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Lean

Lean IT bedeutet, die Prinzipien des Lean Managements auf IT‑Umgebungen anzuwenden. Ziel dabei ist es, den Mehrwert der IT zu maximieren, Ressourcen zu sparen und Ineffizienz zu beseitigen.

Ursprung der Lean‑Prinzipien ist ein jahrzehntealtes Toyota‑System, mit dem der Konzern Abfallmengen reduziert und die Produktionseffizienz steigert. Angewendet auf die IT bedeutet Lean, die IT‑Infrastruktur zu vereinfachen und produktiver zu gestalten, um sie effizient managen zu können.

Im digitalen Zeitalter müssen sich IT‑Experten in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) ständig weiterentwickeln, um allen Anforderungen gerecht zu werden. Das ist nicht einfach, da der Arbeitsmarkt für zusätzliches, qualifiziertes IT-Personal derzeit fast leergefegt ist und ihre Budgets immer knapper werden.

Lean IT kann diese Herausforderung bewältigen, da sie die Grundlage für eine nachhaltige und effiziente IT im Unternehmen schafft.

„Altlasten” entsorgen und Komplexität verringern

Der erste Schritt der Lean IT ist es, „Altlasten“ loszuwerden. Das heißt, die Verantwortlichen müssen sich von redundanten Anwendungen oder Systemen verabschieden. Schließlich verursachen sie Kosten, bremsen Innovationen aus und lenken davon ab, neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen. Unternehmen sollten darauf achten all die Legacy‑Systeme, die komplex, statisch und aufwendig zu warten sind, durch moderne Lösungen zu ersetzen.

Verfügt das Unternehmen dann über eine zentrale Schaltstelle für das Infrastruktur‑Management – On‑Premise, Off‑Premise und in der Cloud – erhalten die Experten einen einheitlichen Blick auf die IT‑Landschaft.

Mehr Automatisierung

Der Lean‑Ansatz konzentriert sich darauf, einen Mehrwert zu schaffen und das System effizienter zu machen. Dafür ist es nötig, das Management der IT‑Infrastruktur rigoros zu stabilisieren, zu vereinfachen, zu standardisieren und zu automatisieren. Zentraler Aspekt dabei ist die Automatisierung: Sie reduziert die Wahrscheinlichkeit menschlicher Fehler, macht die IT‑Prozesse zuverlässiger und beständig. Hinzu kommt: Unabhängig davon, ob es um Reports, Upgrades von Anwendungen, Systemscans oder eintönige Wartungsaufgaben geht: Automatisierung erhöht die Transparenz und macht die Mitarbeiter effektiver und effizienter. Unternehmen gewinnen dadurch mehr Zeit für strategische Business-Initiativen.

Einige Beispiele:

  • Monitoring und Wartung automatisieren – Repetitive Wartungsaufgaben sind nötig, damit PCs und Server optimal performen. Allerdings sind sie für IT-Teams besonders mühsam. Scripte können diese monotone Arbeit beseitigen und die bisher manuell durchgeführten Wartungsaktivitäten und Prozesse automatisieren.
     
  • Security automatisieren – Auch beim Thema Sicherheit hilft Automatisierung: Unternehmen können standardisierte Prozesse entwickeln, mit denen sie Deployments und Updates scannen, installieren und sicherstellen, dass die Geräte rechtzeitig aktualisiert werden – ohne menschliches Zutun. Die kontinuierlich steigende Zahl an Schwachstellen und Cyberbedrohungen macht es mehr denn je nötig, dass alle Maschinen durch die automatische Bereitstellung von Patches stets auf dem neuesten Stand sind.
     
  • Fehlerbehebung automatisieren – Auto‑Remediation bedeutet automatisierte Reaktionen, bei denen nach Auftreten einer Warnung unmittelbar Aktivitäten ausgelöst werden, die das Problem beheben. Setzen Unternehmen auf eine Lösung, die richtlinienbasierte Auto‑Remediation ermöglicht, können sie potenzielle Risiken erkennen, sowie Probleme und Policy‑Verletzungen beheben – oftmals ohne dass die IT etwas unternehmen muss.

Silos mit Lean IT beseitigen

Geschäftliche Flexibilität wird oft von unflexiblen IT‑Prozessen behindert. Lean IT kann dabei helfen, Silos aufzubrechen und den Graben zwischen IT und Business zu überbrücken. Werden die Anforderungen der IT mit den Geschäftsabläufen abgestimmt, können bereichsübergreifende Teams gemeinsam daran arbeiten, die Geschäftsprozesse insgesamt zu verbessern.

Fazit:

Lean IT ermöglicht es Unternehmen mit weniger Aufwand den Betrieb zu sichern. Die freiwerdenden Ressourcen können dann in wichtigere Aktivitäten fließen, die einen geschäftlichen Mehrwert bedeuten.

Mike PugliaMike Puglia, Chief Product Officer, Kaseya

www.kaseya.com

 

 


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