My Notes

Zoom erweitert KI-Notizassistenten auf Smartphones

KI, Zoom, zoom ai, Zoom AI Companion, künstliche Intelligenz
Quelle: QubixStudio / Shutterstock.com

Meetings, spontane Gespräche oder kurze Abstimmungen unterwegs: Viele Informationen gehen im Arbeitsalltag verloren, weil Notizen unvollständig sind oder Aufgaben später nicht mehr nachvollzogen werden können.

Zoom will dieses Problem mit seinem KI-gestützten Assistenten „My Notes“ lösen und bringt die Funktion jetzt auch auf Smartphones.

Anzeige

Der Dienst soll Gespräche nicht nur transkribieren, sondern Inhalte automatisch strukturieren, Entscheidungen festhalten und daraus konkrete Aufgaben ableiten.

KI dokumentiert Gespräche automatisch

Bislang konzentrierten sich viele Notiz-Tools vor allem auf Mitschriften oder Transkripte. My Notes verfolgt einen anderen Ansatz: Die KI erkennt Inhalte aus Meetings oder persönlichen Gesprächen und erstellt daraus Zusammenfassungen, Aufgabenlisten und nächste Schritte.

Dabei funktioniert die Lösung plattformübergreifend. Unterstützt werden Zoom-Meetings ebenso wie Microsoft Teams, Google Meet oder persönliche Gespräche vor Ort. Laut Zoom soll die KI die Dokumentation übernehmen, damit sich Nutzer stärker auf die eigentliche Unterhaltung konzentrieren können.

Anzeige

Russell Dicker, Chief Product Officer bei Zoom, erklärt, dass Arbeit heute überall stattfinde – vom virtuellen Meeting bis zum spontanen Gespräch im Café. Ziel sei es, wichtige Informationen und Entscheidungen direkt festzuhalten, ohne den Gesprächsfluss zu unterbrechen.

Aufgaben direkt aus Gesprächen ableiten

Ein zentraler Bestandteil von My Notes sind automatisierte Workflows. Nutzer können direkt aus Besprechungen heraus Folgeaktionen anstoßen, etwa E-Mails vorbereiten oder Aufgaben erstellen.

Die Funktion steht sowohl Gastgebern als auch Teilnehmern zur Verfügung. Zudem lassen sich wiederkehrende Meeting-Vorlagen anlegen, beispielsweise für Vertriebsgespräche, Team-Meetings oder Brainstormings.

Dadurch soll der Übergang zwischen Gespräch und Umsetzung deutlich schneller erfolgen.

Newsletter
Newsletter Box

Mit Klick auf den Button "Jetzt Anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.

Synchronisierung zwischen Desktop und Smartphone

Mit der mobilen Version erweitert Zoom den Einsatzbereich deutlich. Notizen und Transkripte werden automatisch zwischen Desktop und Smartphone synchronisiert. Nutzer können dadurch unterwegs Gespräche festhalten und später am Rechner weiterbearbeiten.

Standardmäßig bleiben die Inhalte privat, lassen sich aber bei Bedarf über Zoom Canvas, Chat oder Slack mit Teams teilen.

Ausbau der KI-Funktionen im Arbeitsalltag

Parallel baut Zoom auch seine weiteren KI-Funktionen aus. Dazu gehört eine agentenbasierte Suche, die Informationen aus verschiedenen Unternehmenssystemen zusammenführen kann. Unterstützt werden unter anderem Salesforce, Workday, ServiceNow sowie Zoom-interne Dienste.

Neu ist außerdem ein Plugin für OpenAI Codex, mit dem Meeting-Inhalte und Notizen direkt in Entwickler-Workflows integriert werden können.

Darüber hinaus entwickelt Zoom seinen Arbeitsbereich „Zoom Canvas“ weiter. Die Plattform soll Meeting-Inhalte, KI-Erkenntnisse und Dokumente miteinander verknüpfen und als zentrale Arbeitsoberfläche dienen.

My Notes für Smartphones soll noch im Laufe dieses Monats erscheinen. Die Funktion wird Bestandteil kostenpflichtiger Zoom-Workplace-Tarife sein und zusätzlich als eigenständiges Angebot für zehn US-Dollar pro Nutzer und Monat angeboten werden.

Pauline Dornig

Pauline

Dornig

Online-Redakteurin

IT Verlag GmbH

Anzeige

Artikel zu diesem Thema

Weitere Artikel

Newsletter
Newsletter Box

Mit Klick auf den Button "Jetzt Anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.