KI-Wachstum trifft Cloud-Budget

Java als Innovations-Motor und strategischer Kostenhebel

Java

Java etabliert sich als Standard für produktive KI-Anwendungen. Gleichzeitig nutzen Entwickler KI-Tools, um Java-Code zu generieren.

Doch die wachsenden KI-Workloads treiben die Cloud-Kosten in die Höhe. Der entscheidende Hebel, um gegenzusteuern, liegt in der Optimierung der Java-Umgebung.

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Kaum eine Technologie verändert die Softwareentwicklung derzeit so tiefgreifend wie künstliche Intelligenz. Sie schreibt Code, optimiert Deployments und erzeugt gleichzeitig immer rechenintensivere Workloads, die Infrastrukturbudgets unter Druck setzen. Java spielt dabei in mehrfacher Hinsicht eine Schlüsselrolle, so der aktuelle „2026 State of Java Survey & Report 2026“ von Azul, für den mehr als 2.000 Java-Professionals weltweit befragt wurden. Nach wie vor ist Java eine der am meisten verwendeten Programmiersprachen im Unternehmensumfeld und etabliert sich auch im KI-Bereich als Standard für produktive Anwendungen. 62 Prozent der Befragten (64 Prozent in Deutschland) nutzen Java bereits, um KI-Funktionalität zu programmieren (Abb. 1) – ein deutlicher Sprung gegenüber 50 Prozent im Vorjahr. Damit rangiert Java sogar vor JavaScript (57 Prozent) und Python (45 Prozent). Zwar bleibt Python die führende Sprache, um KI-Modelle und Prototypen zu entwickeln, doch sobald Anwendungen in Produktivumgebungen laufen, wo hohe Anforderungen an Skalierbarkeit, Sicherheit und Verfügbarkeit gelten, greifen Unternehmen auf Java zurück. 

Fast alle Unternehmen integrieren KI in ihre Java-Anwendungen

Auch die Integration von KI in Java-Systeme schreitet rasant voran: 32 Prozent der Unternehmen weltweit geben an, dass bereits mehr als die Hälfte ihrer Java-Applikationen KI-Funktionalität enthält (Deutschland: 26 Prozent). Nur zwei Prozent (Deutschland: ein Prozent) integrieren überhaupt keine KI in ihre Java-Anwendungen. Ein ausgereiftes Ökosystem Java-freundlicher KI-Bibliotheken unterstützt diesen Trend und senkt die Einstiegshürden. Am beliebtesten sind JavaML (45 Prozent), Deep Java Library (33 Prozent) und OpenCL (25 Prozent). Als wichtigste Fähigkeiten für einen erfolgreichen Java-Einsatz im KI-Zeitalter erachten deutsche Unternehmen die nahtloste Integration von Java in KI/LLM-Frameworks. Mit 31 Prozent werteten sie diesen Faktor sogar um einen Prozentpunkt höher als die weltweit Befragten (30 Prozent). 

260325 Azul State of Java 2026 Abb.1


Abb.: 62 Prozent der Befragten verwenden Java zum Kodieren von KI-Funktionen (Quelle: Azul 2026 State of Java Survey & Report)

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KI-Assistenten gehören zum Entwickleralltag

Während KI einerseits Bestandteil von Java-Anwendungen wird und Java andererseits dazu dient, KI-Applikationen zu entwickeln, nutzen Unternehmen verstärkt KI-Tools, um die Programmierung zu beschleunigen. 30 Prozent der Befragten (Deutschland: 23 Prozent) geben an, dass sie bereits mehr als die Hälfte ihres neuen Java-Codes KI-gestützt generieren. Nur vier Prozent (Deutschland: sechs Prozent) verzichten bisher ganz auf Vibe-Coding. Sowohl in Deutschland als auch global gesehen setzen die Entwickler am liebsten ChatGPT-basierte Tools ein, gefolgt von Google Gemini Code Assist und Microsoft Visual Studio IntelliCode. Auch bei der automatisierten Aktualisierung von Java-Code – also Patches, Modernisierung und Schwachstellenbehebung – gehören KI-Werkzeuge heute zum Alltag. Hier führen ebenfalls ChatGPT und Gemini AI die Beliebtheitsskala an.

