Backup

Die Anforderungen an Datensicherung und Wiederherstellung werden immer größer. Einerseits sinkt die Toleranz gegenüber Datenverlusten. Andererseits steigt die Komplexität der IT- und Datensicherungs-Architekturen. Der Markt verlangt daher nach Lösungen, die Hochverfügbarkeit effizient verwirklichen.

Und in der Konsequenz nach einfachen, umfassenden Appliance-Lösungen zur Sicherstellung der Anforderungen in den Bereichen Backup, Recovery und Datendeduplikation.

Selbst wenn Backup und Wiederherstellung auch als Software oder als Service implementiert werden können, bieten sich vor allem Appliances an, umfassende Anforderungen einer Datensicherung und Wiederherstellung zu erfüllen. Grundsätzliches Kriterium einer für das moderne Always-on-Business ausreichenden Verfügbarkeit ist die möglichst schnelle Wiederherstellung möglichst aktueller Datenbestände: Das bedeutet Recovery Point Objectives (RPOs) und Recovery Time Objectives (RTOs) im Minutenbereich. Ebenso wichtig ist aber die Datendeduplikation, die durch die Senkung der Datenmengen die nötige Bandbreite bei der Datenübertragung sowie Speicherbedarf und damit Kosten reduziert.

Lösungen, die Backup, Datenverfügbarkeit und Deduplikation vereinen, gibt es noch nicht all zu lange. Sie werden von verschiedenen Herstellern angeboten. Sechs Anforderungstrends sprechen aktuell für Appliance-basierte Backup- und Recovery-Plattformen.

1. Zweckgerichtete Lösungen

Eine dezidierte Backup- und Recovery-Appliance verspricht einen einfacheren und unkomplizierteren Weg zur Datensicherung als Kauf, Installation und Konfiguration einer Backupsoftware auf dem eigenen Server. Physische Appliances mit vorkonfigurierter Sicherungs- und Wiederherstellungssoftware bieten die notwendige Einfachheit bei der Implementierung. Zudem stellen sie die systemeigene Unterstützung für mehrere Anwendungen bereit. Das ist gerade wichtig bei mehrstufigen Anwendungen, die besondere Anforderungen an die Datensicherung und Datenverfügbarkeit stellen. Außerdem bietet eine Appliance die optimale Rechenperformance für eine zielbasierte und damit effiziente quellseitige Deduplikation und Komprimierung von Daten. Gerade kleine und mitteständische Unternehmen sparen sich so Arbeit und auch spezielles Know-how ein.

2. Appliances für Failover und als Cloud-Gateway

Die Always-on-Wirtschaft von heute verlangt nach absoluter Hochverfügbarkeit von Daten jederzeit und überall. Die Cloud mit ihren Möglichkeiten, diese Verfügbarkeit sicher zu stellen, verlockt also nicht ohne Grund. Zudem profitiert Hochverfügbarkeit nach einer zusätzlichen Sicherung in einem anderen Bereich – oder gar in einer anderen geographischen Zone. Dann können Unternehmen im Ernstfall automatisch auf diese Replikation umgeleitet werden – am besten, ohne dass jemand davon etwas merkt. Dies erfordert neue Arten von Appliances: Zum einem Failover-Appliances, die lokal sowie an sekundären Standorten installiert schnell eine virtuelle Maschine oder einen Service einrichten können, um Ausfallzeiten und Datenverluste reduzieren. Zum zweiten Cloud-Gateways, die Daten mit einer integrierten Verschlüsselung übertragen. Sie bieten mit einem lokalen Speicher einen begrenzten, aber sofortigen Zugriff auf aktuelle Backups. Zudem helfen sie, durch Deduplikation die notwendige Bandbreite für die Datenübertragung klein zu halten.

3. Einheitliche Datensicherung

Appliances, die eine zentrale Technologie für Backup, Deduplikation, Cloud-Gateway und Wiederherstellung nutzen, schaffen ein einheitliches Front End und Back End für die Datensicherheit. Ein einziges, integriertes Produkt lässt sich einfacher verwalten und bereitstellen als verbundene Pakete verschiedener Backup- und Wiederherstellungslösungen.

4. Einfache Kostenkalkulation

Wer nur einmal (vor)rechnen muss, was Datensicherheit kostet, tut sich leichter, die Kosten genehmigt zu bekommen. Das gilt auch für Infrastrukturen zur Datensicherheit. Die Total Cost of Ownership für eine einzelne Appliance lässt sich schneller berechnen als die Summe derKosten, mehrere Einzellösungen zu einer funktionierenden Gesamtarchitektur zu bündeln. Dies ist ein entscheidendes Argument gerade in der Datensicherheit, die keinen Return on Investment und „nur“ eine Art Versicherungsschutz bietet. Nicht wenige Unternehmen verlangen daher nach All-Inclusive-Lizenzierungen. Umfassende Lösungen erleichtern die Kostenkalkulation und schaffen damit wichtige Argumente bei der internen Rechtfertigung von Datensicherungsbudgets. Dabei aber abhängig vom jeweiligen Speicherbedarf. Gesamtlösungen führen dazu, dass die IT-Administration die wichtigsten Fragen bei der Kostenkalkulation nur einmal beantwortet – wie die Menge an Lizenzen, Festplattenspeichern, RAM und CPU.

5. Umfassende Architektur von Lösungen mit verschiedenen Elementen

Zeitgemäße Datensicherheit bietet verschiedene Lösungen, um den jeweiligen Speicherbedarf von Anwendungen und Infrastrukturen granular abzubilden. Nur wenn dies in einer Appliance mit einheitlichem Front End und Back End geschieht, lässt sich jeder Sicherungsbedarf abbilden. Dabei geht es auch um die Unterstützung virtueller Anwendungen sowie virtueller Standby-Maschinen, bei denen eine virtuelle Maschine im Ernstfall einfach schnell als Ersatz der ausgefallenen Systeme hochgefahren werden kann.

Völlständigkeit der Lösung

6. Flexibilität durch einheitliche Basis

Einheitliche Lösungen schaffen auch die notwendige Flexibilität, die dazugehörige Datensicherungsarchitektur zu skalieren. Skalierbarkeit bezieht sich erstens dabei auf umfangreichere Datenmengen durch neue Anwendungen. Unternehmen brauchen zudem Reserven für das geplante wie auch für ungeplantes Wachstum. Skalierbarkeit bedeutet zweitens die Festlegung oder Anpassung von Service Level Agreements zu Recovery Point Objectives (RPOs), Recovery Time Objectives (RTOs) und Backupzeitfenstern. Skalierbarkeit bedeutet zudem drittens die Unterstützung unterschiedlicher Datensicherungs-Plattformen: Tape, Platte, On-Premise, Off-Premise, auf der Appliance und in der Cloud.

Soviel Flexibilität bedarf einer einheitlichen Grundlage: Einer Appliance mit genügend Funktionalitäten und Rechenleistung.

Sven Haubold


Sven Haubold, Territory Account Director bei Arcserve

www.arcserve.com/de

 


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