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Atos Windows 10Mit Windows 10 veröffentlichte Microsoft nicht nur eine neue Version des Betriebssystems. Vielmehr verkörpert es die neue „One-Platform-Strategie“ des IT-Konzerns, mit der eine geräteklassenübergreifende Plattform etabliert werden soll.

Unternehmen stehen nun unter Zugzwang: Sie sollten möglichst bald auf das neue Betriebssystem umstellen, denn bis Anfang 2020 wird der Hersteller-Support für Windows 7 eingestellt. Eine Systemmigration auf Windows 10 sollte sorgfältig geplant werden – denn es lauern einige Fallstricke.

Die neue Windows-Version bringt eine Menge von Änderungen und Vorteilen mit sich. Aufgrund der „One-Platform-Strategie“ sowie der „Mobile-First-Strategie“ von Microsoft läuft Windows 10 nicht nur auf PCs, sondern auch auf unterschiedlichen mobilen Geräten wie Tablets, Notebooks, Windows Phones und der angekündigten Hololens. Ergänzend hinzu kommen plattformübergreifende Universal-Apps, die im zentralen Store erworben werden, ähnlich wie Apples iOS App Store oder Android Play. Dort können firmeneigene Apps in einem separaten Sektor für Mitarbeiter bereitgestellt werden. Unternehmen, für die die zunehmende Bring-your-own-device-Mentalität bereits Alltag ist, werden das besonders zu schätzen wissen.

Neben diesem Multi-Plattform-Ansatz ist die auffälligste Neuerung Microsofts Abschied von statischen Updates und Versionswechseln. Ein Windows 11 wird es nicht geben, heißt es aus Redmond. Stattdessen spielt Microsoft seine Neuerungen im Workplace-Umfeld künftig als kontinuierliche Updates ein, vergleichbar mit den regelmäßigen Updates am Smartphone. Den Takt können die Unternehmen dabei selbst angeben: Mit umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten lassen sich eine Vielzahl verschiedener Update-Szenarien definieren. Gekoppelt mit der großen Bekanntheit und Akzeptanz im Consumer-Bereich, mehr Mobilität und einfacherem Lizenzmanagement wird sich Windows 10 mittelfristig in Unternehmen etablieren. Das IT-Research- und Beratungsunternehmen Gartner erwartet dementsprechend bis 2017 bereits eine Migrationsquote von 50 Prozent.

Umzug nach Plan

Grundsätzlich verläuft eine Systemmigration nach einem vorgegebenen Phasenmodell „Discover, Design, Deploy, Deliver“. Zuerst wird im Rahmen eines Assessments festgestellt, ob und inwieweit Hardware, Applikationen und Infrastruktur für die Migration bereit sind und welche besonderen Anforderungen die Geschäftsmodelle des Unternehmens in diesen Kategorien stellen, vor allem hinsichtlich der Mobilität und des internen Digitalisierungsgrads. In der zweiten Phase werden Prototypen erstellt, auf Kompatibilität getestet, zertifiziert und Pläne für Auslieferung und Training erstellt. Die dritte Phase umfasst die Vorbereitung der Infrastruktur für einen unternehmensweiten Rollout und den Rollout für einen dedizierten Pilot-Bereich samt Monitoring der Ergebnisse und eventuell nötiger Anpassungen. Damit sind alle Vorbereitungen getroffen, um im abschließenden vierten Schritt den unternehmensweiten Rollout mit Fortschrittsberichten, Updates der Configuration Management Database, der Übergabe der Arbeitsstationen an den Kunden sowie einer vollständigen Dokumentation der Migration durchzuführen.

Unabhängig von der Branche bleibt der Aufwand für ein Migrationsprojekt bei einer jeweils gleichen Anzahl von Arbeitsplätzen ähnlich groß, denn alle Phasen des „Discover, Design, Deploy, Deliver“-Zyklus müssen immer durchlaufen werden. Diesen Aufwand müssten Unternehmen parallel zu ihrem laufenden Betrieb bewältigen – aber nur wenige Firmen haben die nötigen Ressourcen dafür. Vor allem Unternehmen mit heterogenen IT-Strukturen sollten erwägen, den Migrationsprozess einem externen IT-Dienstleister anzuvertrauen. Mit Blick auf Microsofts zukünftiges Update-Modell ist es essentiell, dass eine Systemmigration nach Windows 10 umfassend und professionell durchgeführt wird. Nur so ist die Zukunftssicherheit der Firmen-IT garantiert.

Generell sollten die Verantwortlichen folgende Faktoren im Blick haben, die entscheidend für den Erfolg von Windows-10-Migrationsprojekten sind: Neben technischen Herausforderungen sind dies die geplante Geschwindigkeit des Rollouts, die Kommunikation zwischen den Teams sowie die interne Organisationsform der zuständigen Teams.

Auf die Bedürfnisse von Unternehmen gemünzt

Bei der Entwicklung von Windows 10 hat Microsoft die speziellen Anforderungen von Unternehmenskunden berücksichtigt: So ist die Startoberfläche beispielsweise eine Kombination aus klassischem Startmenü und neuer Kachelansicht: Das sieht gut aus, erleichtert die Bedienung und macht das Betriebssystem universell einsatzfähig.

Mit Windows 10 kommt ebenfalls die neue Option Windows Update for Business ins Spiel. Diese bringt neue Leistungsmerkmale in Sachen Windows Updates für Unternehmenskunden, die zu geringeren Managementkosten und besserer Kontrolle führen. Mit den sogenannten Distribution Rings lässt sich steuern, wie rasch sicherheitsunkritische Feature-Updates eingespielt werden. Dafür ist jedoch ein Update von Infrastrukturkomponenten wie zum Beispiel des System Center Configuration Managers (SCCM) nötig. Ähnliches gilt für das Mobile Device Style Management in Intune. Das neue Betriebssystem erweitert damit die Fähigkeiten des eingebauten Mobile Device Managements (MDM) auf „Mobile-first, Cloud-first“-Szenarios und bringt MDM-Fähigkeiten auf Notebooks und Desktops.

All das ist ein konsequenter Schritt von Microsoft in Richtung Arbeitsplatz der Zukunft. Das Betriebssystem ist stark am User ausgerichtet, mit Rücksicht auf die steigende Zahl der genutzten Geräte pro Person und mit einem Fundament für die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt. Auch für die Security-spezifischen Fragestellungen der Zukunft ist Windows 10 mit Sicherheitsoptionen wie biometrischer Zwei-Wege-Authentifizierung bereits heute gerüstet.

Jürgen PeterlikJürgen Peterlik, Service Matter Expert Windows Client Migration bei Atos Deutschland

de.atos.net

 

 

 
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