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KI- und Java-Workloads als wachsender Budgetfaktor

Die zunehmende KI-Durchdringung verschärft jedoch ein Problem, mit dem Unternehmen ohnehin kämpfen: explodierende Cloud-Kosten. Bereits 2024 ergab eine Studie von Vanson-Bourne, dass die Cloud-Ausgaben durch den KI-Einsatz um 30 Prozent gestiegen sind. 72 Prozent der IT- und Finanzchefs bezeichneten die Kosten sogar als unkontrollierbar. Da Java die bevorzugte Programmiersprache für produktive KI-Applikationen ist, wirkt sich die Java-Performance unmittelbar auf den Cloud-Ressourcenbedarf aus. So sagen im aktuellen Azul-Report 43 Prozent der Unternehmen (Deutschland: 35 Prozent), dass mehr als die Hälfte ihrer gesamten Cloud-Compute-Ausgaben auf Java-basierte Workloads entfällt. Die Java-Umgebung zu modernisieren, wird damit zum entscheidenden Hebel für die Kostenoptimierung.

Mit Java-Optimierung Cloud-Kosten reduzieren

Nahezu alle Unternehmen (97 Prozent, Deutschland: 95 Prozent) haben inzwischen Maßnahmen ergriffen, um ihre Public-Cloud-Kosten zu senken. Zu den Top-drei-Strategien weltweit gehört der Einsatz einer hochleistungsfähigen Java-Plattform (40 Prozent global und in Deutschland). Für deutsche Unternehmen rangiert diese Maßnahme sogar mit großem Abstand auf Platz eins, gefolgt von Cloud-Provider-Tools und Best Practices (34 Prozent) und KPI-Tracking für Nutzung und Kosten (33 Prozent). In der Praxis trägt eine solche Java-Plattform gleich in mehrfacher Hinsicht dazu bei, Cloud-Ausgaben zu reduzieren. Erstens sorgt sie dafür, dass Java-Anwendungen schneller ausgeführt werden. Dadurch benötigen die Applikationen weniger Rechenleistung und verursachen folglich weniger Compute-Kosten. 61 Prozent der Unternehmen (Deutschland: 56 Prozent) setzen eine leistungsoptimierte Java-Plattform daher vor allem ein, um die Anwendungsperformance zu verbessern. Dass sich diese Strategie auszahlt, zeigt ein Blick auf die Power-User: Unter den Befragten, die mindestens 90 Prozent ihrer Applikationen mit Java betreiben, liegt der Anteil der Hochleistungs-Java-Plattform sogar bei 81 Prozent. 

Überprovisionierung reduzieren und Skalierbarkeit verbessern

Zweitens adressiert eine moderne JVM das Problem der Überprovisionierung. 74 Prozent der Befragten (Deutschland: 68 Prozent) geben an, dass sie mehr als 20 Prozent ihrer gebuchten Public-Cloud-Rechenkapazität gar nicht nutzen. Der Grund: Unternehmen kaufen bewusst mehr Kapazität als nötig, um Performance-Engpässe zu vermeiden. Eine Hochleistungs-Java-Plattform kann überflüssige Ausgaben dagegen reduzieren, indem sie Applikationen stabiler und gleichmäßiger ausführt. Auf diese Weise verkraften die einzelnen Java-Instanzen deutlich mehr Last, bevor es zu Latenzen kommt. Der dritte Sparfaktor ist die bessere Skalierbarkeit, sodass Java-Instanzen schneller hoch- und runtergefahren werden können. Unternehmen müssen dann nicht mehr für dauerhaft laufende Instanzen zahlen, obwohl sie die Kapazitäten nur zu Spitzenzeiten braucht. Eine moderne Runtime reduziert Warm-up-Zeiten, indem sie vorkompilierte Profile ausspielen, und ermöglicht dadurch Autoscaling ohne Qualitätseinbußen

Fazit: Leistung und Kosteneffizienz gehören zusammen

Der 2026 Azul State of Java Survey & Report zeigt: Java ist nicht nur die meistgenutzte Sprache im Unternehmen, sondern auch die tragende Plattform für den produktiven KI-Betrieb. Gleichzeitig machen JVM-basierte Workloads bei fast der Hälfte der Befragten den größten Posten auf der Cloud-Rechnung aus. Wer seine Java-Umgebung nicht optimiert, zahlt einen wachsenden Preis für KI-getriebene Innovation. Die gute Nachricht: Eine leistungsfähigere JVM wirkt gleich dreifach – sie senkt den Ressourcenbedarf pro Transaktion, reduziert die teure Überprovisionierung und ermöglicht dynamische Skalierung ohne Performance-Einbußen. Mit der weiteren Verbreitung von KI-Workloads in Unternehmen wird die Effizienz der Java-Laufzeitumgebung an strategischer Bedeutung gewinnen. Daher lohnt es sich, jetzt in die Modernisierung zu investieren.

Johnston

James

Johnston

VP of EMEA

Azul

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