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flashZunehmende Datenvolumen der modernen IT-Welt lassen den Bedarf an performancestarken, zuverlässigen Speicherlösungen steigen: Die Daten sollen schnell zur Verfügung stehen und sicher verwahrt werden. Unternehmen müssen sich mit dem Thema Storage intensiver denn je auseinander setzen.

Wie können Performance-Engpässe vermieden werden? Und wie kann die Storage-Umgebung dabei möglichst kostenoptimal aufgestellt werden? Immer wieder auf den Plan tritt dabei das Thema Flash Storage. Ein Blick auf die Einsatzmöglichkeiten gibt darüber Aufschluss, für wen sich die Technologie eignet und worin die Vorteile bei einzelnen Anwendungen liegen.

Grundsätzlich kann Flash überall dort sinnvoll eingesetzt werden, wo schnelle Antwortzeiten benötigt und große Mengen an redundanten Daten gespeichert werden. So eignet sich die Flash-Technologie beispielsweise für Datenbanken und Desktop-Virtualisierungslösungen. Oft lohnt sich der Einsatz von All Flash-Systemen bereits wirtschaftlich: Denn der Verzicht auf drehende Platten und die Reduktion der zu installierenden Kapazitäten bringen eine enorme Energieersparnis mit sich.

Funktionsweise klassisches RAID 6

Bild 1: Funktionsweise klassisches RAID 6.

Dabei hat sich die Technologie stark weiter entwickelt: Schon immer galt Flash Storage als gute Methode, um die I/O-Performance im Rechenzentrum zu erhöhen. Jedoch mussten Anwender vor einigen Jahren noch mit hohen Kosten rechnen. Durch den Einsatz der Flash Drives in klassischen Speichersystemen mussten sie zudem auf die eigentliche Skalierbarkeit und die volle Leistungsfähigkeit der Technologie verzichten. Heute sind die Vorteile des Systems weiter ausgeprägt: Nicht nur die extrem hohe Performance steht im Vordergrund. Die verschiedenen Hersteller legen ihre skalierbaren Systeme hochverfügbar für die Enterprise-Anbindung aus. Features wie Daten-Deduplizierung (Inline oder Post), Kompression und ein im Vergleich zu herkömmlichen RAID-Systemen intelligenterer Drive-Schutz sparen dabei erhebliche Kosten und sorgen für hohe Sicherheit.

Einsatz von All Flash Storage bei SAP und Desktop-Virtualisierung

Eines der Beispiele für die Einsatzmöglichkeiten von Flash Storage ist SAP. Die Speicher der performanceintensiven Datenbanken müssen im Regelfall mehrfach vorgehalten werden und aktualisieren ihre Qualitäts-, Entwicklungs- und Testsysteme mittels Systemkopie regelmäßig aus den Produktionssystemen. Das bindet Kapazitäten und erzeugt Kosten. Zudem fordert SAP geringe Latenzen; gespeicherte Daten müssen möglichst schnell zur Verfügung stehen.

All Flash-Systeme nutzen neue Technologien wie z. B. XDP, um den gleichen Ausfallschutz wie RAID 6 bei einem geringeren I/O-Aufkommen zu gewährleisten

Bild 2: All Flash-Systeme nutzen neue Technologien wie z. B. XDP, um den gleichen Ausfallschutz wie RAID 6 bei einem geringeren I/O-Aufkommen zu gewährleisten.

Um kurze Antwortzeiten und Batch-Laufzeiten zu garantieren und dabei gleichzeitig möglichst geringe Speichervolumen zu erzeugen, ist Flash ein geeignetes Mittel. Durch Deduplizierung und Kompression kann der Speicherplatz zudem um bis zu 70% gesenkt werden. Um eine entsprechende Verfügbarkeit zu garantieren, bieten viele Hersteller Quality of Service-Funktionen (QoS), mit denen sich besonders wichtige Daten priorisieren lassen.

Auch bei Desktop-Virtualisierungslösungen lässt sich Flash Storage erfolgreich einsetzen. Bei virtuellen Systemen und geklonten Desktops fallen insbesondere die Stoßzeiten ins Gewicht. Flash garantiert zu diesen Zeiten die geforderte Performance. Ähnlich wie bei SAP können auch hier Flash-basierte Deduplizierung und Datenkompression die benötigten Speicherkapazitäten stark verringern.

Vorteile hybrider Strukturen

Die Vorteile von All Flash sind folglich nicht von der Hand zu weisen. Da Flash unterschiedlich kombinier- und einsetzbar ist, ist es für viele IT-Infrastrukturen interessant. Welche Flash-Lösung die richtige ist, hängt von den zu speichernden Daten des Klienten ab.

Bei hybriden Speichersystemen ist der Einsatz von Deduplizierung oder Kompression durch die hohe I/O-Dichte genau zu bewerten. Daten, die sich nicht oder nur wenig komprimieren lassen, können in hybriden Lösungen mit automatischem Storage-Tiering günstiger aufgehoben sein. Auch hier kann ein entsprechender Quality of Service helfen, die wichtigsten Daten zu priorisieren. Wie sich die vorhandenen Daten über die verschiedenen Speicherklassen verteilen lassen, kann mit Hersteller-Tools im Vorfeld ermittelt und durch erfahrene Berater geprüft werden.

Eingehende Vorbereitung für ein optimales Ergebnis

Bei Neuinvestitionen ist die Planung mit Flash Storage in jedem Fall sinnvoll. Vor der Entscheidung für ein Konzept lohnt es sich, die Anforderungen der eigenen Umgebung detailliert zu ermitteln und zu dokumentieren. Darüber hinaus gehören TCO-Kalkulationen, eine Nutzwertanalyse und schließlich auch der Proof of Concept zu den vorbereitenden Maßnahmen.

Auch ein eingehendes Hersteller-Mapping ist von Nöten. Denn Flash Storage verändert die Marktsituation: Kleinere, jüngere Unternehmen setzen sich mit ihren Flash-Lösungen immer stärker gegenüber den großen Namen durch. Kunden unterscheiden dabei weniger aufgrund der Performance, sondern in erster Linie auf Basis von Funktionalitäten, Skalierbarkeit, Betriebssystemintegration, Wartungsqualität und nicht zuletzt aufgrund des Preises. In einem Punkt sind sich die Hersteller jedoch einig: Flash Storage ist auf dem Vormarsch!

Andreas Ulrich, Practice Manager Data Management DextraData GmbH

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