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Der Weg zum Software Defined Data Center (SDDC) und damit in die Hybrid Cloud ist keine Kurzstrecke, sondern ein Marathon. Aber er ist für Unternehmen definitiv ein strategisch wichtiger Schritt, um digitale Geschäftsprozesse erfolgreich zu transformieren und sich langfristig Wettbewerbsvorteile zu sichern.

Bis vor wenigen Jahren wurden Rechenzentren aus einer Reihe von Hard- und Softwarekomponenten nach den Anforderungen eines Unternehmens konfiguriert, vernetzt und bereitgestellt. Doch die Anzahl der Anwendungen sowie deren Anforderungen an heutige Systeme wachsen kontinuierlich an: In Zeiten von Digitalisierung, Big Data und Co. erweist sich der traditionelle Ansatz mehr und mehr als unflexibel und teuer. Eine Lösung muss her, die Ressourcen schnell und bedarfsgerecht bereitstellen kann und dabei die Kosten stets im Blick hat. Das Software Defined Data Center (SDDC) wird diesen Anforderungen gerecht und ist damit eine Grundlage für eine Hybrid-Cloud-Strategie.

Was ist das Software Defined Data Center?

Sind insbesondere Server in den meisten Rechenzentren bereits häufig virtualisiert, geschah dies mit Storage- und Netzwerk-Ressourcen bislang nur punktuell. Und das, obwohl dem Großteil der IT-Verantwortlichen der aktuelle Zugzwang durchaus bewusst ist: Laut aktueller IDC-Studie (Quelle: IDC-Studie „Next Generation Data Center in Deutschland 2018“, Dezember 2017) sehen 73 Prozent der Befragten die Notwendigkeit zur Modernisierung im Data Center.

SDDC kann bei dieser Modernisierung maßgeblich beitragen: Hier wird die gesamte IT-Infrastruktur aggregiert, virtualisiert und in Form von Diensten – als IT-as-a-Service (ITaaS) – bereitgestellt. Die Virtualisierung umfasst dabei sowohl Compute bzw. Server (Software Defined Computing) und Storage (Software Defined Storage) als auch das Netzwerk (Software Defined Networking). Als Abstraktionsebene bündelt eine Management-Software alle physischen Hardware-Ressourcen in einem Pool und schafft eine sichere, überwachte Umgebung. Ressourcen-Provisionierung, IT-Betrieb und -Konfiguration werden zentral gesteuert und verwaltet. Eigenschaften einer Infrastruktur, die sich hervorragend als Basis für eine Cloud-Strategie eignen.

Management und Virtualisierung

BIld: Die Virtualisierung umfasst sowohl Compute bzw. Server (Software Defined Computing) und Storage (Software Defined Storage) als auch das Netzwerk (Software Defined Networking). Als Abstraktionsebene bündelt eine Management-Software alle physischen Hardware-Ressourcen in einem Pool und schafft eine sichere, überwachte Umgebung. (Quelle Logicalis GmbH)

Der Schritt in die richtige Richtung – SDDC und die Hybrid Cloud

Laut aktueller IDC Studie haben 88% der befragten Unternehmen bereits eine solche Cloud-Strategie – allerdings führt nur der richtige Ansatz zum gewünschten Erfolg: Ein Unternehmen muss möglicherweise Public Clouds, Private Clouds und On-Premises-Ressourcen miteinander kombinieren, um Agilität sicherzustellen und Wettbewerbsvorteile zu ermöglichen. Die Hybrid-Cloud kann genau das: Sie vereint flexible Skalierbarkeit, Datensicherheit und Kostenoptimierung.

Das SDDC bildet hierfür eine geeignete Basis, denn seine Software Defined-Architektur kann sowohl als Private Cloud innerhalb des eigenen Rechenzentrums als auch extern als sichere Infrastructure-as-a-Service-Plattform (IaaS) bereitgestellt werden. In dieser kombinierten Architektur lassen sich Workloads entsprechend ihrer Anforderungen wahlweise innerhalb der Private oder der Public Cloud provisionieren und transportieren. Dieser Ansatz wird über eine zentrale Cloud-Management-Plattform gesteuert und überwacht.

Administratoren, Fachanwender und externe Mandanten wählen dabei den benötigten Service aus einem vordefinierten Service-Katalog aus. Die Bereitstellung funktioniert hochautomatisiert und unter Berücksichtigung der unternehmenseigenen Cloud-Governance. Durch die skalierbare Betriebsplattform bleibt die volle Kontrolle über Performance, Kapazität und Konfiguration stets bei der zentralen IT-Organisation.

Anwenderfreundlich, bedarfsgerecht, skalierbar: das SDDC

Die Vorteile des SDDC als Basis der Hybrid Cloud sind dabei nicht von der Hand zu weisen: Es erleichtert IT-Verantwortlichen, Ressourcen zu verwalten und einzelnen Abteilungen, Standorten oder externen Mandanten zuzuteilen. Sie haben darüber hinaus permanent im Blick, in welchem Maße Compute, Storage und Netzwerk zur Verfügung stehen und wann in weitere Infrastruktur investiert werden muss. Das ermöglicht eine vorausschauende Investitions- und Budget-Planung anhand konkreter Prognosedaten.

Die horizontale und vertikale Skalierbarkeit im SDDC ermöglicht es, jederzeit und just-in-time Ressourcen hinzuzufügen, zu reduzieren oder auch außer Betrieb zu setzen. Anwendern steht so in jeder Situation exakt die IT-Infrastruktur in entsprechender Dimensionierung zur Verfügung, die sie benötigen.

Die Pluspunkte des SDDC

  • Minimierter Administrationsaufwand durch zentrales Management
  • Permanente Überwachung der vorhandenen Ressourcen
  • Budgetplanungen anhand exakter Prognosedaten
  • Schnelle und effektive Bereitstellung von Ressourcen
  • Bedarfsgerechte, individuelle Versorgung für jeden Anwender

Dem SDDC sind keine Grenzen gesetzt – oder doch?

Nichtsdestotrotz müssen auch beim SDDC – wie bei jeder Investition – Vorteile und Grenzen gegeneinander abgewogen werden. Beispielsweise ergeben sich Einschränkungen bei der oft gelobten Zuverlässigkeit des SDDC. Die Ausfallsicherheit einzelner, physischer Server wird zwar durch die Softwarestruktur kompensiert. Die von der Virtualisierung bereitgestellten Verfahren sind aber nicht für alle Applikationen ausreichend. Insbesondere bei Datenbanken ist es ratsam, dass Verfügbarkeitskonzept an der Applikation auszurichten.

Auch punktet das SDDC beim zeitlichen Umfang der Implementierung nur begrenzt. Dieser kann sich – zumindest solange er im Einklang mit vorhandenen Budgets umgesetzt wird – über Jahre erstrecken. Wer ohnehin großflächige Investitionen plant, ist hier im Vorteil. Die Implementierung kann aber auch sukzessive und langfristig erfolgen.

Der Weg zum Software Defined Data Center und damit in die Hybrid Cloud ist demnach keine Kurzstrecke, sondern ein Marathon. Aber er ist für Unternehmen definitiv ein strategisch wichtiger Schritt, um digitale Geschäftsprozesse erfolgreich zu transformieren und sich langfristig Wettbewerbsvorteile zu sichern.

Markus HahnMarkus Hahn verantwortet bei der Logicalis GmbH den Bereich Data Center. Seit 2013 ist er für das Unternehmen tätig und war im Vorfeld im Consulting und Presales eines namhaften deutschen Systemhauses beschäftigt.

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