wie es die Talentschmiede Unternehmensberatung AG entwickelt hat, um Unternehmen und Young Professionals in der IT zusammenzubringen.

Die Talentschmiede sucht zunächst nach geeigneten Kandidaten für ein Projekt beim Kunden, die zum gewünschten Einsatzprofil im Kundenunternehmen passen: „Wir sehen einen großen Bedarf sowohl im technischen Support als auch in der Entwicklung, der Architektur und besonders in der Beratung von Fachprozessen“, erläutert Ulrike Stagl, Vorstand bei der Talentschmiede. Wichtig ist aber auch die Motivation und Begeisterung für den Mainframe-Bereich bei den Absolventen. Bei der Auswahl geeigneter Kandidaten sind die Kunden stets eingebunden.

Die anschließende Ausbildung ist individuell auf die jeweilige Zielrolle zugeschnitten. Zur Vermittlung der theoretischen Grundlagen kommen Formate wie E-Learning und Virtual Classrooms zum Einsatz sowie Vorträge und Diskussionen in Form von TechTalks. Das Wichtigste aber ist die Weitergabe und Vermittlung des spezifischen Anwenderwissens. Hier liegt die Besonderheit: Die IT-Absolventen arbeiten in Projekten beim Kunden, durch Mentoren der Talentschmiede bei der Einarbeitung betreut und auch an den kundeneigenen Systemen geschult. Im Anschluss an das Projekt können die Young Professionals im beiderseitigen Einverständnis zum Kundenunternehmen wechseln. Ulrike Stagl nennt ein Beispiel aus einem Einsatz im Automotive-Bereich: Learning on the job beim Kunden, mit stetigem Verantwortungsausbau, parallel 12-monatiges Training in allen Themen und Skills wie Cobol, Mainframe Architektur, Transaktionsverarbeitung, IT-Security und DB2, mit einer umfassenden Abschlussarbeit und einer Internalisierung nach drei Jahren.

Zukunftssicher mit der neuen Generation von Mainframe-Spezialisten

Für die anstehenden Modernisierungsaufgaben benötigt die neue Generation von Mainframe Spezialisten zusätzlich zur Mainframe-Ausbildung auch weitere Kenntnisse. Für Entwickler etwa sind das neben Cobol auch Java, .Net und weitere Programmiersprachen, für die Front-End-Seite z.B. Websphere. Dazu kommt die Vermittlung agiler Methoden.

Mit einer solchen Ausbildung wird die Grundlage geschaffen, Mainframes mit Cloud Technologien zu kombinieren, Automatisierungen einzuführen und auch Künstliche Intelligenz sowie IoT anzuwenden. Damit bleiben Unternehmen auch in Zukunft wettbewerbsfähig: Sicher in der Durchführung ihrer Transaktionen und gleichzeitig flexibel bei sich schnell ändernden Kundenanforderungen.

Stefan Rühle, Vorstand bei The Digital Workforce Workforce Group

www.talentschmiede.com
 


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