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Kryptowährung

Am 03. Januar 2009 entstand mit dem Genesis Block der allererste Block der Bitcoin Blockchain. Das Datum gilt daher als Zäsur für eine neue Epoche, die ein Jahr später - mit dem Beginn der neuen Dekade - digitale Währungen und den Begriff der Blockchain salonfähig machen sollte.

Aus der heutigen Perspektive blicken Privatanleger gleichermaßen wie Tech-Enthusiasten auf die Möglichkeiten des dezentralen und elektronischen Geldsystems, welches von Satoshi Nakamoto propagiert wurde.

Fest steht hierbei, dass mit der Kryptowährung Bitcoin ein Experiment auf gesellschaftlicher, sozialer und geldpolitischer Ebene begonnen hat, welches heutzutage mehr als eine Randerscheinung ist.

Aus der anderen Perspektive herrscht nach wie vor Unklarheit über die Unterschiede zwischen Blockchain und Distributed-Ledger-Technologien. Auch die Begriffe Bitcoin und Blockchain werden nach wie vor als Synonyme verwendet.

Die erste Erkenntnis sollte hierbei also sein, dass Bitcoin nicht nur der Begriff für eine Digitalwährung ist, sondern vor allem auch eine Software bezeichnet. Die Blockchain hingegen fungiert in ihrer Rolle als Untergruppe der Distributed-Ledger-Technologien in diesem Kontext also vielmehr als Infrastruktur für die Bitcoin Core Software.

 

Bitcoin Improvement Proposals (BIP)

 

Insbesondere die Bitcoin Blockchain ist ein Musterbeispiel für ein wahrhaft verteiltes und dezentrales System.

Genau diese Dezentralität und die Verteilung der Nodes führt bei Bitcoin allerdings auch zu einer konservativen Haltung im Hinblick auf Anpassungen am Quellcode. Wer in die Vergangenheit blickt, sieht, dass fundamentale Änderungen, wie beispielsweise Anpassungen der Blockgröße, zu tiefen Spaltungen innerhalb der Szene und Community führten.

Nach Monaten, ja sogar Jahren der Vorbereitung und Diskussion, steht nun das große Taproot und Schnorr Update für Bitcoin bereit. Bereits im Jahr 2018 diskutierten Gregory Maxwell in seiner Funktion als Bitcoin Core Developer das mögliche Update.

Unter dem BIP-340 verstecken sich nun die Schnorr-Signaturen, die ab dem Block 709.632 aktiviert werden sollen. Erwähnenswert ist hierbei die Tatsache, dass über 90 Prozent der Miner dem Soft Fork zustimmen, was den Konsens innerhalb der Community stark unterstreicht. Im Übrigen widmen sich die darauffolgenden Bitcoin Improvement Proposals dem Soft Fork rund um Taproot. 

 

Was ändert sich mit Taproot und Schnorr?

 

Mit der Einführung des BIP-340 und Schnorr-Signaturen ändert sich de facto der Bitcoin-Quellcode. Der bisherige Mechanismus der Signaturen, welcher auf den sogenannten Elliptic Curves (ECDSA) basiert, soll nun ergänzt werden.

Signaturen als solche sind eines der fundamentalen Konzepte der Kryptographie. Im konkreten Fall von Bitcoin stellen Signaturen sicher, dass Nutzer mit ihren Private Keys UTXOs, das heißt - vereinfacht gesagt - BTC, transferieren können. Die Signatur selbst erfüllt nun den Zweck der Verifizierung bzw. Authentifizierung ohne dass hierbei der Private Key selbst offengelegt werden muss.

Mit Schnorr wird nun die Möglichkeit der Signaturen erweitert. Ein konkreter Anwendungsfall hierbei sind MultiSig-Schemata. Mit Schnorr ist es nun möglich eine Reihe von Public Keys zu aggregieren und diese mit nur einem einzigen Private Key (anstatt mit einem Private Key pro Public Key) zu signieren.

Dieser Prozess ist also insbesondere im Vergleich zum bisherigen Ansatz effizienter. Schnorr bietet des weiteren Vorteile hinsichtlich der Privacy, also Privatsphäre, von Nutzern.

Festhalten lässt sich, dass mit Schnorr und Taproot eines der größten und fundamentalsten Updates an Bitcoin Core seit Jahren geschieht. Ebenso kann man konstatieren, dass die Community rund um Bitcoin nach wie vor konservativ in der Umsetzung neuer Ideen ist.

 


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