NetApp erweitert seine Plattform für hybride Multicloud-Umgebungen um Funktionen für automatisierte Abläufe, zentrale Speicherverwaltung und souveräne Datenkontrolle.
NetApp setzt bei Hybrid-Clouds auf autonome IT-Verwaltung

Unternehmen sollen damit Anwendungen und KI-Workloads über eigene Rechenzentren und Cloud-Infrastrukturen hinweg einheitlicher betreiben und gleichzeitig Kosten, Zugriffsrechte und regulatorische Anforderungen besser steuern können.
Neue Funktionen für Verwaltung und Automatisierung
Die Erweiterungen betreffen mehrere Bereiche der NetApp-Plattform. Mit NetApp Console Autonomous Operations will das Unternehmen administrative Aufgaben stärker automatisieren. KI-gestützte Funktionen sollen Probleme frühzeitig erkennen, die Fehlerbehebung beschleunigen und Kapazitäten sowie Kosten optimieren. Die Automatisierung erfolgt innerhalb vorgegebener Regeln und unter menschlicher Aufsicht. Die Funktionen sollen auch in vollständig vom Internet getrennten Umgebungen eingesetzt werden können.
Ergänzend führt NetApp ein AI ChatOps Interface für die dialogbasierte Verwaltung von Storage-Systemen auf Basis von ONTAP ein. Administratoren können damit Speicherressourcen bereitstellen, Richtlinien umsetzen und Berichte abrufen. Auch prädiktive Analysen und automatisierte Fehlerbehebung sind vorgesehen. Über ein offenes Gateway sollen Unternehmen zudem eigene Large Language Models einbinden können. Die Aktionen bleiben dabei an definierte Speicherklassen, Richtlinien und Governance-Vorgaben gebunden.
Zentrale Übersicht für verteilte Speicherressourcen
Das erweiterte Fleet Management soll die Verwaltung des gesamten Storage-Bestands vereinheitlichen. Neben der bisherigen Bereitstellung der NetApp Console über die Cloud ist künftig auch eine Installation direkt in der Kundenumgebung vorgesehen. Unternehmen können damit je nach Anforderungen an Betrieb, Datenzugriff und Kontrolle zwischen zwei Bereitstellungsmodellen wählen.
Die zentrale Verwaltung soll helfen, unterschiedliche Infrastrukturkomponenten transparenter zu überwachen und ihre Auslastung besser zu steuern. Das ist insbesondere für Unternehmen relevant, deren Anwendungen und Daten über lokale Rechenzentren, öffentliche Clouds und weitere spezialisierte Umgebungen verteilt sind.
Souveräne Datenspeicherung im Fokus
Mit NetApp Keystone Sovereign erweitert das Unternehmen sein Storage-as-a-Service-Angebot um Funktionen für die Datensouveränität. Qualifizierte Kunden im Europäischen Wirtschaftsraum sollen damit zusätzliche Kontrollmöglichkeiten erhalten, um Anforderungen an Datenresidenz und regionale Compliance zu berücksichtigen.
Dabei geht es nicht allein um den physischen Speicherort. Auch technische Aspekte sowie der operative Zugriff auf Daten und Systeme spielen eine Rolle. Unternehmen können so stärker berücksichtigen, wo Daten verarbeitet werden und unter welchen Bedingungen Support, Telemetrie und Betrieb erfolgen.
Zusammenarbeit mit Nutanix für virtualisierte Workloads
Auch die bestehende Zusammenarbeit mit Nutanix wird ausgebaut. Die Kombination von NetApp ONTAP mit der Nutanix Cloud Infrastructure soll Unternehmen mehr Flexibilität beim Betrieb virtualisierter Anwendungen ermöglichen und bestehende Infrastrukturinvestitionen berücksichtigen. Die integrierte Funktion soll nach Angaben von NetApp im Herbst allgemein verfügbar werden.
Einheitlicher Betrieb trotz unterschiedlicher Infrastrukturen
Mit den Erweiterungen reagiert NetApp auf die zunehmende Verteilung von Anwendungen und KI-Workloads über unterschiedliche Betriebsumgebungen. Unternehmen müssen dabei technische Leistungsfähigkeit mit Kostenkontrolle, Ausfallsicherheit und regulatorischen Vorgaben verbinden.
Dave McCarthy, Group Vice President bei IDC, sieht in autonomen Abläufen, einheitlichen Datendiensten und souveränitätsorientierten Betriebsmodellen wichtige Bausteine für den Umgang mit dieser Entwicklung. Entscheidend bleibt, dass Unternehmen die Automatisierung innerhalb ihrer eigenen Sicherheits- und Governance-Vorgaben kontrollieren können.
Die neuen Funktionen sollen das Management hybrider Infrastrukturen vereinheitlichen. Welche davon im konkreten Betrieb verfügbar sind, hängt von den jeweiligen Angeboten und deren Bereitstellung ab.
(red/NetApp)







