Unterschätzter Einsparhebel

30 Prozent verschwendet: Warum CFOs bei Cloud-Kosten an Java ran müssen

Java

Steigende Cloud-Kosten durch KI? Warum die Java-Laufzeitumgebung für CFOs und IT-Teams zum entscheidenden Einsparhebel wird.

Cloud-Budgets wachsen, doch ein erheblicher Teil davon verpufft wirkungslos. Das zeigt eine aktuelle Censuswide-Befragung von 300 CFOs und Finance Leadern großer US-Unternehmen: So berichten 88 Prozent von steigenden Cloud-Ausgaben; gleichzeitig gehen 69 Prozent davon aus, dass zwischen 10 und 30 Prozent davon schlicht verschwendet werden. Der Druck, hier gegenzusteuern, steigt und trifft auf eine Finanzagenda, die gleichzeitig mehr statt weniger KI-Investitionen fordert.

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Die Zahlen stammen aus dem US-amerikanischen Enterprise-Markt. Die strukturellen Herausforderungen dahinter lassen sich jedoch im deutschen Markt genauso beobachten: KI-Initiativen erfordern mehr Rechenleistung, mehr Infrastruktur, mehr Cloud-Kapazität. Wer gleichzeitig die Ausgaben im Griff behalten will, muss an anderer Stelle Effizienz gewinnen. Ein Ansatzpunkt dafür, den viele Finanz- und IT-Verantwortliche bislang unterschätzen: Java.

Ein unterschätzter Zusammenhang

Java ist nach wie vor eine der meistgenutzten Programmiersprachen im Enterprise-Umfeld – und damit tief in den Systemen verwurzelt, die Unternehmen heute in die Cloud verlagern oder dort neu aufbauen. Laut dem 2026 Azul State of Java Survey & Report entfallen in 35 Prozent der deutschen Unternehmen mehr als die Hälfte der gebuchten Public-Cloud-Ressourcen auf Java-Workloads. Für viele Unternehmen ist die Java-Umgebung damit einer der größten Kostenhebel in der Cloud.

Das Problem liegt dabei selten im Programmcode selbst, sondern in der Art, wie Java-Anwendungen ausgeführt werden. Viele Unternehmen stellen dafür weit mehr Cloud-Kapazität bereit als sie tatsächlich benötigen – aus berechtigter Vorsicht. Niemand kann sich SLA-Verletzungen oder Produktivitätseinbrüche leisten, also zahlt man lieber für Puffer, den man eigentlich nicht bräuchte. 68 Prozent der deutschen Unternehmen nutzen mehr als 20 Prozent ihrer gebuchten Cloud-Kapazität gar nicht – und zahlen trotzdem, so die Umfrage von Azul.

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Mit wachsendem KI-Einsatz verschärft sich dieses Problem, wie die Umfrage weiter zeigt: 64 Prozent der deutschen Unternehmen nutzen Java bereits, um KI-Funktionalität zu programmieren. Damit ist Java die meistgenutzte Sprache für KI-Applikationen, noch vor Python. Wenn der KI-Anteil an Java-Workloads weiterwächst – und die Daten deuten darauf hin – steigt der Anteil von Java an der Cloud-Rechnung weiter. Die Effizienz der Laufzeitumgebung wird damit direkt zum KI-Kostenfaktor.

Tief in der Java-Laufzeitumgebung ansetzen                                       

Viele Optimierungsansätze, die dieses Dilemma adressieren, greifen zu kurz, weil sie auf Infrastrukturebene bleiben, zum Beispiel Reserved Instances, Rightsizing, Autoscaling-Policies. Das ist sinnvoll, aber nicht ausreichend. Die eigentliche Ineffizienz entsteht eine Schicht tiefer: in der Java-Laufzeitumgebung selbst.

Es gilt, diese so zu optimieren, dass Anwendungen stabiler unter Last laufen und Instanzen stärker ausgelastet werden können, ohne dass die Performance leidet. Gleichzeitig lässt sich das Hoch- und Runterfahren von Instanzen beschleunigen, sodass Autoscaling ohne die typischen Anlaufprobleme funktioniert und sich Kapazitäten tatsächlich abschalten lassen, wenn sie nicht gebraucht werden.

Mit modernen High-Performance-Java-Laufzeitumgebungen ist das ohne Eingriffe in den Anwendungscode möglich. Dass viele deutsche Unternehmen das bereits erkannt haben, zeigt der Azul-Report: 40 Prozent setzen eine hochleistungsfähige Java-Plattform bereits als wichtigste Maßnahme zur Cloud-Kostensenkung ein – mit deutlichem Abstand auf Platz eins, noch vor Cloud-Provider-eigenen Tools und KPI-Tracking.

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Finance und IT müssen über die richtigen Stellschrauben reden

Cloud-Spending ist längst ein Vorstandsthema. 66 Prozent der befragten US-amerikanischen CFOs bestätigen das laut der Censuswide-Befragung. Gleichzeitig bemängeln 32 Prozent fehlende Transparenz über die tatsächliche Ressourcennutzung. CFOs brauchen konkrete, verständliche Ansatzpunkte jenseits von Vertragsverhandlungen und Budgetkürzungen. IT-Teams auf der anderen Seite brauchen den Rückhalt, auch tiefer liegende Infrastrukturschichten in die Optimierungsüberlegungen einzubeziehen.

Wer Java-Workloads für den Großteil seiner Cloud-Ausgaben verantwortlich macht, die Laufzeitumgebung aber nicht mit einbezieht, lässt großes Einsparpotenzial systematisch ungenutzt. Gerade in einer Phase, in der KI-Investitionen die Cloud-Budgets zusätzlich belasten, braucht es Effizienzgewinne, die wirklich ins Gewicht fallen. Die Java-Laufzeitumgebung ist einer davon – und sie ist messbar, umsetzbar und erfordert keine Änderungen im Anwendungscode. Das macht sie zu einem der wenigen Hebel, die Finance und IT gleichzeitig überzeugen können.

Johnston

James

Johnston

VP of EMEA

Azul

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